Die wirkliche US-Regierung sitzt nicht im Kapitol

Дата публикации: 07 Август 2015, 18:37

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Foto: whitehouse.gov

 

Jene, welche die Fäden in den USA wirklich in den Händen halten, sitzen nicht im Kongress, nicht im Kapitol und auch nicht im Weißen Haus. Es sind die Oligarchen, die in Wirklichkeit darüber bestimmen, welche Richtung die USA einschlagen.

Von Henry Paul

Quelle: Contra Magazin

 

Dick Cheney wird das Bonmot zugeschrieben: «Rosen sind rot, Veilchen sind blau, meine Firma Halliburton hat 39,5 Milliarden im Irak-Krieg verdient, also haltet Euer Maul». Joe Bidens Sohn ist hochbezahlter Bankmanager und Anteilseigner einer Ukraine-Bank. Caspar Weinberger ist Aktien-Millionär an den maßgeblichen Baukonzernen der USA. Bill Gates stiftet nicht nur Milliarden aus seinen IT-Erträgnissen, sondern betreibt aktive US-Politik über Impf- und Drogenprogramme in Afrika. Rothschild ist nicht nur mehrfacher Schloss-, Weinberg-, Bankeigentümer, Söldnerheere-Besitzer und Bankmogul, sondern auch Investmentfirmenmogul, Immobilientycoon, Pressemogul, sowie Pharma- und Chemieaktionär höchsten Grades. Die Walmarts sind die weltgrößten Discount-Händler, Lieferanten-Pool-Betreiber und Monopolisten für ganze Gütergruppen. Die zahllosen Milliardäre der IT-, Waffen-, Automotive-, Anwaltsindustrie stellen ihr Scherflein oft schamhaft öffentlich unter den Scheffel, um hinterher in vertrauter Runde die Politik der USA zu bestimmen. Es geht um ihr Geldvermögen, ihre Latifundien, ihre Auslandsinvestments aus den Kriegsgebieten, ihre Aktien im Industriekonglomerat Industrieller-Militär-Komplexe.

 

Die «gewählte» Regierung gibt es in Wahrheit nicht – das sind Kasperle-Figuren, jederzeit auf Abruf durch Skandale, Machtpoker oder Mord. Selbst bei den Abgeordneten, also Unterhaus und Oberhaus geht es nur um Geld. Die offensichtliche Inkompetenz der dort versammelten Politiker ist erschreckend. Macht deutlich, dass Kapitalismus nicht nur den Grundsatz ‘the winner takes it all’ beherzigt, sondern auch direkt Monopolstrukturen schafft; sowohl in der Wirtschaft als auch in der Politik. Die großen Politik-Familien beherrschen Firmen, Konzerne, Banken, und die Sitze der parlamentarischen Häuser. Wenn sie nicht direkt den Sitz innehaben, dann zahlen sie die Männer und Frauen «Stellvertreter».

 

Nach allgemeinen Aussagen : Es gab und gibt kaum Familien in den USA, die derart viele Ämter vereinten: Sein Vater Prescott Bush war Senator, er selbst Präsident und Vize-Präsident, sein Sohn George W. Präsident und Gouverneur von Texas und Sohn Jeb Gouverneur von Florida. Bush versuchte sich erfolgreich im Ölbusiness in Texas, er gründete 1953 die Firma Zapata-Oil. Er gründete mehrere Explorationsfirmen weltweit und kaufte die Firma United Fruit (jetzt Chiquita) sowie zahlreiche Inseln in der Karibik für Obstanbau. Bushs Firmen sind wie Halliburton direkte Profiteure bei Landnahme oder Destabilisierungen und IWF-Privatisierungen in ölführenden Staaten. Wo immer economic hit-man aktiv wurden, waren die Bushs nicht weit.

