Proteste in Montenegro mit Polizeigewalt gestoppt

   Дата публикации: 26 октября 2015, 00:00

 

 

In Montenegros Hauptstadt Podgorica fand eine regierungskritische Demonstration statt. Sie richtete sich vor allem gegen einen NATO-Beitritt ihres Landes. Dabei setzte die Polizei Rauchgrananten und Tränengas ein. Abgeordneten der Opposition verweigerte man später die Rückkehr zu ihrem Arbeitsplatz.

 

Von Christian Saarländer

Quelle: Contra Magazin

 

Bereits 39 Menschen wurden bei der Zerschlagung der gestrigen Demonstration während der Protestaktion der Oppositionellen in der Hauptstadt Podgorica verletzt. Etwa 15 Polizisten und 24 Zivilisten wurden ärztlich behandelt. Die Polizei verwendete Tränengas und Rauchgranaten. Dies teilte Raschko Konewitsch, der Chef des Innenministeriums von Montenegro, mit. Hier ein Augenzeugenvideo, welches News Front zugespielt wurde:

 

 

Die meisten Menschen wurden durch den Einsatz der chemischen Stoffe durch die Polizei verletzt. Es wäre notwendig gewesen, diese Sondermittel zu verwenden, um die Sicherheit und Ordnung im Land aufrecht zu erhalten und das staatliche Eigentum zu schützen, so Konewitsch weiter.

 

Nach der Zerschlagung der gestrigen Demonstration beim Parlamentsgebäude, die von der Opposition von der „Demokratischen Front“ angeführt wurde, haben die Protestler ihren Widerstand in die Stadt verlegt. Sie forderten unter anderem die Entlassung des Ministerpräsidenten Dukanovic, der seit 20 Jahren an der Macht ist.

 

 

Nach der Demo versuchten die oppositionellen Politiker Andrij Manditsch, Neboische Medoewitsch und andere Abgeordnete wieder an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren, doch die Polizei ließ sie nicht durch. Sie standen vor dem Parlamentsgebäude und warteten auf ihre Erlaubnis. Dort waren auch andere Teilnehmer der Demonstration, die Gegenstände auf die Polizisten warfen und somit den Protest weiterführten.

 

Montenegro gehörte nahezu 90 Jahre lang zu Jugoslawien und war von 2003 bis 2006 in einer Staatenunion mit Serbien. Seit dem Jahre 2006 ist der Staat mit seinen 625.000 Einwohnern wieder unabhängig. Der Staat der flächenmäßig ein wenig kleiner ist als Schleswig-Holstein ist Beitrittskandidat der Europäischen Union und der NATO.

 

 

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