MH17-Abschuss als inszenierte Provokation?

Дата публикации: 27 Июль 2015, 15:25

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Es gibt weiterhin Hinweise darauf, dass der mutmaßliche Abschuss von Flug MH17 vor allem eine gezielte Provokation war — von Seiten Kiews und seiner US-Berater.

 

Die Frage, ob es sich um eine Inszenierung oder mindestens gezielte Provokation gehandelt haben könnte, spielte in der diesjährigen massenmedialen Erinnerung an die MH17-Katastrophe vom 17. Juli 2014 keine Rolle. Das sicher auch, weil das schnell mit dem Etikett „Verschwörungstheorie“ abgetan und diskreditiert würde und wird. Nur auf einigen Internetseiten wurde und wird immer mal wieder erwogen, dass das Ereignis, bei dem 298 Menschen starben, gewollt gewesen sein könnte – von den in Kiew per Putsch an die Macht Gekommenen, ihren inländischen Hintermännern  und ihren US-Beratern.

 

Quelle: Der Blog von Hans Springstein

 

Diese Frage ist eigentlich am Ende entscheidend, mehr noch als die Frage, ob die malaysische Boeing nun von einer Flugabwehr-Rakete vom Boden aus oder von einer Luft-Luft-Rakete eines Flugzeuges abgeschossen wurde. Die Antwort ist vor allem wichtig, was die strafrechtliche Frage angeht, ob es sich um Mord handelte, aber auch für die Frage, wem die Katastrophe nützte und nutzt. Ich hatte neben anderen ziemlich früh darauf hingewiesen, zum Beispiel in meinem Beitrag vom 20. Juli 2014 „Nachdenkliches zur Katastrophe von MH 17“. Da habe ich auch auf die Ähnlichkeiten zu Ereignissen im Krieg in und gegen Syrien hingewiesen, wo anscheinend von den kriegstreibenden und -interessierten Kräften bewusst eine „Massaker-Strategie“ verfolgt wird, um jeglichen Ansatz einer Verständigung mit dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad zu verhindern und ihn dämonisieren zu können. Die Menschen, die dieser Strategie zum Opfer fallen und dafür mit dem Leben zahlen müssen, sind den dafür Verantwortlichen, die unbeirrt ihre Interessen verfolgen, egal.

 

Nur vereinzelt sind noch Beiträge zu finden, die weiter fragen, was da am 17. Juli 2014 geschah und vor allem warum. Umso aufmerksamer registrierte ich, was in einem Kommentar zu dem Beitrag von U. Gellermann im Online-Magazin Rationalgalerie „MH 17: Ursache in Kiew – Der Absturz in den Europa-Krieg“ vom 20. Juli 2015 zu lesen war:

 

«Da ich an einem vertraulichen Vortrag, Thema «Sicherheitspolitische Soiree» teilgenommen habe, der Referent :Herr OBERST a.D.Karl-Bernhard Müller eheml. Kommandeur der Schule für Nachrichtenwesen für Bundeswehr, eheml.Berater der Bundesregierung kann ich seine Aussagen jetzt mal zitieren: Der Absturz des Fluges MH17 wurde von der USA inszeniert! Auch er wußte vorher, dass dieses Flugzeug abstürzt. Auch sagte er:»Glauben sie nichts, was in den Medien, Fernsehen, Rundfunk gesagt, gezeigt oder erklärt wird, der Bürger wird in Angst und Schrecken versetzt, um Ihn besser zu handhaben, manipulieren zu können.» Dies sagte einer, der es ja Wissen muß, da er auch mit allen Geheimdiensten der Welt in Kontakt stand. Vor allen Dingen mit USA,CIA.«

 

Einsichten eines Insiders

Ich war etwas elektrisiert, auch weil der erwähnte ehemalige Oberst nicht irgendwer zu sein schien, was die fachliche Beurteilung angeht. Ich fand zumindest heraus, dass es diese Veranstaltung am 7. November 2014 in Frankfurt/Main tatsächlich gab, hier dieEinladung dazu. Ein weiterer Hinweis war, was die „Traditionsgemeinschaft der 75er Artillerie e.V.“ in ihrem Mitgliederbrief 1/2015 ankündigte:

 

«Am Donnerstag, 16. April wird Oberst a.D. Karl Bernhard Müller für uns und die Offiziere und Unteroffiziere des PzArtLehrBtl 325 einen Vortrag mit dem Thema:“Krieg ist auch nicht mehr das, was er mal war!“ am Beispiel Ukraine und Syrien halten.
Im Kern geht es in diesem Vortrag darum, wie wir durch Politik, Medien und Geheimdienste manipuliert und gesteuert werden.
Der Vortrag wird vormittags stattfinden. Näheres  dazu (Zeiten und Ablauf)  teile ich Ihnen kurzfristig mit. Wir hoffen, dass viele aus unserer Mitte an diesem Vortrag teilnehmen können. Oberst Müller hält häufig solche Vorträge. …«

