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Flickr/ Marko Vucicevic

 

Während Serbien ein Abkommen mit Moskau über den Kauf russischer Waffen signiert, bereiten sich serbische Soldaten auf Nato-Übungen vor, die von den USA geleitet werden, schreibt Sputnik International unter Berufung auf Balkan Insight.

Quelle: SputnikNews

 

Serbiens Politik balanciere zwischen Russland und der Nato im Rahmen der Doktrin über die militärische Neutralität, Experten sind indessen der Ansicht, dass Belgrad früher oder später eine Wahl wird treffen müssen.

„Serbien ist kein EU-Mitglied und ist momentan bemüht, gleichzeitig auf zwei Stühlen zu sitzen“,  betont Zoran Dragisic, Belgrader Experte für Sicherheitsfragen. „Ich denke nicht, dass dies langfristig möglich sein wird.“

 

Wie das Belgrader Zentrum für euroatlantische Studien mitteilt, gefährdet das Abkommen mit Russland die zukünftige EU-Mitgliedschaft Serbiens. Analysten des Zentrums empfehlen Serbien, keine Wirtschaftsabkommen mit Moskau zu schließen, die antirussische Sanktionen verletzen könnten.
„Schon bald werden wir in eine Situation kommen, in der wir klar eine der Seiten werden wählen müssen“, so Dragisic.

2007 hatte Serbien die Doktrin der militärischen Neutralität angenommen. Momentan hat die Regierung nicht vor, diese zu revidieren. Verteidigungsminister Bratislav Gasic erklärte, dass die serbische Armee eine ausbilanzierte Politik der militärischen und der internationalen Zusammenarbeit umzusetzen versucht.

 

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