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Die U.S. Army hat in Antwerpen über 50 Kampfpanzer entladen, die für «Trainingszwecke» erst in Mannheim und dann in osteuropäischen NATO-Staaten eingelagert werden sollen.

 

Quelle: Bericht und Foto von Staff Sgt. Warren W. Wright Jr., 21st TSC WWW.ARMY.MIL, 28.04.15

 

Qelle auf Deutsch: Luftpost

 

 

KAISERSLAUTERN, Deutschland – Soldaten der 16th Sustainment Brigade (in Baumholder) und des 21st Theater Sustainment Command / TSC (in Kaiserslautern) haben mit Mitarbeitern von Behörden der USA und Belgiens am 24. April im Hafen von Antwerpen bei der Entladung eines weiteren European Activity Set / EAS zusammengearbeitet. (Dieses Set, das zunächst in Mannheim und später in einem östlichen NATO-Staat deponiert werden soll, besteht aus Fahrzeugen und Ausrüstung für ein aus den USA nach Europa rotierendes komplettes Kampfbataillon).

 

Die über 50 Fahrzeuge werden auf Binnenschiffe verladen, zu den Coleman Barracks in Mannheim transportiert, dort als Teil einer Fahrzeug- und Ausrüstungsreserve zwischengelagert und kommen später in Depots in Osteuropa; dort stehen sie US-Einheiten zur Verfügung, die zu Trainingszwecken oder im Ernstfall aus den USA nach Europa rotieren.

 

Entladen wurden neben zahlreichen Kampfpanzern des Typs M1 Abrams und Schützenpanzern des Typs M2 Bradley auch die sonstige Ausrüstung, die ein nach Europa rotierendes US-Kampfbataillon für Trainings- und andere Einsätze braucht. Bei der Planung solcher Operationen müssen viele zivile Behörden und militärische Dienststellen eng kooperieren. In Antwerpen waren beteiligt: das 21. TSC, die 16. Sust. Bde., die belgische Armee, der Hafenmeister von Antwerpen, das Surface Deployment and Distribution Command und private Unternehmen.

 

«Solche Operationen müssen gut koordiniert werden,» erklärte Major Brandon Wilkins, der Offizier, der beim 21. TSC für komplizierte Transporte zu Wasser und zu Lande verantwortlich ist. «Nur wenn die Synchronisation klappt, läuft alles reibungslos.»

 

Beim Transport über Antwerpen zum Bestimmungsort Coleman Barracks waren einige Probleme zu überwinden.

 

«Es war anders als sonst, weil wir einen solchen Transport zum ersten Mal über Antwerpen abgewickelt haben,» erläuterte Wilkins, der in Detroit geboren ist. «Deshalb mussten wir bis zur letzten Minute hart arbeiten.» «Schließlich hat alles geklappt,» fügte er hinzu. «Die Ausrüstung ist angekommen und wird bald an ihren Bestimmungsort weitergeleitet.»

 

Für die beteiligten Soldaten war die Operation eine großartige Gelegenheit, ihre Fähigkeiten bei einem Job zu erproben, der nicht besonders häufig vorkommt.

 

«Ich liebe solche Transporte, die über Häfen laufen, weil ich auch an dem gesamten Planungsprozess beteiligt war,» sagte Leutnant (w) Deniece Tukaufu, eine Transportoffizierin der 16. Sust. Bde., die in Kapolei auf Hawaii geboren ist. «Es geht nicht nur darum, die Ausrüstung in Empfang zu nehmen und die Seriennummern zu überprüfen, auch der Weitertransport muss organisiert werden.»

 

Frau Tukaufus Team ist zusammen mit Soldaten der belgischen Armee für die Sicherung der im Hafengelände abgestellten Ausrüstung bis zu deren Verladung auf Binnenschiffe verantwortlich. Die U.S. Army in Europa will durch die Verlegung von Fahrzeugen und Ausrüstung in Depots in Osteuropa Zeit, Geld und zusätzlichen Aufwand sparen, weil dann nur noch die Soldaten und nicht die Fahrzeuge und die Ausrüstung über den Ozean nach Europa rotieren müssen. Die Army kann dann auch schneller auf Anforderungen ihrer Kommandeure in Europa reagieren.

 

(Wir haben den Artikel komplett übersetzt und mit Ergänzungen und Links und Hervorhebungen versehen. Darin wird ganz offen zugegeben, dass die Bereitstellung der US-Panzer in Osteuropa auch für den «Ernstfall», also für einen Krieg gegen Russland erfolgt. Anschließend drucken wir den Originaltext ab.) — Luftpost