Julia Braschnikowa : ”Obama, Obama, wem hast du die Grube gegraben”

   Дата публикации: 14 сентября 2015, 21:55

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Die USA machen sich die größten Bemühungen, um die Verbündeten von Russland auseinander zu treiben. Über die Gipfel von BRICS und SCO wurde in den amerikanischen Medien fast nichts berichtet – die Bürger brauchen nicht zu wissen, was Putin alles macht. Die fünfte Kolonne hat sich sehr bemüht, die Ergebnisse der Gipfel schwarz auszumahlen. Im Westen werden dem Russland hinterhältige Pläne nachgesagt: ein Imperium wiederherzustellen (EAG, GUS, OVKS), die Unterstützung der Nachbarn zu sichern (China, SCO), die Einwände der Kollegen abzuwürgen (die Kaspischen Fünf), die Absicherung für den Fall der finanziellen Schwierigkeiten zu organisieren, neue Märkte zu finden (BRICS) etc. Innerhalb des Landes wird dem Präsidenten im Gegenteil vorgeworfen, das Territorium an das allgegenwärtige China abzugeben, unverdiente Vorzüge zu verteilen und die Lieferungen   in die Partnerländer zu den erniedrigten Preise zu ermöglichen.

 

Übersetzt  durch ”team voicedonbass”

 

Aber, wie bekannt, benutzt Putin ein ironisches Prinzip des Ajkido, welches darin besteht, dass der Gegner unter der Last seiner eigenen Taten fällt, die bis zum Absurd getrieben wurden. Anders gesagt, man muss niemanden mit Gewalt irgendwohin treiben. Lieber abwarten, bis das der „Freund“ hinter der See macht. Das lustigste ist, dass er genau das auch tut.

Um die Vasallen und die Sklaven in der Einflusszone festzuhalten, benützen die USA konsequent: a) Pfefferkuchen, also die Schmeichelei und die kleinen Almosen an die Eliten; b) Peitsche, also Erpressung. Da die „Pfefferkuchenphase“ bezüglich Russland und seinen Verbündeten schon vorbei ist, bleibt im Arsenal des Gegners nur Trolling.

Jeder Fachmann, der mit den Kriminellen zu tun hat, würde sagen, dass die Erpressung und die Drohungen ein zweischneidiges Werkzeug ist. Das Verhalten des Opfers ist in dieser Situation schwer vorauszusagen. Einer bekommt Angst und zahlt. Ein Anderer kommt zum Treffen und gibt dem Erpresser eins auf die Schnauze. Irgendjemand rennt zur Polizei. Umso mehr, dass im amerikanischen Fall das Werkzeug von der mehrmaligen Benutzung schon etwas abgestumpft ist.

Folgende Fakten von Trolling haben wir in der letzten Zeit:

1) den ”ununterbrochenen Beschuss”  von Donbass mit dem Zweck, die Armee von Neurussland zum Angriff zu provozieren;

2) die Blockade von Transnistrien;

3) das Maidan in Armenien;

4) eine neue Militärstrategie von USA, wo Russland als eine der wichtigsten Bedrohungen genannt wird;

5) die Schießerei in der Mitte von Bischkek mit der Mitwirkung der Extremisten aus Kasachstan, die einen Terroranschlag auf den russischen Flugzeugstützpunkt geplant hatten;

6) den Versuch, in die UNO das Tribunal über die Boeing reinzuschleppen und das nächste Haufen der gefälschten Videos, der unbegründeten Behauptungen und sogar (!) einen Antrag auf den Schadenersatz (!!) gegen Strelkov (ist das ein Witz oder was?).

Es ist klar, dass die sowjetischen Republiken nicht lange auf so einem Pulverfass sitzen können. Erstens ist es sehr erschreckend. Falls es zum Maidan kommt – und keiner gibt natürlich Garantien, dass es nicht so weit kommt – dann, ausgehend vom Präzedenzfall mit Janukowitsch, wird nie mehr die Rede von der Rettung der Kapitale und die Erbübertragung der Macht sein. Und es steht nicht fest, dass es klappt, rechtzeitig abzuhauen. Ich denke, es wurde nicht umsonst im Film über die Krim so ausführlich über die Rettung des ukrainischen Ex-Staatsoberhaupts erzählt. Anscheinend sollte dadurch allen anderen klar gemacht werden, dass sein Leben an einem dünnen Faden hing und von einem Zufall abhing, der einem anderen postsowjetischen Präsidenten nicht unbedingt passieren müsste.

