Dreiergipfel: Merkel, Hollande, Poroschenko – Putin muss zusehen

   Дата публикации: 21 августа 2015, 21:09

dreierpack-620x330

Bild: youtube.com — Angela Merkel, Petro Poroschenko und Francois Hollande

 

Am Montag soll es angeblich auf Wunsch des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, zu einem Gespräch mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande und der deutschen Kanzlerin Angela Merkel kommen. Zu einem Gespräch im Normandieformat ist man nicht bereit, darum muss Putin das Ergebnis aus der Ferne abwarten.

Von Andre Eric Keller

Quelle: Contra Magazin

 

Es könnten aber auch Holland und Merkel gewesen sein, die Poroschenko eiligst nach Berlin riefen, um die Einhaltung des Minsker Abkommens einzumahnen. Nachdem die Kämpfe im Donbass seit Wochen zunahmen, ist es notwendig die Konfliktparteien wieder auf Linie zu bringen. Warum man Putin dazu nicht eingeladen hat, kann nur auf ein Drängen von Poroschenko zurückzuführen sein. Der ukrainische Präsident erhofft sich so zusätzliche Unterstützung durch Merkel und Hollande.

 

Russland gefällt das nicht wirklich, man gibt sich aber diplomatisch und spielt die Situation herunter. Sergej Lawrow, der russische Außenminister, kommentiert das so: „Das ist nicht das Normandie-Format, das ist ein dreiseitiges Treffen der Vertreter Deutschlands, Frankreichs und der Ukraine. Wir verfolgen natürlich sehr aufmerksam seine Vorbereitung. Wir werden sehr aufmerksam verfolgen, womit das Treffen endet“.

 

Aber den Gesprächen sollten eigentlich Taten folgen. Dass Poroschenko den Minsker Vertrag tatsächlich erfüllen will, ist eher unwahrscheinlich. Selbst die Gesetze die in Kiew durchgesetzt wurden, welche den östlichen Gebieten einen Autonomiestatus garantieren sollen, sind nur halbherzig formuliert. Ohnehin wurden mit Vertretern der Ostukraine nicht über ihren zukünftigen Status verhandelt. Es soll einfach nur den Anschein haben, dass Kiew sich um die Einhaltung des Vertrages von Minsk bemühe, gleichzeitig bestünde man aber auf die territoriale Integrität. So würden Wahlen in der Ostukraine erst zugelassen, wenn die von den Rebellen kontrollierten Gebiete erst wieder vollständig von Kiew kontrolliert werden.

 

Die Separatisten wollen nun selbst eine Wahl im Oktober abhalten, obgleich auch diese von Minsker Vertrag nicht gedeckt ist. So betrügen sich beide Kriegsparteien gegenseitig. Es ist auch weiterhin zu erwarten, dass beide Parteien nach außen den Anschein wahren, den Vertrag von Minsk einhalten zu wollen, aber in Wirklichkeit würde jeder seine eigenen Ziele verfolgen. Soll heißen: Kiew will die abtrünnigen Gebiete mit Waffengewalt zurückerobern, dies untermauern die derzeitigen Angriffe auf die besetzten Gebiete und die Separatisten werden weiterhin um ihre Unabhängigkeit kämpfen und wenn möglich auch Fakten schaffen.

 

 

Untesrstützung für Newsfront

 

 


Комментировать \ Comments
bottom_banner_3
Pomosh
bottom_banner_1