 

Inzwischen habe ich aus sicherer Quelle bestätigt bekommen, dass der ehemalige Bundeswehr-Oberst Müller nicht nur tatsächlich im letzten November bei der «Sicherheitspolitischen Soiree» in Frankfurt/Main sprach, sondern dass er sinngemäß auch das gesagt hat, was in dem erwähnten Kommentar zu erfahren war, neben anderen interessanten Äußerungen aus Sicht eines ehemaligen Offiziers, der weiß, wie mit Informationen umzugehen ist. Ich fasse mal zusammen, was nach meinen Informationen Oberst a.D. Müller sagte: So u.a.,  dass der Absturz der malaysischen Boeing mit der Flugkennung MH17 von den USA inszeniert wurde. Der ehemalige Nachrichtenoffizier erklärte, dass die Verantwortlichen im Kiewer Innenministerium und im Kriegsministerium samt der US-Berater gewusst haben mussten, was am 17. Juli 2014 geschehen würde. Nur so habe das Kiewer Innenministerium wenige Minuten nach der Katastrophe mit einem vorgefertigten Statement zu dem Absturz in der Ostukraine an die  Öffentlichkeit gehen können. Müller verwies auch auf den spanischen Fluglotsen, der auf dem Kiewer Borispol arbeitete und sich per Twitter zu dem Vorfall äußerte und sich über das Vorgehen der Kiewer Behörden wunderte (siehe dazu auch meinen erwähnten Beitrag vom 20. Juli 2014). Dass der Twitter-Account des Lotsen gelöscht und er selbst spurlos verschwand sowie seine Aussagen offenbar in den bisherigen offiziellen Untersuchungen nicht berücksichtigt wurden, spreche nicht für eine unparteiisch-sachliche Ermittlung der Vorgänge. Das deute eher auf eine zielgerichtete, politisch dominierte Untersuchung hin.

 

MH17 war meinen Informationen zufolge nur ein Teilthema dessen, was Oberst a.D. Müller bei der mehrstündigen Veranstaltung sagte. Einen Großteil seiner Ausführungen machte die politische Einflussnahme des Westens in der Ukraine und Russlands, samt angeblich regierungsunabhängiger Organisationen und vermeintlicher „Farbrevolutionen“, seit dem Erscheinen des Buches von Zbigniew Brzezinski «Die einzige Weltmacht — Amerikas Strategie der Vorherrschaft» in den 90er Jahren aus. Er verwies dabei wohl auch auf die Rolle deutscher Stiftungen. Der frühere Bundeswehroffizier habe bei der Veranstaltung in Frankfurt/Main dazu aufgefordert, wie ich erfuhr, nichts unkritisch zu glauben, was in den Medien gesagt, gezeigt oder erklärt werde. Die Bürger würden bewusst in Angst und Schrecken versetzt, um besser gesteuert und manipuliert werden zu können.

 

Was Oberst a.D. Müller in Frankfurt/Main und wohl nicht nur einmal öffentlich sagte, halte ich für einen wichtigen Mosaikstein des Bildes vom Konflikt in der und um die Ukraine sowie von der MH17-Katastrophe. Es muss nicht der entscheidende Stein sein, aber er könnte helfen, mehr Klarheit in das Bild zu bekommen, auch weil ich denke, dass der ehemalige Nachrichtenoffizier der Bundeswehr weiß, wovon er redet und wie Informationen einzuschätzen sind. Dazu nochmal zur Erinnerung aus der Einladung zu der Veranstaltung am 7. November 2014 in Frankfurt/Main:

 

Oberst Müller ist durch vielfältige Verwendungen in Politik und Militär ein ausgewiesener Experte im Bereich des militärischen Nachrichtenwesens (MilNW) und psychologischer Kriegsführung (PsyOps). Stationen seines Wirkens waren u. a. als Kommandeur der Schule für Nachrichtenwesen der Bundeswehr, als außen- und sicherheitspolitischer Berater im Bundesministerium der Verteidigung, im Bundeskanzleramt sowie auf internationaler Ebene bei NATO und EU.  Seine Verwendungen führten ihn in eine Vielzahl unterschiedlicher Länder in allen Kontinenten.

 

 

MH17 als Version der «Operation Northwoods»?