Natürlich hat das Außenministerium von USA bei der Organisation der Erpressung damit gerechnet, dass die eingeschüchterten Verbündeten Angst bekommen würden, mit Russland etwas zu tun zu haben, weil sie für diese Zusammenarbeit genauso hart bestraft werden könnten. Aber da entsteht die Frage: wollen Sie, dass bei Ihnen mitten in der Hauptstadt ein Maidan oder ein Waffenkonflikt verursacht wird? Oder dass eine Bande der Fanatiker auf Sie angehetzt wird? Nein, das wollen Sie nicht. Und wem schließen Sie sich lieber an – demjenigen, der bei euch im Falle der Ungehorsamkeit einen Terroranschlag veranstaltet oder dem, der Ihnen den Schutz vor dieser Aktion garantiert? Kein Kommentar.

Das ist das ganze „Geheimnis von Putin“.

Zur Bestätigung – einige Zitate und Aussagen:

1. Weißrussland. Vor dem Gipfel von BRICS hat Lukaschenko (redigiert):

а) die Organisationen begrüßt, die das Risiko eingegangen sind, ihre Handlungen dem gegenüber zu stellen, was auf der Weltarena geschieht,

б) hat es nicht ausgelassen, den Nasarbaev zu erwähnen, der in verschiedenen Richtungen handelt und vorhat, in die WTO einzutreten, und damit den Kollegen Probleme macht,

в) hat die zukünftigen Vermutungen von Lawrow über die westliche Orientierung desWeißrusslands ausdrücklich zurückgewiesen.

2. Kasachstan. In Ufa kam vom Nasarbaev zum ersten Mal die Kritik gegenüber den Gegnern der eurasischen Koalitionen: „Manchen gefällt es nicht, wir wissen es, aber gefällt eben nicht, weil es eine große Perspektive hat“.

3. Usbekistan. Karimov hat während der Begegnung mit Putin die Versuche der Journalisten, Usbekistan dem Lager der Russland-Gegner zuzuordnen, resolut zurückgewiesen.

Das Bemerkenswerte ist, dass es im Laufe dieser Gipfel diesmal keine Akzente auf der Souveränität der Republiken gab, die bis jetzt von den russischen Angriffen streng behütet wurde.

4. Aserbaidzhan. Alijev – oh Schreck! – kündigte plötzlich an: „Europa befindet sich in einer wirtschaftlichen und geistlichen Krise. Baku wird andere internationale Vereine suchen, wo Aserbaidzhan als gleichberechtigt gesehen wird…“.

In diese Liste der unangemessenen Reaktionen auf das amerikanische Trolling kann man ruhig einschließen:

5. Kirgisien, die von vielen Experten als Brückenkopf Nr. 1 für die nächste farbige Revolution genannt wird, was Atambaev zum Glück ganz gut versteht.

6. Armenien, die mit Mühe die Reste des beinahe entflammten Feuers des Elektromaidans löscht.

7. Turkmenien, die einen Tritt von Gasprom bekam, das sich weigerte, turkmenisches Gas zu kaufen, weil es keiner braucht.

8. Bemerkenswert ist eine Aussage von Lawrow im Gespräch mit dem Oberhaupt des Außenministeriums von Aserbaidzhan darüber, dass die Zeit gekommen ist, den Konflikt in Karabach endgültig zu lösen.

Eine beeindrückende Sammlung. Am meisten überrascht der Zeitrahmen: das Ganze ist innerhalb von nur ein paar Wochen geschehen.

