Die Hisbollah – Gemeinsam mit Assad gegen den „Islamischen Staat“ und die Al-Nusra Front

Дата публикации: 05 ноября 2015, 22:01

 

Hisbollah-Flagge-Assad

Die Hisbollah-Flagge vor einem Assad-Plakat.

 

Bereits seit Beginn des Syrien-Krieges kämpft die libanesische Bürgermiliz Hisbollah unter der Führung von Sayyed Hassan Nasrallah mit der syrischen Armee Seite an Seite gegen die Terroristen im Land. Die Hisbollah-Kämpfer gelten als eine der stärksten Armeen der Welt. Selbst Christen schließen sich der Miliz aus dem Libanon an.

 

Quelle: Contra Magazin

Von Christian Saarländer

 

Ihr Potential stellten die libanesischen Freiheitskämpfer gegen Israel unter Beweis, nachdem sie Teile der Golan-Höhen wieder zurückerobert haben. Die Hisbollah oder Hizb-Allah, übersetzt „Partei Gottes“ ist nicht nur eine Miliz von freiwilligen Kämpfern und Paramilitärs, sondern auch eine Partei, die im libanesischen Parlament vertreten ist. Aktuell berichten Agenturen aus Syrien, Libanon und dem Iran von den Erfolgen der Miliz im Syrien-Krieg.

 

 

Angeführt wird sie von ihrem Generalsekretär, dem 55 Jahre alten Sayyed Hassan Nasrallah – der vom Westen wohl meist gesuchte Mann der Welt. Der oberste geistige Führer ist der Iraner Ali Chamenei, der oberste Rechtsgelehrte im Iran, der auch als religiöser und politischer Führer des  schiitischen Irans gilt. Auch iranische Milizen sind im syrischen Krieg involviert, der durch westliche Interventionen und dem „arabischen Frühling“ entfacht wurde. Ideologisch betrachtet gehören die libanesische und die iranische Miliz zusammen.  Auf YouTube sind solche Videos keine Seltenheit.      

 

 

         

 

 

Ihre offizielle Gründung wird auf 1985 datiert. Aber bereits 1982 wurde die Hisbollah bekannt, nachdem sie gegen die Invasion Israels erbitterten Widerstand leistete. Seine letzte Rede wurde von der Aktivisten-Plattform Electronic Resistance ins Englische übersetzt. Das InformationsportalElectronic Resistance wird von Aktivisten aus aller Welt betrieben.   Das untere Video von der Electronic Resistance, stellt die Miliz und ihren Anführer Nasrallah vor. Gezeigt wird unter anderem wie ein Soldat in den Golan-Höhen eine Israel-Fahne gegen die gelb-grüne Hisbollah-Flagge austauschte. Bevor der tapfere Kämpfer stolz seine Flagge hisst, tritt er die Israel-Flagge mit Füßen. Die Video-Sequenz mit seinem Führer Nasrallah wurde mit englischen Untertiteln versehen.

 

 

               

 

 

  Die Vereinten Nationen hingegen kritisieren lediglich, dass sie bewaffnet kämpfen, ohne sie als Terroristen zu bezeichnen. Aktuell bombardiert die israelische Luftwaffe die Hisbollah in Syrien, wie die Jerusalem Post schreibt. Israelische Bombenangriffe in Syrien werden in westlichen Medien kaum erwähnt.     

 

 

Die Hisbollah kämpft gegen die Ausbreitung Israels und lässt sich im eigenen Land nicht unterdrücken. Selbst israelische Militärs zollen der Armee ihren größten Respekt. Auf diesem Video lobt ein israelischer Offizier die Schlagkraft der Bürgermiliz, die offen die Palästinenser unterstützt. Zudem kämpfen sie im Irak gegen die Ausbreitung des Islamischen Staates (IS).

 

 
In den Syrien-Krieg traten die bewaffneten Hisbollah-Kämpfer erst im April 2013 ein, nachdem Nasrallah die Unterstützung der syrischen Regierungstruppen in einer Ansprache bestätigte. Es war die Reaktion auf Attacken der syrischen Opposition auf libanesische Grenzdörfer.

 

Die Ideologie der Hisbollah ist der schiitische Islam, die zweitgrößte muslimische Strömung. Sie lehnen sowohl Al-Quaida als auch ISIS/ISIL ab und kämpfen seit Jahren gegen diese Gruppierungen. Zudem ist ihnen die „Verwestlichung“ im Nahen Osten ein Dorn im Auge.

 

Die Anzahl der Hisbollah-Kämpfer ist umstritten und zwischen 300 und 20.000 Kämpfern ist jede Zahl vertreten. Deren Mitglieder sollen sich auch in Deutschland aufhalten. Für das Mykonos-Attentat 1992, wo im Berliner Wilmersdorf vier kurdische Exilpolitiker erschossen wurden, sollen iranische Hisbollah-Mitglieder verantwortlich gewesen sein. Allerdings ist der Drahtzieher Kazem Darabi der iranischen Hisbollahi zuzuordnen.

 

Die Nachrichtenagentur Al-Masdar News berichtet über den erfolgreichen Einsatz in Syrien. Aus Homs und Aleppo werden in jüngster Zeit die Erfolge des Hisbollah-Einsatzes an der Seite von Präsident Assads Truppen gefeiert, was wiederum dafür spricht sie als eine der stärksten Armeen der Welt zu bezeichnen.

 

 

 

 

Unterstützt wird sie vor allem vom Iran, wo ebenfalls eine Hisbollah-Bewegung während der islamischen Kulturrevolution zwischen 1980-1987 entstanden ist. Doch nicht nur Muslime, sondern auch Christen kämpfen inzwischen in Bataillonsstärke für die schiitische Miliz, wie uns das untere Video zeigen will. Kritisiert wird die Hisbollah allerdings für die Rekrutierung von Kindern.

 

 

Seit dem Libanon-Krieg im Jahre 2006 gab Nasrallah westlichen Medien keine Interviews mehr, nachdem der Westen einseitig über den Konflikt berichtete.Erst Julian Assange schaffte es mit seiner Sendung „The World Tomorrow“ auf RT im Jahre 2012 die Funkstille zu durchbrechen. Nasrallah war gleich in der ersten Episode Gast. Weltweit wurde dieser Coup als eine Sensation gefeiert.

 

 

 

 

 

Das Interview in englischer Sprache kann man sich oben anschauen. Unter anderem geht es um den Konflikt zwischen Israel und Palästina, wo Nasrallah sich eindeutig auf die Seite der Palästinenser stellt und Israel einen „illegalen Staat“ nennt. Er wirkt dabei ruhig und freundlich und reagiert besonnen auf die kritischen Fragen von Assange, der sich bei seinen Fragen immer wieder auf WikiLeaks-Dokumente bezieht.

 

Um die Hisbollah ranken sich viele Mythen. Unter anderem brachte man die Hisbollah auch mit der Roten Armee Fraktion (RAF) in Verbindung. Angeblich sollen sich Mitglieder der RAF in den 1980er Jahren bei der Hisbollah-Miliz ausgebildet haben.

 

Die Bombe, die als Sprengfalle für den Mordanschlag gegen Alfred Herrhausen verwendet wurde, soll aus dem Libanon stammen. Als Indiz hierfür wird die Tatsache herangezogen, dass die Hisbollah diese Technik zur gleichen Zeit verwenden haben soll. Allerdings ist weder die Täterschaft der RAF noch der Ursprung der Bombe zweifelsfrei bewiesen.

 

 

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