Das Ziel der mutmaßlich gezielt herbeigeführten Katastrophe wurde jedenfalls erreicht: Die russische Führung wird bis heute ohne jede Beweise verdächtigt, mindestens verantwortlich zu sein. Das Ereignis diente als eine der Begründungen und Anlässe für das Ingangsetzen der antirussischen Sanktionen des Westens. Selbst unter kritischen Eingestellten und jenen, die sich für links halten, wurden seitdem erfolgreich Zweifel gesät, ob die Aufständischen in der Ostukraine und ihre Anliegen Unterstützung verdient hätten.
In dem Zusammenhang sei noch einmal die in den 60er Jahren von US-Militär gegen Kuba geplante, aber nicht umgesetzte „Operation Northwoods“ erinnert. Seit längerem frage ich mich, ob die MH17-Katastrophe die diesmal verwirklichte ukrainische Variante davon war bzw. ist. Der Plan gegen Kuba wurde nicht umgesetzt, aber das darin beschriebene Ziel klingt irgendwie aktuell, auszutauschen ist bloß das Land:

 

«Die Weltmeinung und die Vollversammlung der Vereinten Nationen sollten positiv beeinflusst werden, indem man ein internationales Bild von der Kubanischen Regierung zeichnet, das diese als unbesonnen, unverantwortlich und als eine erschreckende und unkalkulierbare Bedrohung des Friedens in der westlichen Hemisphäre erscheinen lässt.«

 

Wer sich aktuelle Äußerungen aus den USA und deren Marionetten in Kiew zur angeblichen Bedrohung durch Russland anschaut, kommt an den Parallelen nicht vorbei. James Bamford schrieb dazu in seinem Buch „NSA. Die Anatomie des mächtigsten Geheimdienstes der Welt“ (2001, dt. Taschenbuchausgabe 2002) u.a.:

 

Die Idee war vielleicht sogar von Präsident Eisenhower in den letzten Tagen seiner Amtszeit entwickelt worden. … Tatsächlich kündigte er am 3. Januar [1961] gegenüber Lemnitzer und anderen Beratern im Kabinettszimmer an, dass er noch vor Kennedys Amtseinführung gegen Castro vorgehen werde – vorausgesetzt dass ihm die Kubaner einen wirklich guten Vorwand lieferten. Als die Zeit dafür knapp wurde, setzte Eisenhower eine neue Idee in Umlauf. Wenn Castro nicht für den Grund sorge, sagte er, könnten vielleicht die vereinigten Staaten ‚etwas fabrizieren, das allgemein akzeptiert werden würde‘. Er schlug vor, für einen Anlass zu sorgen – einen Bombenanschlag, einen Angriff, einen Sabotageakt – der heimlich von den vereinigten Staaten gegen die Vereinigten Staaten durchgeführt würde, um die Eröffnung von Feindseligkeiten zu rechtfertigen. Es war ein gefährlicher Vorschlag von einem in die Enge getriebenen Präsidenten.“ (S. 112f.)

 

Bamford beschreibt in seinem Buch die geplanten Täuschungsmanöver der „Operation Northwoods“, die Lyman L. Lemnitzer, Vorsitzender des Vereinigten Generalstabs der USA, und seine Kollegen aus den Teilstreitkräften ausarbeiteten. Dazu gehört  auch der vorgetäuschte Abschuss eines US-Zivilflugzeuges durch die kubanische Luftabwehr. „Lemnitzer war geradezu tollwütig in seinem Hass auf den Kommunismus im Allgemeinen und Castro im Besonderen.“ (S. 118) Muss auf Ähnlichkeiten – alles andere als zufällig – zu heute handelnden Personen insbesondere in den USA  und deren Äußerungen hingewiesen werden? Bamford stellt fest:

 

Rückblickend bieten die Dokumente neue Einsichten in die Denkweise der ordensgeschmückten Führung des US-Militärs. Zwar gelang es den Generälen nicht, Amerika durch einen falschen Vorwand in einen Krieg gegen Kuba zu treiben, aber sie könnten den Vietnamkrieg auf diese Art ausgelöst haben.“ (S. 122)

 

Ihre Nachfolger könnten die Erfahrungen und Vorschläge in den Konflikt in der Ukraine angewandt haben.
Eines ist sicher: Der Aufforderung des ehemaligen Bundeswehroffiziers Karl-Bernhard Müller, kritisch gegenüber dem zu bleiben, was uns massenmedial erzählt und berichtet sowie politisch erklärt wird, ist im positiven Sinne unbedingt Folge zu leisten.

