Unter EU-Vermittlung: Weltbank bezahlt Kiew das russische Gas

Дата публикации: 15 Сентябрь 2015, 19:55

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Foto: Gazprom

 

Damit die Ukraine in den kalten Monaten nicht ohne das überlebenswichtige Erdgas dasteht, haben sich die EU und Russland über ein «Winterpaket» geeinigt, dem Kiew allerdings noch zustimmen muss. Bezahlt wird das Gas allerdings ohnehin von anderen.

Von Marco Maier

Quelle: Contra Magazin

 

Der nächste Winter klopft schon an die Türen der Ukrainer, die auf das russische Erdgas als Heizmittel angewiesen sind. Russland stellte die Lieferungen ein, weil sich Kiew weigerte, die Rechnungen zu bezahlen und weiterhin auf Sonderrabatte pochte, obwohl sie Russland zum Feind erklärt hatte. Indessen lieferten teilweise EU-Staaten russisches Erdgas in die Ukraine.

 

Russlands Energieminister Alexander Nowak sagte, dass die EU-Kommission mit der Weltbank verhandle, um die Tranche von 500 Millionen Dollar an Gazprom zur Begleichung der Rechnungen zu sichern. «Die EU-Kommission führt die Frage der Vergabe weiterer 500 Millionen Dollar aus den Mitteln der Weltbank zu Ende», so der Minister. Gazprom hingegen ist bereit, der Ukraine einen kleinen Rabatt für die Lieferungen einzuräumen. Der Endpreis wird dabei nicht unter den europäischen Spotpreisen liegen. Expertenschätzungen nach wird sich der Rabatt damit auf maximal 20 Dollar pro 1000 Kubikmeter belaufen. Allerdings muss die russische Regierung die genaue Höhe des Rabattes noch bestimmen.

 

Der ukrainische Energieminister Wladimir Demtschischin forderte noch im Sommer einen Rabatt von 30 bis 40 Dollar, was Moskau natürlich verweigerte. Der reguläre Gaspreis für 1.000 Kubikmeter liegt derzeit bei 247 Dollar. Mit den Finanzmitteln der Weltbank wäre damit eine Aufstockung der ukrainischen Gasreserven um über 2 auf gut 17 Milliarden Kubikmeter möglich. Ausreichen wird auch das nicht, zumal Schätzungen zufolge wahrscheinlich weitere 500 Millionen Dollar für den Ankauf von Erdgas aufgetrieben werden müssen. Ein ähnlich milder Winter wie im letzten Jahr wird wohl dieses Jahr nicht drin sein.

 

Indessen hat die ukrainische Regierung wieder angefangen, Kohle aus den Gruben in den Rebellengebieten aufzukaufen, um somit auch eine Alternative zum Erdgas zu haben. Zudem heizen auch nicht wenige Menschen in der Ukraine mit Kohle. Frühere Pläne die Kohle in Südafrika zu kaufen, haben sich nämlich in Luft aufgelöst. Die Südafrikaner wollen nämlich Geld dafür haben, was Kiew jedoch nicht bezahlen konnte.

 

 

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