 

Koch Industries ist ein Mischunternehmen in 50 Ländern unter anderem in den Produktionsbereichen Erdöl, Chemie, Energie, Asphalt, Erdgas, Kunstdünger, Nahrungsmittel und Kunststoff tätig. Koch Industries ist die nach Cargill zweitgrößte nicht börsennotierte Gesellschaft in den Vereinigten Staaten (Forbes-Daten von 2012). Die Gebrüder und Konzernchefs Koch betätigen sich über Koch Industries politisch im libertär-konservativen Lager. Genauere Unternehmensinformation veröffentlicht Koch Industries nicht, lediglich eine ungefähre offizielle Umsatzangabe des Unternehmens von 100 Mrd. US-Dollar existiert. Wichtige Teile des Konzerns sind Raffinerien in Alaska, Minnesota und Texas, sowie der Papierhersteller Georgia-Pacific LLC. Seit 2014 ist bekannt, dass ein Tochterunternehmen von Koch Industries der größte ausländische Partner an der Erschließung der kanadischen Ölsände ist. Koch Industries gehört mehrheitlich den Brüdern Koch (jeweils zu 42 Prozent). Die Geschäftsmethoden von Koch Industries gerieten zwischen 1999 und 2003 in den Blickpunkt der Justiz, das Unternehmen wurde in diesem Zeitraum fünfmal strafrechtlich verurteilt. Unter anderem hatte das Unternehmen Öl von fremdem Land gestohlen, Umweltvergehen durch Datenfälschungen verschleiert. Auf politischer Ebene setzt sich Koch Industries dafür ein, entsprechende Vorschriften abzubauen und hat seit 2006 über 50 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit in der US-Hauptstadt ausgegeben.

 

Warren Buffet ist der wohl erfolgreichste Investment-Manager der Welt. Seine Anlage-Strategien sind bisher fast immer erfolgreich gewesen. Heute gibt es den Finanz-Halo-Effekt: weil Buffet so erfolgreich ist, hängen sich mittlerweile Hunderte an seine Investments und bringen so die Investitionen zum Leuchten. Lary Ellison, der streitbare IT-Tycoon, der sich einen Namen machte mit dem Oracle-Datenbank-System und Speicher-Platz-Erfindungen. Im Dauerclinch mit SAP und Microsoft. Adelson Sheldon, der Immobilientycoon, der vor allem in den Spielerparadisen Las Vegas und Reno Riesen-Objekte hochzog. Die Bechtel-Familie, die den weltgrössten Bau-und Objekt-Konzern besitzen und bei jedem Regime-Change in vorderster Linie stehen, um Aufträge in Milliarden abzugreifen für Straßen, Flughäfen, Staudämme, Bahntrassen. Stuart Bradie und seine KBR, die Anlagen und Prozess-Konzerne weltweit baut. Auch er ein Verwerter privatisierter Anlagen in fremden Ländern. Nicht zu vergessen die deutschstämmige Warburg-Sippe, die ganz geschickt mit der Loew- und Koch-Sippe versippt und verschwägert ist und ein Key-Player in der Finanzoligarchie ist. Dazu gehören auch die immer noch starken Peabodys, die alteingesessenen Carnegies, Morgans und last but not least Rockefeller, der wohl neben Rothschild der reichste und erfolgreichste Magnat in den USA ist. Ihm gehören so gut wie alle Erdöl-Konzerne der USA zumindest mehrheitlich. Aus Eins mach Vier, war immer seine Devise und so spaltete sich ein Unternehmen immer weiter auf und operierte unter neuen Namen, Eigentümer war dennoch immer derselbe.

 

Weiter spielen ohne «größere» Vermögen die politischen Drahtzieher eine wesentliche Rolle als Berater. Ganz vorn Kissinger, Albright (tja, auch das Fischerle aus der BRD ist bei ihr Partner-Consultant), Zbig Brzezinski, Dunford, Kagan, Summers, Henry Paulsen, Soros, Bill Gross, Zuckerberg, Bezos, Dombret, Ischinger, Kornblum, Tom Watson, J. Lew (jetzt Finanzminister der USA), Tim Geithner, Janet Yellen, St. Schwarzman, Doug Brinkley, Ronald Lauder (Lauder Parfume + Jüd. Weltkongress), John Kerry (Ketchup-Clan), Michael Bloomberg, Dulles-Familie und viele andere «reiche» Politiker-Unternehmer-Berater-Lobbyisten.