 


 

 

 

Nachtrag vom 26.7.15 aus interessanten und weiterführenden Kommentaren zum Text auf freitag.de

 

Stine 25.07.2015 | 17:44
Für mich sind unterschiedliche Ursachen denkbar. Es könnte so gewesen sein, wie im Skript des australischen Videos dargestellt oder auch als versehentlicher Abschuss durch eine Buk, weil ein Militärjet die Passagiermaschine gezielt als Deckung benutzt hat oder eben ganz bewusst als False Flag. 
Zu der Strategie dieser Art staatlichen Terrors gibt es übrigens aktuell den 3. Teil einer Artikelserie von Sascha Pommrenke.
http://www.heise.de/tp/artikel/45/45422/1.html
Die Fortsetzung des Krimis erfolgt ja nun mit dem Antrag, ein UN Tribunal durchzuführen.
Gestern fand dazu in Malaysia eine russische Pressekonferenz zu MH17 statt, die von ARD und ZDF  anscheinend nicht beachtet wurde. Eine Übersetzung habe ich hier gefunden
http://hinter-der-fichte.blogspot.de/2015/07/mh17-ard-und-zdf-verschweigen-russische.html

 


 

 

 

Hans Springstein 25.07.2015 | 17:53 
@marie hanulak

Da gibt es u.a. die Methode des Verschweigens als Teil der Meinungsmache. Albrecht Müller hat kürzlich auf den Nachdenkseitendarauf hingewiesen.

Und Oberst a.D. Müller ist ja zum Glück nicht der Einzige der so etwas sagt oder schreibt, da kam ja auch schon Einiges aus den USA.


RichardK25.07.2015 | 18:55 
@Hans Springstein
Ein Profil von Oberst AD Müller befindet sich auf Linkedin ich bin dort wie bei allen «sozialen Netzwerken» nicht angemeldet, aber vielleicht ist jemand von Euch angemeldet und kann da noch tiefer hineinschauen und vielleicht sogar eine Kontakt-Email-Adresse erfahren?
Absolut interessant, welche Aufgaben er in seinem Dienstleben hatte und in wie vielen wichtigen Ländern er schon eingesetzt war:
https://de.linkedin.com/pub/karl-bernhard-m%C3%BCller/3b/381/586

Gunnar Jeschke25.07.2015 | 20:05 
«Der Plan gegen Kuba wurde nicht umgesetzt, …»

Das lag an der Intelligenz der damaligen Kennedy-Administration und daran, dass diese Leute «einen Arsch in der Hose» hatten, wie immer man auch gewisse andere Entscheidungen betrachten mag, die sie getroffen haben.
Wenn ich mich richtig erinnere, ist «Operation Northwoods» schon an Robert S. McNamara gescheitert, dem damaligen Verteidigungsminister, der übrigens später ein sehr lesenswertes Buch über die Fehler (auch seine eigenen) im Vietnamkrieg geschrieben hat («In Retrospect — The Tragedy and Lessons of Vietnam») und sich nach seiner US-Administrations-Karriere für Entwicklungshilfe (ja ich weiss, über die Weltbank) und für die Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen eingesetz hat. Insofern gibt es hier vielleicht sogar eine Parallele zu Oberst a.D. Müller.
Ich bin auch gar nicht so sicher, ob es nicht schon vorher eine weiterentwickelte «Operation Northwoods» gegeben hat. Bei der von einem sowjetischen Jäger beim Einflug in ein hochsensibles Sperrgebiet mit Abschussrampen von Atomraketen abgeschossene südkoreanische Zivilmaschine gab es Hinweise, dass die Navigation manipuliert war (die Maschine war weitab der vorgesehenen Flugroute und des internationalen Luftkorridors) und dass es eine absichtliche «Zielkreuzung» mit einer US-Spionage-Boeing gab. Bewiesen ist das allerdings nicht.
Ich denke, wir werden auch im Falle von MH-17 keine endgültigen Beweise sehen- wenn es aber auch keine Beweise für einen Abschuss durch ostukrainische Rebellen geben wird, nachdem die Untersuchungskommission so viel Zeit und alle Möglichkeiten hatte und wenn bestimmte offene Fragen von der Untersuchungskommission nie beantwortet werden, kann man wohl mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass es die Kiewer Seite zumindest mit westlicher Unterstützung nach dem Abschuss war.
Um mehr sicher zu wissen, bräuchte man mehr Leute wie Oberst a.D. Müller. Vielleicht hat ja auch der Privatmann/die Privatfrau schon Beweise in der Hand, der/die so viel Geld ausgelobt hatte, um den Fall zu lösen.

