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Im Verlauf ihres Treffens vom 17. August haben die Außenminister Russlands und Irans, Sergei Lawrow und Mohammed Dschawad Sarif, eine Reihe von strategischen Fragen besprochen, aber den Journalisten längst nicht alles mitgeteilt.

 

Quelle: Rostislaw Ischtschenko

Übersetzt aus dem russischen: Thomas

 

Der Präsident des Zentrums der Systemanalyse und der Prognostizierung, Rostislaw Ischtschenko, analysierte die Ergebnisse des Treffens von Sergei Lawrow mit dem Iranischen Kollegen Dschawad Sarif.

 

 

Die Aufhebung der Sanktionen

 

Beide Seiten beabsichtigen, die wirtschaftliche Zusammenarbeit und den Handel wieder herzustellen und das ungeachtet der Verzögerung von Seiten der USA wegen der offiziellen Ratifizierung des Nuklearprogramms. Es gibt die Meinung, dass das Statedepartment nicht nur beabsichtigt, die Aufhebung des Iranischen Sanktionspaketes zu verhindern, sondern auch, sie zu verlängern. Ungeachtet dessen ist Russland zu den Verhandlungen im Vorgriff bereit, was die Normen des internationalen Rechtes an und für sich nicht verletzt.

 

 

Der Preis für das Erdöl

 

Das Erstaunen vieler Ökonomen über die Unterstützung bei der Abnahme des Erdölembargos durch Moskau kann man damit erklären, dass bei den Verhandlungen Lawrows mit Sarif das Thema des Erdölmarktes ganz sicher erwähnt wurde. Ihre Positionen zu den Preisen für das Erdöl synchronisierend, können die Länder nicht nur den Markt vorm Abstürzen bewahren, sondern auch gut verdienen. Als Zeichen der Dankbarkeit für die riesige Arbeit Russlands bei der Abnahme der Beschränkungen vom Iran, hat Lawrow wahrscheinlich um Hilfe beim Abklären der Positionen Russlands in der OPEC gebeten.

 

 

Kein einheitlicher Markt

 

Rostislaw Ischtschenko ist überzeugt, dass beide Seiten auch die Fragen der militär-technischen Zusammenarbeit besprochen haben. Iran braucht die modernen Systeme der Luftabwehr, wie auch dringend bei der großzügigen Umrüstung der Armee. Teheran wird im Westen aus den bekannten Gründen keine Waffen einkaufen können und selbständig alle Komponenten erneuern kann es einfach nicht mit den eigenen Kräften.

 

 

Die syrische Frage

 

Im Verlauf der militärischen Zusammenarbeit beider Seite wurden gleiche Auffassungen zur Frage der Wiederherstellung der Stabilität im Nahen Osten geäußert. In der Planung befindet sich die Bildung einer militärisch-politischen Allianz im Großen Nahen Osten. Es gibt vollständige Übereinstimmung in allen Fragen der Regelung des Konfliktes in Syrien. Wie bekannt hat Russland eine konsequente Position in der syrischen Frage seit dem Beginn des Konfliktes im Jahre 2011 eingenommen und dann im Jahr 2013 Bombardierungen von Damaskus nicht zugelassen. Abgelenkt von den brennenden Feuern des Bürgerkrieges in der Ukraine hat Moskau seine Aktivitäten in der syrischen Richtung verringert, was die Weltöffentlichkeit veranlasst hat, über den russischen Rückzug aus der Regelung der Opposition in Syrien nachzudenken. Auf dem Treffen hat Lawrow aber ganz klar gesagt, dass der Kreml seine aktive Arbeit fortsetzen wird.

 

 

Die Einhaltung der Versprechen

 

Iran leistet der syrischen Regierung ganz konkrete militärische Unterstützung verbunden mit ökonomischer Hilfe und trägt politisch zur Lösung der Krise bei. Die Solidarität Moskaus mit Teheran zeugt davon, dass Russland im militärischen Plan nicht nur der syrischen Armee helfen wird, sondern auch den iranischen Truppen, die am Krieg mit ISIL teilnehmen. Natürlich handelt es sich nicht um den Einsatz der “höflichen Menschen” mit den Trikoloren auf den Schulterklappen. Schneller – die Lieferung von Panzertechnik, von Waffen und von allerlei Vorräten. Diese Handhabung wird keine stürmische Reaktion der Gesellschaft hervorrufen, da die Kämpfer Lieferungen von westlichen Mustern von Waffen und Technik regelmäßig bekommen. Eine festgelegte Überführung durch Jordanien enthielt die Ausrüstungen und mehr als 100 Panzer in 2013.

 

Die Solidarität mit dem Iran gibt eine klare Antwort auf die Frage darüber, welche Seite Moskau in der Nahöstlichen globalen Opposition einnehmen wird. Saudi-Arabien wurde die Lieferung der einzigartigen Komplexe S-400 zweimal abgesagt, in den Jahren 2009 und 2013, und Russland unterstützt den antiextremistischen Block, der gegen die sunnitischen Monarchien des Persischen Golfs (zum Beispiel Jemen) auftritt, die sich aktiv mit ISIL solidarisieren und sogar für seine Berechtigung eintreten.

 

 

Durch den Kaukasus in den Nahen Osten

 

Die Erhöhung der Aktivitäten Moskaus in nahöstlicher Richtung wird garantiert zur Erhöhung der Aufmerksamkeit für den Kaukasus führen, der Russland vom Iran und dem zu schaffenden Großen Nahen Osten trennt.

 

Aserbaidschan wird ein strategisch wichtiges Transitterritorium, da Georgien und Armenien ziemlich abgekühlte Beziehungen zu Moskau haben.

 

Die Frage, warum zwischen Baku und Teheran keine normalen Beziehungen gelingen, beantwortet sich folgendermaßen: Iran unterstützte Armenien, dass sich mit Aserbaidschan im Konflikt um Nagorni Karabach befindet und Aserbaidschan ist auf die NATO – Türkei — den potentiellen Gegner Irans — ausgerichtet. Die Beziehungen mit Ankara einzustellen hat sich auch bei Moskau nicht ergeben.

 

Die gute Neuheit besteht darin, dass Baku gezwungen sein wird, auf den konstruktiven Dialog mit den Nachbarn einzugehen, es würde sonst riskieren, sich in die regionale Isolierung zu manövrieren, was von einem Blick auf die politische Karte der Region leicht bestätigt wird.

 

In der Temperatursteigerung der Beziehungen helfen können auch die Pläne der Länder von der Bildung der “Neuen Seidenstrasse”, die durch das iranische Territorium gehen soll und in Baku zugemacht werden könnte. Ob man extra erwähnen muß, dass in solchen Fragen Geld das beste Argument ist?

 

 

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