Kalter Krieg „reloaded“ – US-Besatzer verstärken Aktivitäten in Deutschland

   Дата публикации: 02 сентября 2015, 18:47

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Ein M1A1 Abrams der US Army. Bild:

 

Eigentlich sollte der US-Stützpunkt «Coleman Barracks» in Mannheim längst schon wieder an Deutschland zurückgegeben worden sein. Doch die Ukraine-Krise führt zu einer Neuauflage des Kalten Kriegs und der Reaktivierung des Stützpunkts mit Militärgerät.

Von Marco Maier

Quelle: Contra Magazin

 

Die US-Besatzertruppen werden Deutschland wohl noch längere Zeit erhalten bleiben. Auch wenn die Truppenstärke von früher 300.000 auf nun 30.000 reduziert wurde, so gilt nach wie vor der Grundsatz, dass die Amerikaner auf deutschem Boden tun und lassen was sie wollen.

 

So auch im Falle der «Coleman Barracks» in Mannheim. Eigentlich wollten die Amerikaner den Stützpunkt schon im Februar wieder an Deutschland zurückgeben, doch die Ukraine-Krise hielt sie davon ab. Nun steht fest, dass die US-Armee den Stützpunkt bis auf weiteres nutzen werden. Dort befindet sich ein sogenanntes «European Activity Set» (EAS) mit rund 1.200 Fahrzeugen, darunter 250 Panzer. Es dient dazu, NATO-Einheiten in ganz Europa binnen kurzer Zeit mit Militärgerät zu beliefern.

 

Auf einem abgeteilten und besonders gesicherten Geländeabschnitt der «Coleman Barracks» befand sich das einzige Militärgefängnis der amerikanischen Streitkräfte in Europa. Im BND-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages kamen 2009 Vorwürfe zur Sprache, dass in diesem Militärgefängnis in den Jahren 2003 und 2006 diverse Gefangene («potentielle Terroristen») gefoltert wurden. Die Bundesanwaltschaft nahm jedoch keine Ermittlungen auf.

 

Ben Hodges, Kommandeur der US-Landstreitkräfte betonte, dass dies jedoch nur eine Übergangslösung sei. Die strategische Überlegung sei, militärisches Gerät im Baltikum, in Polen, Ungarn, Rumänien und Bulgarien zu lagern. Aber es dauere seine Zeit, dort geeignete Standorte zu finden. Diese kurze Erklärung zeigt, welchen Fokus Washington derzeit hat: Vorbereitung auf einen Krieg mit Russland. Nicht umsonst soll die NATO-Ostfront weiter mit Kriegsmaterial eingedeckt werden. Schritt für Schritt.

 

Der US-initiierte Regime-Change in der Ukraine und die daraufhin erfolgenden Probleme – siehe Donbass – sind nur Teil einer geopolitischen Strategie Washingtons zur Destabilisierung der Region und einer Schwächung Russlands. Zu verlockend sind die unermesslichen Rohstoffreserven des größten Landes der Erde, als dass man sie dem russischen Volk überlassen wollen würde. Immerhinn könnten US-Konzerne dort hunderte Milliarden an Dollar verdienen.

 

 

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