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Russland feiert den Jahrestag des Kriegsendes und den Sieg über Nazi-Deutschland traditionell mit einer Militärparade auf dem Roten Platz. Zu der Veranstaltung reisen gewöhnlich viele ausländische Spitzenpolitiker an. Gerhard Schröder hatte 2005 als erster deutscher Kanzler an der Parade teilgenommen, Merkel war 2010 dabei. Die Einladungen gerade an die Deutschen galten als Zeichen der Versöhnung und Beleg für ein normalisiertes Verhältnis zwischen beiden Ländern.

 

Merkel nimmt nicht an der Moskauer Militärparade zum 70. Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland teil

 

Angela Merkel reist nicht zur traditionellen Weltkriegsgedenkfeier nach Moskau. Sie habe entschieden, dass es ihr «unmöglich ist, am 9. Mai an einer Militärparade auf dem Roten Platz teilzunehmen», wie die ZEIT mitteilt: «Ein Besuch der Feierlichkeiten wäre ein Affront gegen die ukrainische Regierung gewesen.»

 

Deutschland ist so dankbar dafür, vom Nationalsozialismus befreit worden zu sein, dass die Frau Kanzlerin nicht an der Militärparade in Russland teilnehmen will. Der Nation, die die grössten Opfer im 2. Weltkrieg zu beklagen hatte und die den grössten Anteil am Sieg gegen Hitlerdeutschland hat, wird nicht den notwendigen Respekt und die erforderliche Würdigung entgegengebracht. Schade, wenn man als Regierung des von Deutschland angezettelten 2.WK inclusive dem unendlichen Leid, welches der Welt zugefügt wurde, nun auch noch die Befreier schmäht. Reue über die Verbrechen Nazi-Deutschlands scheint unmodern geworden zu sein.

 

Die Rolle Deutschlands beim Marsch der NATO über die Osteuropäische Ebene wird immer deutlicher

 

Welch eine geisteskranke Einstellung, die die ZEIT unverschämt veröffentlicht: «Hintergrund der Entscheidung ist die Rolle Russlands im Ukraine-Krieg. Ein Besuch der Feierlichkeiten wäre ein Affront gegen die ukrainische Regierung gewesen.»

 

Damit spuckt Merkel auf die Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg dann, wenn es transnational-sozialistischen NGOs in die Schemata passt. Im Grunde folgt dies durchaus einer Tradition und gegenwärtig ist viel Wasser auf Mühlen ukrainischer und westlichen Nationalisten.

 

Die ehemalige Funktionärin des DDR-Unrechts-Regimes nimmt Rücksicht auf eine Junta, in deren Diensten Nazi-Verbände kämpfen und bespuckt damit die Opfer der Vorgänger dieser Mörder. Statt zurückzutreten hechelt Merkel wie ein pubertärer, pickliger Teenie einem US-Präsidenten nach, der in die Geschichte nicht nur als unfähig, sondern auch als Massenmörder (Lynchmorde per Drohne) und Datendieb eingehen wird.

 

Die Fahne hoch, die Reihen fest geschlossen

 

Kompliment an das State Department:

  • Russland isoliert
    EU/Russland auf Jahre gespalten
    Nato Ostgrenze bald nochmal 1200 km nach Osten verschoben
    Die wahrscheinlich fruchtbarsten Böden des Planeten (Ukraine) in den Einflussbereich der US-Agrarindustrie gebracht
    Der deutschen Wirtschaft mit den Sanktionen noch einige Knüppel in die Beine geworfen

Merkel & Co. spielen mit und phantasieren etwas von transatlantischer Freundschaft. Die USA haben keine Freunde — sie haben Interessen.

 

Schon Hitler nannte den Feind im Osten und nun die Nato macht das Gleiche. Was für fatale Fehler. Von Russland geht keine militärische Gefahr aus. Den Westen gäbe es schon lange nicht mehr. Von Russland ging auch vor dem 1. und vor dem 2. Weltkrieg keine Gefahr aus. Der Westen musste hin gehen, dort alles kurz und klein schlagen, bis sich Russland zu wehren begann.

 

Dem Ganzen liegt die Annahme zu Grunde, dass die Russen NATO-Länder angreifen wollen. Dafür gibt es aber überhaupt keine Anhaltspunkte. Die Russen wollen keinen Krieg, sie wollen die Akzeptanz ihrer Interessen, wie sie auch die Interessen anderer zu akzeptieren haben. Sie brauchen kein Rohstoffe.

 

Passt schon

 

Wenn man, nur zum Beispiel, unter anderem das Asow Bataillon mit seinen Wolfsangeln, Schwarzen Sonnen, Hakenkreuzen und SS-Runen klaglos akzeptiert, eine Partei wie Jazenjuks «Volksfront» unterstützt, die den Sozialnationalisten Andrij Parubij in ihren Reihen hat und die Parlamentskandidatur von Andrij Biletzkyj — «The historic mission of our nation in this critical moment is to lead the White Races of the world in a final crusade for their survival,’ [Biletsky] wrote in a recent commentary. ‘A crusade against the Semite-led Untermenschen.»- gefördert hat, sowie die Kämpferin «Anaconda» vom Aidar Bataillon auf den Seite den Guten sieht, die vor einem Lieferwagen mit den Insignien der berüchtigten SS-Sondereinheit «Dirlewanger» und der Zahl «1488» posiert — und wenn man zu all diesen bekennenden Nazis nichts sagt, dann ist klar, auf welcher Seite der Westen in Bezug auf den Zweiten Weltkrieg steht: Auf der Seite der Deutschen.

