Empörung der Scheinheiligen: Putin lässt westliche Lebensmittel verbrennen

Дата публикации: 07 Август 2015, 19:07

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Foto: Sanktionierte Waren

 

Aufgrund der westlichen Sanktionen wurde seitens Russlands mit Gegensaktionen geantwortet. Demnach dürfen westliche Lebensmittel nicht mehr nach Russland importiert werden. Um dem Verbot Nachdruck zu verleihen, lässt Putin per Dekret an den Grenzen zu Russland tonnenweise westliche Lebensmittel verbrennen. Ein Raunen geht durch die westliche Welt: denn Verbrennen, das geht gar nicht – aber aufgrund von Überproduktion Nahrungsmittel wegzuwerfen, das scheint ok zu sein.

Von Andre Eric Keller 

Quelle: Contra Magazin

 

Einigen Spediteuren dürfte es immer noch möglich sein, Lebensmittel aus Westeuropa illegal nach Russland einführen zu können. So sollen allein im ersten Halbjahr dieses Jahres über 500 Tonnen Lebensmittel trotz Importsperre nach Russland gekommen sein. Bisher wurden durch den Zoll entdeckte Lebensmittel einfach nur zurückgeschickt. Um das Einfuhrverbot zu untermauern, hat Russlands Präsident eine sofortige Vernichtung von westlichen Lebensmittel angeordnet, welche an den russischen Grenzen sichergestellt werden. Tonnen von Fleisch, Käse und Obst sollen sofort unter Aufsicht verbrannt werden. In weiterer Folge soll die Frage diskutiert werden, ob man die Lebensmittel auch zu Tierfutter verarbeiten könne.

 

Keine halben Sachen mehr, scheint die Devise des Kremls zu sein. Die Aktion stößt aber nicht nur auf Befürworter. Mittlerweile haben mehr als 280.000 Menschen auf der Online-Petitionsplattform change.org gegen diese Maßnahme protestiert. Der Vorwurf geht in Richtung Verschwendung. So gäbe es Millionen hilfsbedürftiger Menschen in Russland, welchen man diese Nahrungsmittel hätte zukommen lassen können. Ein berechtigtes Argument, aber um ein klares Zeichen zu setzen wahrscheinlich wirkungslos. In Russland will man in Zukunft verstärkt auf eigene Lebensmittel setzen und außerdem könne man in Zuge des BRICS-Verbundes auf die Nahrungsmittel dieser Länder zugreifen. Und zu guter Letzt gebe es auch sonst noch genügend Staaten die nicht der Europäischen Union angehören und ebenfalls Produkte nach Russland exportieren, wie etwa Serbien und die Türkei.

 

Im Übrigen ist die Führung Russlands davon überzeugt, dass sie die Bevölkerung langfristig autark ernähren kann. Das wiederum läuft den globalen Nahrungsmittelriesen sehr zuwider. Die Absatzmärkte in den Staaten, in denen sie den Industriefraß produzieren, welche mit gesundheitsgefährdeten Inhaltsstoffen verseucht sind oder zumindest deren Auswirkungen auf die Gesundheit nicht geklärt ist, sind rückläufig oder stagnieren. In einem Wirtschaftssystem welches menschenverachtend ist und nur auf Wachstum baut, müssen neue Märkte erschlossen werden, sonst kommt es zu Umsatzeinbußen, in weiterer Folge auch zu Arbeitsplatzverlusten. Andererseits hätten USA und EU auch nicht zu Sanktionen greifen müssen. Ein hausgemachtes Problem, wo man Russland nicht dafür verantwortlich machen kann.

 

Der Aufschrei der aber von westlichen Medien ausgeht, ist einfach nur scheinheilig. Hier im Kaufhaus West werden zwar keine Lebensmittel verbrannt, dafür werden unfassbar viele Lebensmittel auf der Müllkippe entsorgt. Nicht etwa weil sie schlecht oder abgelaufen sind, sondern einfach deshalb, weil zu viel produziert wird und der verantwortungslose Kunde ein langes Verfallsdatum wünscht. So werden offensichtlich noch brauchbare Lebensmittel vorzeitig entsorgt, während z.B. in Griechenland und anderen südosteuropäischen Ländern Menschen hungern müssen. Die Unterernährung des afrikanischen Kontinents noch gar nich einmal angesprochen. Wer im Glashaus sitzt…

 

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