 

Das System ist einfach zu durchschauen. Man gehört nicht einfach dazu. Man muss es sich verdienen, einheiraten oder an großen Durchstechereien beteiligt gewesen sein. Irgendwie hängen die TOP 300 in der Politik agierenden Figuren, Einflüsterer alle zusammen, sind versippt, weitläufig verwandt oder verbunden durch Kanzleien, Konzernen und AR-Posten. Politik in USA ist Wohlstandsmehrung – wohl gemerkt: dieser Top-Leute, nicht des Volkes. Die USA sind ein erzkapitalistisches Land; das hat sich durch die Gründung der privaten Fed so «ergeben». Seitdem regiert das Geld, die Banken, Wall Street, die Investoren. Sie besitzen nicht nur die USA, sie bestimmen auch maßgeblich. Ohne sie passiert Nichts! Ihr Reichtum muss sich jedes Jahr verzinsen – das ist ihr Credo. Der Markt ist Ihnen, sie sind der Markt. Sie treiben die Kriegsmaschine, weil sei wissen und durch Erfahrung bestätigt bekamen, dass man im, durch sowie mit Krieg das allermeiste Geld verdienen kann. Also was ist schon dabei? Die einen verdienen ihr Geld mit Gemüse verkaufen, die Top-Guys mit Krieg.

 

Der Krieg wird aber nicht Krieg genannt, weil das alles Friedensmissionen sind, um der Welt mehr Gerechtigkeit (im Sinne der Tops), mehr Demokratie (für die Tops), mehr Freiheit (für die Tops), mehr Wohlstand (für die Tops) zu bringen. Und wenn es denen gut geht, dann geht es der Welt auch gut. Diesen Unsinn hat Merkel früh von dort  übernommen. Da die USA weltweit laufend und immerdar von allen Staaten bedroht wird, ist die Gerechtigkeit, die Demokratie und die Freiheit auch bedroht. Deshalb muss diese Bedrohung nicht nur ernst genommen werden, sondern es muss gehandelt werden. Nicht an ihren Worten sollt ihr sie erkennen, sondern an ihren Taten! (wie wahr!) Um dieser Bedrohung Herr werden zu können, müssen erstens:

 

* weltweit Beobachter (CIA, NSA etc.) installiert werden
* weltweit NGOs (National Endowment, USAID, peacecorps, etc) Demokratie infiltrieren
* weltweit Militärbasen aufgestellt werden
* eine Propaganda-Maschine zum Überzeugen der WERTE aufgebaut sein
* Vasallen und Partner, Freunde und Abhängige gedungen werden

 

 

So können die US-Eliten ihre Feinde schnell und je nach Bedürfnis überall identifizieren, ihren Partnern, Freunden und Vasallen mitteilen und den NGO den Befehl zur aktiven Zusammenarbeit mit den landesansäßigen Demokraten geben. So wird den USAID ordentlich Entwicklungsgeld in die Hand geben, um Dinge ohne landestypische Regierung zu verändern. Und mit den Special Operational Forces unter Führung der Nachrichten-Firmen veränderungsbereite Bevölkerungsgruppen schulen, damit diese Gruppen (Boko-Haram, Al Kaida, IS, insgesamt über 23 Terror-Gruppen) rechtzeitig die Störmanöver unterbinden, festigen oder verstärken – je nach Operations-Aufgabe. Die economic hit-man sind dann schon eine ganze Weile im Land, um die Förder-Projekte und Wohlstands-Entwicklungen zu planen, die Pläne der Regierung schmackhaft zu machen und mit den Riesen-Krediten des IWF zu winken, denn schließlich will doch jeder den Fortschritt.