 

Zusammengefasst: Merkel unterstützt unter anderem diejenigen in der Ukraine, die die deutsche Niederlage im Zweiten Weltkrieg bedauern: Banderisten und Nazis. Warum also sollte sie den Sieg über Nazi-Deutschland feiern?

 

Ukraine ist nur ein Vorwand

 

Es ist ein falsches Zeichen des Kriegsverlierers Deutschland an der Veranstaltung nicht teilzunehmen, die russischen Panzer fahren auf der Parade schon seit 70 Jahren und haben nichts mit dem gegenwärtigen Ukrainekonflkt oder der dem Tod eines Kritikers Putins zu tun.

 

Die Zeit schreibt weiter: «Die Präsidenten Litauens, Lettlands und Estlands, Dalia Grybauskaitė, Andris Bērziņš und Toomas Hendrik Ilves, werden ebenfalls nicht nach Moskau kommen. Auch US-Präsident Barack Obama wird der Einladung nach russischen Angaben nicht nachkommen.»

 

Was wir heute erleben dürfen sind weitgehende Schritte, mit denen die Geschichte massiv umgeschrieben wird. Balten, Polen und Westukrainer schwärmen längst von der guten, gemeinsamen Geschichte, als man Schulter an Schulter mit dem Deutschen Soldaten gegen die «Russenschweine» kämpfte. Den «Generalplan Ost», der die Reduzierung der einheimischen Völker auf 49% (im ersten Schritt) und Eindeutschung der Gebiete vorsah, blenden die Kollaborateure lieber aus.

 

Der «Ersatztermin» am 10.05. ist absolut lächerlich und schwächt Ansehen Deutschlands unter Merkel in Russland extem
«Sie will nun am 10. Mai nach Moskau reisen und zusammen mit Putin das Grabmal für den unbekannten Soldaten an der Kremlmauer besuchen. Dort könne man «in Würde und gemeinsam» des Zweiten Weltkriegs gedenken. Einen entsprechenden Vorschlag habe sie Putin telefonisch übermittelt, heisst es. Der Präsident habe zugestimmt.»

 

Das ist ein schlag ins Gesicht aller Russen. Frau Merkel, im zweiten Weltkrieg sind 14’000’000 russische Zivilisten umgekommen — durch den Rechtsvorgänger der Bundesrepublik. Gut, dass sie die einfach so vergessen, waren ja eh nur Russen.

 

Die Versuche, die Geschichte neuzuschreiben, zielten darauf ab, «das Ansehen Russlands zu beschädigen, ihm den Status als Siegermacht – samt allen daraus resultierenden völkerrechtlichen Folgen — wegzunehmen und die Völker zu verfeinden und zu spalten», sagte Putin am Dienstag, 17.03 in Moskau bei der Erörterung der Vorbereitungen auf die Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg. Russland muss «die Wahrheit über den Krieg, über den Beitrag des sowjetischen Volkes zum Sieg und über die entscheidende Rolle der Sowjetunion bei der Zerschlagung des Nazismus argumentiert und mit Nachdruck verteidigen».

 

Jetzt starten die Russen eine Aktion, «Gratuliere Angela Merkel zum Siegestag!» Die Facebook-Aktion, die ein Arzt aus der russischen Stadt Nowokusnezk gestartet hat, wird in den sozialen Netzwerken immer populärer. Wadim Raskin, der Initiator forderte am 11. März, als bekannt wurde, dass die Bundeskanzlerin nicht zur Siegesparade am 9. Mai nach Moskau kommen wird, die User zu einem «Flashmob» auf: Die Teilnehmer sollen ihre Glückwünsche per Post an die Adresse «Willy-Brandt-Strasse 1, 10557 Berlin Bundeskanzleramt, Fr. Angel Merkel» schicken.

 

Nach seinen Angaben wurde seine Initiative auch von Einwohnern anderer Länder wie auch von zahlreichen russischen Emigranten im Ausland unterstützt. «Merkels Ablehnung, nach Moskau zu kommen, ist nicht nur eine Kränkung für Russland, damit bringt sie auch die Deutschen in eine widersprüchliche Situation», so Raskin. «Sollte Angela dennoch begreifen, dass der Siegestag nicht nur ein russischer, sondern unser gemeinsamer Festtag ist, würde dies bedeuten, dass das Ziel der Aktion erreicht ist.»

 

Er betont, dass die User, die sich der Aktion anschliessen wollen, «von Beleidigungen und Kränkungen» an die Adresse der Bundeskanzlerin absehen sollten.

 

Quellen: Die ZEIT, die ZEIT-Kommentare, Topwar.ru, sputnik, Fit4russland