305171363
AP Photo/ Victor R. Caivano

 

 

In Madrid und Lissabon haben am Samstag massenhafte Protestaktionen gegen die große Nato-Übung in Südeuropa stattgefunden. An der Militärübung «Trident Juncture», der größten seit dem Kalten Krieg, nehmen mehr als 30.000 Soldaten teil.

Quelle: SputnikNews

 

In der spanischen Hauptstadt sind Hunderte Menschen unter der Parole „Nein zu Krieg, nein zu NATO“ durch den Stadtkern gezogen. Die Demonstranten beschimpften Regierungschef Mariano Rajoy und Außenminister Jose Manuel Garcia-Margallo y Marfil als „Lakaien, die die US-Interessen bedienen». Sie forderten eine Kürzung des Militäretats und eine bessere Finanzierung von Schulen und Krankenhäusern. „Wir wollen keine nordamerikanische Kolonie sein“, riefen die Protestierenden, „Weg mit den Militärbasen!»
In einem Manifest, die die Organisatoren zum Abschluss der Aktion verlasen, wurde die NATO als Bedrohung bezeichnet. „Man verwickelt unser Land in einen Krieg, den die US-Imperialisten und die europäischen Regierungen entfesselt haben.“

 

Insgesamt 36.000 Soldaten aus 30 Nato- und Partnerstaaten nehmen an der diesjährigen Übung «Trident Juncture» teil, die am 21. Oktober in Spanien, Portugal und Italien begonnen hate. Spanien ist mit 8.000 Soldaten, mehr als 100 Panzern sowie 13 Schiffen, vier Hubschraubern und zwei Flugzeugen vertreten.

 

 

In Portugal protestieren Werktätige

 

Auch in Lissabon fand am Samstag eine Demo gegen das große Nato-Manöver statt. Die Aktion unter dem Motto „Ja zu Frieden! Nein zu NATO-Militärübungen“ wurde vom «Verband der Werktätigen Portugals» (CGTP-IN) und anderen gesellschaftlichen Organisationen veranstaltet.

 

„Die Bewegung der Werktätigen verfolgt diese Thematik besonders aufmerksam. „Wir müssen Alarm schlagen. Denn im Krieg leiden das Volk und die Werktätigen am schlimmsten“, sagte CGTP-IN-Chefin Ana Pires in einem exklusiven Interview mit «Sputnik».

 

 

Kommunisten empört

 

Die Kommunistische Partei Portugals verurteilte das Nato-Manöver und die portugiesische Beteiligung daran. In einer Erklärung warf die KP dem nordatlantischen Militärbündnis vor, „die internationalen Beziehungen zu militarisieren, nach Osteuropa zu expandieren und im Mittelmeerraum, Nordafrika und im Nahen Osten zu intervenieren.“

 

 

 

Unterstützung für Newsfront