 

Selbstverständlich wirkt die Trockenmassage immer, denn die Überzeugungskraft aus Störmanövern, Plänen, Krediten, Geldgeschenken, Nötigung und Erpressung, Mini-Terror, sowie NGO-Demonstrationen ist unschlagbar. Also beugt sich das Land den Wohlstandsplänen und zediert echte gute Landeswerte an den IWF, zuvorderst Gold, dann Bodenschätze, Minen, Firmen. Es ist Pech, dass die Pläne der economic-hit-man meist nicht aufgehen, die Kredite aber dennoch fällig werden, weil die Kreditsummen nicht an das Land vergeben wurden, sondern an die US-Firmen für Telekom-Bau, Straßenbau, Konzerne, Minen, Bahnstrecken, Staudämme usw.. Und die sind durch US-Gesetz allemal abgesichert. Die Präsidenten der nun in Bedrängnis geratenen Länder müssen zusehen, wie erstens ihr Land sich total verändert, wie 2. ihr Tafelsilber in fremde Hände gerät, wie sich 3. US-Konzerne daran machen, eine riesige Gewinnmaschine aufzuziehen und 4. wie sich die USA mit Druck und einem breiten Grinsen daran machen, Land zu okkupieren, um dort ihre Militär-Basen aufzustellen; natürlich werden die Länder zu 100 Prozent an den Kosten «beteiligt».

 

Militärbasen müssen unterhalten, gepflegt und regelmäßig verbraucht werden, weil sonst das «Gemüse vulgo Waffen» schimmelig wird. Also müssen Gelegenheiten geboren werden, diesen Verbrauch und die Verteidigungsbereitschaft gegen die vielfältigen Bedrohungen zu bewerkstelligen. Zum Glück hat der Nachrichtenwust aus 13 Geheimdiensten immer ein miese Regierung an der Hand oder einen völlig verseuchten Staat oder Weltenfeind, der umzingelt, angegriffen oder sogar schnell vernichtet werden muss. Denn Bedrohungen darf die Weltpolizei USA nicht einfach bestehen lassen – sie müssen adäquat gelöst werden.

 

Dieser Kreislauf ist ‘a perfect example of circular selfreferencial economy’, die den Eigentümern der USA hohe Zinsen und absolut risikolose Investments verspricht. Je heftiger der Krieg tobt, desto mehr sprudelt der Dollar. Je mehr Frieden desto mehr Waffensysteme. Je mehr Leichen desto mehr Bedrohung. Je mehr Bedrohung desto mehr Diplomatie mit Partnern gegen den Bösewicht. Je mehr Bösewichte auf der Welt, desto mehr Friedensanstrengungen. Giftgas; ja mei, do muss ma reagirn, Massen- Vernichtungswaffa; ja mei, dös geht gar net; Atom-Köpf; ja mei was bleibt uns do übrig als dogegn soan. Und der Russ, der hot scho immer alle Länder übrfalln, dös woas jeds Kind. Mir, die USA san die Einzign, die wo wos macha; desweng megn uns alle!

 

Man muss nicht US-feindlich eingestellt sein. Man muss nicht hinter jedem Baum eine Merkel vermuten. Man muss nicht jede grüne Maschine als Panzer deklarieren. Aber man muss die Kirche im Dorf lassen. Man muss den USA endlich mal auf die Fresse hauen – Pardon, ich meine im Homeland eine kleine Multi-Kopf-Rakete mit 10 Gefechtsköpfen runtersausen lassen, damit die Scheißkerle endlich mal kapieren, was Krieg bedeutet. Denn eins ist gewiss: wenn man die Drahtzieher im Hintergrund, also die echte Regierung zusammen mit ihrem Vermögen nicht vernichtet, ändert sich wenig.

 

 

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