H.L.25.07.2015 | 20:28
Es mutet surreal an, daß über ein Jahr nach dem Abschuß von MH17 immer noch von einer BUK-Rakete geredet wird. Sie können eine ausführliche Begründung, warum es keine BUK war, z.B. bei Biedermann oder hier bei Gunnar Jeschke nachlesen:

http://www.anderweltonline.com/wissenschaft-und-technik/luftfahrt-2015/mh-17-und-kein-ende/
https://www.freitag.de/autoren/gunnar-jeschke/correct-v-korrigiert
Der Start einer BUK-Rakete ist wegen des Lärms und des Rauchschweifs viel zu auffällig, um in einer dicht besiedelten Gegend wie dem Donbass unbemerkt zu bleiben! Das gilt sowohl für ukrainische als auch für separatistische BUKs. Egal ob die in Snischne oder Saroschenskoje oder anderswo gestartet werden. Es gibt auch keine Zeugen. Nur ein paar von Marcus Bensmann herbei gelogene «anonyme Zeugen» und ein paar ukrainische Fälschungen (wie das Foto eines angeblichen Rauchschweifs), die Teil des Plots waren.
Auch wenn es in den Massenmedien unendlich oft wiederholt wurde: Es wurde dort nirgendwo eine BUK gestartet. Vielleicht wurden BUKs auf dem Boden transportiert — wenn die Fotos nicht gefälscht sind, aber davon stürzt kein Flugzeug ab.
Andererseits braucht der Abschuß von MH17 durch einen ukrainischen Kampfjet natürlich nicht von den Amerikanern oder von Kiew geplant worden sein. Es gibt viele Indizien, die auf einen Alleingang des Oligarchen Kolomoiski schließen lassen:
+ Kolomoiski ist einer der reichsten Oligarchen der Ukraine und dürfte vermutlich über ausreichend Selbstbewußtsein verfügen, um so eine False-Flack-Attack ohne Rückendeckung von Jazenjuk oder Poroschenko mit einem kleinen Kreis von Mitwissern durchzuziehen.
+ Als damaliger Gouverneur von Dnipropetrowsk dürfte K. gute Kontakte zu DniproRadar gehabt haben, konnte also MH17 auf den Kurs über den Donbass schicken. (Es soll doch eine schon lange verschwundene Fluglotsin Anna Petrenko involviert gewesen sein?)
+ Die Piloten der Su-25 aus Aviatorskoye bei Dnipropetrowsk dürften auf der Gehaltsliste von K. gestanden haben und würden ihrem Gönner sicher eine Gunst erweisen. Das erklärt dann, warum nur die beste in Dnipropetrowsk verfügbare Su-25M1 verwendet wurde und keine wesentlich besser geeignete Mig-29 o.ä.
+ Möglicherweise hatten K. und seine Mitverschwörer keine Ahnung, wie laut und auffällig eine BUK ist und daß es eigentlich eine ziemlich dämliche Idee ist, MH17 mit einer Su-25 abzuschießen und dann zu behaupten, es wäre eine BUK gewesen.
+ Vielleicht ist K. auch noch gerissen genug, die Piloten mit einer dreisten Lüge herein zu legen: Er erzählt den Piloten die plausible Lüge, sie sollten den an diesem Tag aus Südamerika zurückkehrenden Putin abschießen. Er läßt also die Piloten im unklaren darüber, daß in Wirklichkeit der Abschuß eines Zivilflugzeugs beabsichtigt ist. So kann er sich sicher sein, daß die Piloten keine Skrupel bekommen. Das würde dann auch noch erklären, warum der Pilot Woloschin nach der Rückkehr völlig entsetzt ist und sinngemäß «es war das falsche Flugzeug» gesagt hat.
So könnte Kolomoiski sowohl Poroschenko und Jazenjuk hintergangen haben und auch die Amerikaner müssen nichts vom Abschuß von MH17 gewußt haben. Was die Amerikaner natürlich nicht daran hindert, das Unglück propagandistisch auszuschlachten und gleichzeitig zu vertuschen und die Vermittlung zu verschleppen! Übrigens arbeitet Hunter Biden für Kolomoiski, d.h. K. ist gut genug mit dem Amerikanern verbändelt, um ihnen gedeckt zu werden.

H.L.25.07.2015 | 21:18 
@Gunnar Jeschke
Werter Gunnar Jeschke, wie beurteilen Sie denn die Pressekonferenz von Almaz-Antey vom 2. Juni 2015? Dort wurde versucht, den Schaden an MH17 durch eine in Saroschenskoje gestartete BUK zu erklären.
Der Niederländer Max von der Werff hat das hier zusammengefaßt: http://7mei.nl/2015/06/03/mh17-bad-day-for-the-putin-did-it-crowd/
Ich halte das eher für ein «Verhandlungangebot» an den Westen, um noch irgendwie mit Beteiligung einer BUK aus dem MH17-Schlamassel heraus zu kommen, als für eine ernst gemeinte technische Erklärung. Was denken Sie darüber?

