EU bekommt eurasischen Partner: London und Paris setzen auf Kasachstan

   Дата публикации: 09 ноября 2015, 14:29

 

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REUTERS/ Jacques Brinon

 

Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew hat Großbritannien und Frankreich einen Besuch abgestattet. Nach den Gesprächen in London und Paris wurden Investitionsabkommen im Wert von zehn Milliarden US-Dollar unterzeichnet. Kasachstan wird zum eurasischen Partner in der Europäischen Union.

Quelle: SputnikNews

 

 

Die Europa-Reise Nasarbajews fand nach dem Besuch von US-Außenminister John Kerry in Zentralasien statt. „Mit den Staats- und Regierungschefs der Länder gab es konstruktive Gespräche. Kasachstan wird als wichtigstes Land Zentralasiens betrachtet. Der Besuch Nasarbajews in Großbritannien und Frankreich hat gezeigt, dass Kasachstan auch für die Europäische Union der größte eurasische Partner ist. Dieser Besuch ist auch für Russland wichtig“, sagte der Politologe Juri Solosobow.

 

Nasarbajew traf sich in London mit dem britischen Premier David Cameron, hatte ein Mittagessen mit Königin Elisabeth II. im Buckingham Palace und verhandelte mit Lord Jacob Rothschild. Dabei gab der kasachische Präsident den britischen Unternehmern zu verstehen, dass er nicht wegen des Geldes, sondern wegen Vorschlägen für Geschäfte gekommen ist. „Ich lade Sie ein, in Kasachstan zu tätig zu werden. Wir bitten um nichts, laden Sie jedoch zu uns ein, Geschäfte zu machen und Geld zu verdienen“, so Nasarbajew.

 

Der kasachische Präsident verkündete die Einrichtung eines internationalen Finanzzentrums in Astana und äußerte Interesse an der weiteren Festigung der Partnerschaftsbeziehungen. Rothschild sprach von guten Aussichten Kasachstans beim Erhalt des Status eines Finanzhubs in Zentralasien. Nach den Verhandlungen wurden 40 Abkommen im Gesamtwert von fünf Milliarden US-Dollar unterzeichnet.

 

Das internationale Finanzzentrum in Astana soll günstige Bedingungen für die Marktteilnehmer bieten. Wie Solosobow betonte, richtet sich Kasachstan nicht nur nach dem britischen Recht und den Standards der führenden Finanzhubs weltweit, sondern nutzt auch Englisch als Arbeitssprache. Das Finanzzentrum in Astana soll eine starke Institution für langfristige Investitionen zur Entwicklung der Infrastruktur und anderer strategischer Projekte im eurasischen Raum werden – und das nicht nur für Kasachstan, sondern auch für Russland.

 

 

Über das Thema Finanzen wurde auch in Paris gesprochen, wo Nasarbajew Investitionsabkommen im Wert von fünf Milliarden US-Dollar vereinbart. Nasarbajew zufolge liegt der gegenseitige Handelsumsatz trotz der nicht einfachen Wirtschaftslage in den letzten Jahren bei sechs Milliarden US-Dollar. In Kasachstan sind 130 französische Unternehmen tätig. Die französischen Investitionen in die Wirtschaft Kasachstans beliefen sich in den letzten zehn Jahren auf rund zwölf Milliarden US-Dollar.

 

„Kasachstan sieht sich mit ernsthaften Wirtschaftsproblemen konfrontiert, die mit dem Rückgang der Rohstoffpreise und den Auswirkungen der allgemeinen Wirtschaftskrise im postsowjetischen Raum verbunden sind. Die aktuellen Wirtschaftsreformen in Kasachstan erfordern eine Erhöhung der ausländischen Investitionen, darunter der europäischen und nicht nur der chinesischen“, sagte der Experte des Moskauer Instituts für internationale Beziehungen (MGIMO), Andrej Kasanzew.

 

Kasachstans Politik sei „multidimensional“. Die europäische Richtung sei in dieser Politik neben der russischen und chinesischen Richtung strategisch wichtig, so der Experte.

 

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