9. Haben Sie bemerkt, dass die wilde Russophobie in den Baltic-Ländern jetzt leiser geworden ist? Selbst die mit Sprotten voll gefressene Gribauskajte bekommt schon lange keine Hysterieanfälle…

Natürlich ist die Sache nicht auf die ehemaligen sowjetischen Territorien begrenzt. Der Besuch des Kronprinzes von Saudi-Arabien Muhammad Ibn-Salman Al-Saud auf dem internationalen Wirtschaftsforum in Sankt-Petersburg hat die Öffentlichkeit geschockt. Besonders unter Berücksichtigung des Postens des nahöstlichen Politikers: der ist nicht mehr und nicht weniger als Verteidigungsminister. Im Sinne der Vereinbarung über das Nuklearprogramm in Iran hat Russland anscheinend noch einen Verbündeten bekommen, der auch noch aus dem amerikanischen Lager übergelaufen ist.

In diesem Fall ist die USA wieder in die selbst gegrabenen Gruben Namens „“ISIS“ und „Erdöl“ mit der Schnauze geraten. Ajkido hat auch hier funktioniert. Lieber abwarten, bis die islamischen Fanatiker „außer Kontrolle geraten“ (hat es jemand bezweifelt?) und den eingebildeten Sauditen eins auswischen. Und dann werden die Könige und Prinzen selbst den Kontakt zum Putin suchen, der einen beständigen Ruf als Sieger über die Terroristen hat. Weil alle – und Saudi-Arabien vielleicht ein Bisschen besser als die Anderen – wissen, dass Wladimir Wladimirowitsch Tschetschenien nicht nur gebändigt, sondern auch zum ergebensten Freund gemacht hat.

Was das Erdöl angeht, hatte die Kombination mit der Preissenkung, wie jetzt klar wird, eine zweistufige Konfiguration. Die erste Stufe wurde anscheinend in der Tat zwecks „Zurückhaltung von Russland“ geschlossen. Die zweite Stufe war die Fortsetzung der ersten und hat den feindlichen Plan gegen den Gegner selbst gewendet. Das heißt, die Preise sind unter die von Amerika vorgestellten Grenze gesunken und das für die längere Zeit, als in Washington mitgerechnet. Im Endeffekt wurde die ganze Operation zum Requiem dem Schiefergasboom in USA, und Saudi-Arabien wurde stark verdächtigt an der Verschwörung nicht mehr mit Obama, sondern mit Putin.

Insgesamt, mal ganz ehrlich, entsteht der Eindruck, dass Türkei, Syrien, Libyen, Irak, Saudi-Arabien, der arme kämpfende Jemen, Kuwait und ihre anderen Nachbarn sich irgendwie unverdient vernachlässigt fühlen, indem sie außerhalb der Koalitionen von Putin geblieben sind. Und zugegeben, den Nahen Osten zu versöhnen – es ist ein Ziel, dem Russland ganz würdig ist. Auf jeden Fall ist dieses Vorhaben viel anständiger, als zum Beispiel EU zu zerstören oder mit ihren Raketen überall einzudringen, wo sie keiner vermisst.

Natürlich denken die Staatsführer bei den Teilnahme an solchen Koalitionen nicht in der ersten Linie an die Umformatierung der Welt nach den humaneren Regeln. Aber, in Gegenteil zur Meinung der Autoren des berühmten Films, ist der Basisinstinkt einSelbsterhaltungsinstinkt. Die Angst vor dem ernsthaften Problem, dem alleine gegenüber zu stehen, ist der stärkste Antrieb zur Zusammenarbeit. Und so lange diese Angst von den USA aktiv erzeugt wird, wird der Prozess der Vereinigung immer intensiver verlaufen. So zu sagen, das Glück im Unglück.

Mich würde interessieren, ob man es in Amerika selbst versteht? Kaum. Aggression verblendet. Darum fällt das Raubtier immer wieder in den selbst gegrabene Gruben. Und, wenn man die sich schnell ändernde Welt betrachtet, es kann sein, dass es nächstes Mal nicht mehr raus schafft. Wie der Held eines wunderbaren sowjetischen Films sagte, „das Teuerste auf der Welt ist die Dummheit, weil man dafür am meisten zahlen muss“.

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