Hans Springstein25.07.2015 | 21:23 
@Gunnar Jeschke
Zu Vielleicht hat ja auch der Privatmann/die Privatfrau schon Beweise in der Hand, der/die so viel Geld ausgelobt hatte, um den Fall zu lösen. siehe auch den Bericht der Zeitschrift Capital dazu vom 15.6.15, den Sie wahrscheinlich schon kennen.

Ihre Kolomoiski-These klingt bedenkenswert, aber wäre er, jetzt abgesetzt als Gouverneur und bei Poroschenkos angeblichem Kampf gegen die Oligarchie nicht der gefundene «Sündenbock» auch im Fall von MH17, egal ob auch der richtige oder nicht?
Zudem, warum sollte die russische Buk-Hersteller-Firma versuchen, irgendwie mit Beteiligung einer BUK aus dem MH17-Schlamassel heraus zu kommen? Wem sollte damit geholfen werden? Es gab bei den ersten Berichten Hinweise darauf, dass es dem Rüstungskonzern auch um das eigene Ansehen ginge, ausgehend von der vermeintlich akzeptierten These, dass es eine Buk-Rakete war, die MH17 vom Himmel holte.
Zum Abschuss durch eine Luft-Luft-Rakete noch der Hinweis, dass der niederländische Chefermittler Westerbeke mehrmals sagte, dass diese Variante nicht ausgeschlossen werden könne, am 27.1014 gegenüber dem Spiegel und jüngst wieder in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung, online veröffentlicht am 17.7.15
Siehe dazu auch nochmal das:
• Russische Ermittler und Experten: Abschuss durch Flugzeug
«Ein Jahr nach der Katastrophe der Boeing Flug MH17 über der Ost-Ukraine hat eine Gruppe von Luftfahrtexperten im Internet ihren eigenen Ermittlungsbericht veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass die malaysische Verkehrsmaschine mit 298 Insassen mit einer israelischen Luft-Luft-Rakete abgeschossen worden sein konnte.
In dem 16 Seiten umfassenden Bericht werden die Schäden am Rumpf anhand der öffentlichen Bilder detailliert gemessen und analysiert. Anhand dieser Daten modellierten die Experten den Explosionsbereich der Rakete und berechneten die Masse von deren Gefechtskopf. Nach ihren Angaben explodierte der 10 bis 40 kg schwere Sprengkopf 0,8 bis 1,6 m von der Fensterscheibe des MH17-Flugkommandanten entfernt. Dabei wurden etwa 2000 bis 4000 Parallelepiped-förmige Splitter mit einem Durchschnittsgewicht von jeweils drei Gramm mit Abmessungen von 8х8х6 mm ausgestoßen.
Ihre Erhebungen verglichen die Experten mit den technischen Daten der russischen Flugabwehrraketen und kamen zu dem Schluss, dass keine mit derartigen Splittern gespickt ist. So unterscheiden sich die Splitter der Boden-Luft-Rakete vom Typ Buk sowohl in der Form (Doppel-T-Form statt Parallelepiped) als auch im Gewicht (8,1 statt drei Gramm) deutlich.
Darüber hinaus sind alle russischen Fla-Raketen mit Gefechtsköpfen bestückt, die deutlich mehr als 40 kg wiegen. Dass die Rakete in der Nähe des Cockpits explodierte, zeuge davon, dass sie einen Infrarot-Selbstsuchkopf hatte und auf die Strahlung des Radars zusteuerte, der sich unter dem Cockpit befindet.
Nach der Eischätzung der Experten passt die israelische Luft-Luft-Rakete vom Typ Python zu diesen Daten. Diese Rakete ist nämlich mit einem Infrarot-Suchkopf ausgerüstet, der Sprengkopf wiegt elf kg, die Splitter haben eine passende Form.
Laut öffentlichen Angaben hatte die ehemalige Sowjetrepublik Georgien Anfang der 2000er Jahre Kampfjets des Typs Su-25 modernisiert und an die Raketen Python 4 und Python 5 angepasst. Die Python-Raketen sind äußerlich von den sowjetischen R-60-Raketen – der Standard-Waffe der Su-35 – kaum zu unterscheiden.
Dieser inoffizielle Bericht passt mit den Aussagen des ehemaligen ukrainischen Luftwaffentechnikers Jewgeni Agapow zusammen, der vor dem Krieg in seinem Heimatland nach Russland geflüchtet war. Laut dem Mann, der im Juli 2014 auf einer ukrainischen Luftwaffenbasis gedient hatte, hatte ein ukrainischer Kampfjet vom Typ Su-25 am Tag der MH17-Katastrophe seine Basis mit Luft-Luft-Raketen an Bord verlassen und war etwas später ohne Munition zurückgekehrt. Der Pilot, Hauptmann Woloschin, soll zu seinen Kameraden gesagt haben, er sei zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. …» (Sputnik, 16.7.15)
«Russische Experten gehen davon aus, dass die malaysische Boeing MH17 vor einem Jahr über der Ostukraine mit einer Luft-Luft-Rakete nicht russischer Produktion abgeschossen wurde. Das sei die Hauptversion des russischen Ermittlungsausschusses, wie sein Sprecher Wladimir Markin am Mittwoch in Moskau mitteilte.
„Die von Russland gewonnenen Daten basieren unter anderem auf Resultaten von Expertisen. Mehr noch. Die Experten wollen auch den Typ der nicht in Russland gebauten Rakete festgestellt haben.“
Markin zufolge werden die vom Ermittlungsausschuss gezogenen Schlüsse auch durch Aussagen des Zeugen Jewgeni Agapow bestätigt. Dieser hatte seinen Dienst als Mechaniker der ersten Staffel einer Brigade der taktischen Fliegerkräfte der Ukraine abgeleistet und war für die Bewaffnung von Flugzeugen zuständig. Er habe gesehen, dass ein Kampfjet nach einem Einsatz am Tag der Tragödie ohne eine Rakete zurückgekehrt sei, hatte der Zeuge ausgesagt. …» (Sputnik, 15.7.15)

