Rückt der NATO-Krieg gegen Russland näher?

   Дата публикации: 14 Август 2015, 16:09

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Der Wirtschaftskrieg gegen Russland war erst der Anfang. Experten des «European Leadership Network» warnen vor dem Ausbruch eines richtigen Krieges zwischen der NATO und Russland.

Von Marco Maier

Quelle: Contra Magazin

 

 

Gestern publizierte der Think-Tank «European Leadership Network» (ELN) in London eine «Analyse», wonach die jüngsten Manöver der NATO und Russlands mit Blick auf die Fähigkeiten der jeweils anderen Seite lediglich eine Art «Vorspiel» für tatsächliche militärische Auseinandersetzungen seien. Dafür berufen sie sich auf das «Profil der Übungen», welches «sich verändert» habe. Sie gäben Anlass zur Sorge und trügen auch dazu bei, die Spannungen infolge des Ukraine-Konflikts aufrechtzuerhalten.

 

 

«Wir behaupten nicht, dass die Führung einer Seite entschieden hätte, in den Krieg zu ziehen oder dass ein militärischer Konflikt unausweichlich wäre – aber dass es Tatsache ist, dass sich das Profil der Übungen verändert hat», schreiben die Sicherheitsexperten. Auch wenn es von Beteiligten anders dargestellt werde, deuteten Art und Ausmaß von Manövern klar darauf hin, dass Russland sich «auf einen Konflikt mit der NATO» und die NATO sich «auf eine mögliche Auseinandersetzung mit Russland» vorbereite.

 

 

Indessen versuchte die NATO die Vorwürfe des ELN zu entkräften. Eine Sprecherin kritisierte, in der Analyse würden «in irreführender Weise» NATO-Manöver mit denen Russlands gleichgesetzt. Sie bezeichnete die Aktivitäten des westlichen Bündnisses Tatsachen verdrehend als angemessene Reaktion auf die «zunehmende russische Aggressivität» und als defensiv. Denn bislang war es überwiegend so, dass vor allem die NATO ihr Bedrohungspotential in Osteuropa ständig ausgeweitet hat, während die Russen ihre militärischen Übungen möglichst ins Landesinnere oder den fernen Osten abhielten.

 

 

«Die NATO sucht keine Konfrontation mit Russland», kommentierte die Sprecherin weiter. Das transatlantische Militärbündnis habe zwei Jahrzehnte lang versucht, mit Russland ein kooperatives Verhältnis aufzubauen. Eine kreative Bezeichnung dafür, dass man vor allem unter der Herrschaft Boris Jelzins versuchte, Russland unter US-Kontrolle zu bringen, was dann jedoch unter Präsident Putin vereitelt wurde.

 

 

Zugleich warf die NATO-Sprecherin Moskau – in Bezug auf die Krim – vor, «mit Gewalt Grenzen verändert» zu haben und die Separatisten in der Ostukraine zu unterstützen. Dass es aber vor allem US-Vertreter waren, die den Maidan-Putsch anleierten und so diese unheilvolle Entwicklung in Gang setzten, verschwieg sie geflissentlich.

 

 

Um folgenschwere Missverständnisse zwischen der NATO und Russland zu vermeiden, empfiehlt das Autorenteam des ELN, zumindest den Informationsaustausch über die eigenen Manöveraktivitäten zu intensivieren. Zudem müsse auf politischer Ebene fortlaufend eine Risiko-Nutzen-Analyse zu Übungen in Grenzgebieten erfolgen, heißt es weiter. Anzuraten, die Manöver an den Grenzen ganz abzuschaffen, kam den Autoren jedoch nicht in den Sinn.

 

 

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