Syrien – USA kündigen Einsätze für Bodentruppen an

Дата публикации: 03 Ноябрь 2015, 21:56

 

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Foto: Das Pentagon Sicht nach Nordosten mit dem Potomac River und Washington Monument im Hintergrund / Master Sgt. Ken Hammond, U.S. Air Force / public domain

 

In Syrien und dem Irak sollen nach dem Willen des amerikanischen Präsidenten demnächst Einsätze von Bodentruppen, vor allem von Spezialeinheiten, beginnen.

Quelle: Neopresse

 

Am Dienstag informierte der Verteidigungsminister Ashton Carter den Senat über direkte Aktionen des Militärs vor Ort. Die neuen Planungen Washingtons stehen wohl auch im Zusammenhang mit dem Tod eines Offiziers der Special Forces im Irak und dem Wunsch die Milizen des „Islamischen Staates“ so effizienter zu bekämpfen.

 

Noch vor wenigen Tagen versetzte, man kann auch deuten „feuerte“ Barack Obama US-General Michael Nagata, den Kommandanten der Special Forces. Nagata hatte die Aufgabe im Rahmen eines Ausbildungsprogrammes 15.000 syrische Rebellen über einen Zeitraum von drei Jahren an modernster Waffentechnik zu unterrichten, um diese in den Kampf gegen das syrische Militär zu schicken. Das 500 Millionen teure Programm wird nun ausgesetzt und der US-General wird künftig eine leitende Position der Anti-Terrorismus-Abteilung des US-Militärs bekleiden. Nach Planungen des Pentagons werden die USA zukünftig nur noch Waffen und Munition an die „syrischen Rebellen“ liefern.

 

Insgesamt gelten diese Lieferungen immer noch als problematisch, da in der Regel Teile der Waffen und Munition auch bei Kräften des „Islamischen Staates“ auftauchen. Des Weiteren definiert sich der Begriff „Rebellen“ bei operativen Überlegungen des US-Militärs augenscheinlich schwierig, da auch Kräfte der „Al-Nusra Front“ Lieferungen erhalten haben, obwohl diese als eindeutiger Ableger von „Al-Qaida“ gelten und dem „IS“ damit nahe stehen.
Das Hauptaugenmerkt der US-Regierung liegt aber weiterhin darin, die gemäßigten „syrischen Rebellen“ verstärkt zu unterstützen. Die strategischen Planspiele einer nun auch durch den Einsatz des russischen Militärs erweiterten Lage, sind nicht nur kompliziert, sondern erwecken den Verdacht, dass die Amerikaner weiterhin versuchen, alles Erdenkliche umzusetzen, um das Heft des Handelns inne zu behalten.

 

Alle Überlegungen des US-Verteidigungsministers hinsichtlich einem, wie auch immer gearteten Einsatz bezüglich von Bodentruppen, bedürfen in jedem Fall einer Absprache mit Russland. Diese wird unter vorgehaltener Hand auch schon stattgefunden haben. Die beiderseitigen Luftschläge in Syrien und dem Irak sind ohne Koordination kaum umsetzbar. Auch die US-Haltung zum Iran wird seitens des amerikanischen Sicherheitsstabes überdacht. Ein Sprecher des State Departements sagte vor kurzem, er gehe davon aus, dass der Iran zum bevorstehenden Treffen in Wien eingeladen werde. Ob die iranische Führung diesem Aufruf folgen werde, ist bislang nicht gewiss, aber das amerikanische Entgegenkommen gegenüber dem Iran, einem der engsten Verbündeten Präsident Assads, wäre unlängst noch kaum vorstellbar gewesen.

 

Barack Obama und der saudische König Salman, betonen derweil immer wieder die enge Zusammenarbeit im Kampf gegen den „IS“. Der russische Präsident Putin, der unterdessen auch zu Gesprächen mit dem syrischen Präsidenten Assad zusammentraf, muss hingegen ebenso Überlegungen anstellen, ob eine weitere Zukunft Syriens mit Assad überhaupt vorstellbar ist. Die Koordination der Großmächte in den derzeitigen Wirren des syrischen Krieges, ist in jedem Fall besser geworden und vorhanden.

 

Die angekündigten Bodentruppeneinsätze der Amerikaner dürften sich zunächst auf Gebiete im Irak beschränken, bevor ein weiteres Zusammenwirken aller Beteiligten nicht abgewägt und geklärt ist.

 

 

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