Ich denke nach wie vor, dass ein Abschuss durch ein Flugzeug deutlich wahrscheinlicher ist, aber dass man einen Abschuss durch eine BUK eben nicht 100%ig ausschliesen kann (wie schon in der Diskussion zum CORRECT!V-Artikel erwähnt).
In Russland hat man wahrscheinlich bemerkt, dass man in eine propagandistisch schwierige Lage kommen würde, wenn doch ein Abschuss durch eine BUK nachgewiesen werden könnte und dass man deshalb die Möglichkeit in den Raum stellen muss, auch ein BUK-Abschuss könne auf die Kiewer Seite zurückgehen (was ja sicherlich auch so ist).
Daraus folgt meines Erachtens, dass Russland nicht sicher weiss, wie genau der Abschuss erfolgt ist, also keine Beweise in der Hand hat, dass keine BUK im Spiel war.
Allerdings denke ich, dass die Untersuchungskommsission mit sehr grosser Sicherheit seit Monaten wissen muss, wie genau der Abschuss erfolgt ist. Nach allem, was wir wissen, ist sie im Besitz von Schrapnell und konnnte also die Zusammensetzung der Legierung analysieren, sie konnte die Trümmer weitgehend zu einem Flugzeugmodell zusammenbauen und muss damit Information über den Splitterkegel bzw. die Einschussrichtung(en) haben. Wenn die Untersuchungskommission nicht im Besitz der Cockpit-Wände wäre, mit denen sich dieser Punkt klären lassen muss, hätte die westliche Propaganda diesen Diebstahl von Beweismaterial längst ausgeschlachtet.
Weil ich also sehr sicher bin, dass die Untersuchungskommission zumindest das eingesetzte Waffensystem schon lange genau kennen muss, dazu aber nichts verlauten lässt, gehe ich eher davon aus, dass auch die Untersuchungskommission gefunden hat, dass es keine BUK war. Denn das umgekehrte Ergebnis würde ja in das Bild passen, das sich die niederländischen Politiker und westlichen Geheimdienste von der Kommission erwünschen- warum also sollte man die Veröffentlichung zurückhalten?
Es gäbe dafür meines Erachtens nur einen Grund: Es war eine BUK, aber es lässt sich tatsächlich nachweisen, dass es ein «Auslandsmodell» war, also keine russische. Dadurch ergäbe sich eine schwere Erklärungsnot, selbst dann noch, wenn doch die Separatisten mit einer zuvor von der ukrainischen Armee erbeuteten BUK versehentlich MH-17 abgeschossen haben sollten.
Das ukrainische Präsidialamt hatte nämlich zwei Tage vorher den Abschuss einer ukrainischen Militärmaschine durch die Separatisten in 6000 Metern Höhe vermeldet. Schon das hätte unbedingt zur Sperrung des Luftraums über dem Kriegsgebiet führen müssen, denn jedes System, dass so etwas kann, erreicht auch eine Zivilmaschine. Wenn Parubi (der damalige Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates) ausserdem wusste, dass die Separatisten im Besitz eines ukrainischen BUK-Systems waren, so war die unterlassene Sperrung des Luftraums unentschuldbar.
Die Behauptung, die Separatisten seien in Besitz eines ukrainischen BUK-Systems gelangt, kam übrigens in den ersten Tagen nach dem Abschuss von ukrainischer Seite, wurde aber sehr schnell zurückgenommen. Inzwischen ist die offizielle Lesart, das sei nicht der Fall gewesen und wenn schon, dann sei dieses System nicht operativ gewesen (Beides wurde in den Monaten nach dem Abschuss behauptet).
Verfolgt man die Kommunikation von ukrainischer Seite aus, insbesondere, aber nicht nur, diejenige des Geheimdienstes SBU, so ist diese voller Widersprüche. Versionen, die zu verschiedenen Zeitpunkten in Umlauf gebracht wurden, schliessen einander logisch aus, mal ganz abgesehen von dem falschen Foto einer BUK-Rampe, die angeblich auf dem Weg nach Russland war und inzwischen als nach wie vor in ukrainischem Besitz befindlich identifiziert wurde. Dass der SBU in der Sache MH-17 Falschinformation in Umlauf gebracht hat- und zwar mehrfach- steht ausser Zweifel.
An ein «Verhandlungsangebot» an den Westen in dieser Richtung glaube ich eher nicht, schliesse es aber nicht völlig aus. Russland hat ein Interesse, die Beziehungen zur EU und zur USA wieder zu normalisieren und würde für dieses Ziel durchaus auch eine weiterbestehende Unklarheit über MH-17 hinnehmen.

Hans Springstein25.07.2015 | 22:21
Der in Deutschland lebende US-Publizist William Engdahl hat übrigens in einem am 1.8.14 von Russia Today veröffentlichten Beitragdargelegt, warum die MH17-Katastrophe eine «False flag»-Operation der CIA gewesen sein könnte und dabei auf interessante Fakten und Zusammenhänge aufmerksam gemacht, z.B. das zeitgleich stattfindende NATO-Manöver «Sea Breeze 2014″: «… Jetzt kommen wir zu einem höchst interessanten Zusammentreffen. Genauso wie bei den Anschlägen auf das World Trade Center im September 2001 und dem Terroranschlag des sogenannten Boston-Bombers und anderen Terrorattacken, fanden an den Tagen vor und nach dem MH17-Zwischenfall wichtige NATO-Ukraine-Manöver statt.
Wie der Washingtoner NSA-»Whistleblower« Wayne Madsen berichtet, führten NATO und die ukrainischen Streitkräfte zehn Tage lang gemeinsame militärische »Übungen« unter dem Codenamen »SEA BREEZE« durch, zu denen auch der Einsatz elektronischer Kriegsführung und elektronischer Aufklärungsflugzeuge wie die Boeing EA-18G Growler und das Boeing E3 Sentry Airborne Warning and Control System (AWACS) gehörte. An SEA BREEZE war laut Madsen auch der Lenkwaffenkreuzer Vella Gulf beteiligt. Vom Schwarzen Meer aus »könnte die Vella Gulf Malysian Airlines MH 17 über das Schwarze Meer und auch jede Rakete, die auf das Flugzeug abgefeuert wurde, verfolgen.« Außerdem waren US-AWACS-Flugzeuge der Elektronischen Aufklärung (ELINT) zur Zeit des Fluges von MH17 über die Ukraine in der Schwarzmeerregion unterwegs. Growler-Flugzeuge können Radarsysteme bei allen Boden-Luft-Bedrohungen stören.
Die NATO-Übung fiel mit dem Abschuss von MH17 am 17. Juli, nur rund 50 Kilometer von der russischen Grenze entfernt, zusammen. NATO-Schiffe und Flugzeuge hatten die Regionen Donezk und Luhansk unter völliger Radar- und elektronischer Kontrolle. …» Das vor der Krise in der Ukraine geplante Manöver sollte eigentlich am 13.7.14 enden, ging dann aber bis zum 17.7.14, dem Tag der MH17-Katastrophe. «Zur Ursache für die Verlängerung der Übung machte das Verteidigungsamt Bulgariens keine Angaben«, soRIA Novosti am 17.7.14.
Engdahl weist auch auf die Verbindungen zu Kolomoiski und dessen mögliche Verquickung in die Ereignisse am 17.7.14 hin. Dieser habe Verbindungen u.a. zu US-Geheimdiensten. «Kolomoisky scheint indirekten Zugang zu den höchsten Ebenen der Macht im Verteidigungsministerium, bei der NATO und in der US Intelligence Community zu haben. Eine seriöse, wahrheitssuchende Ermittlung sollte mit Kolomoisky und seinem internationalen Netzwerk beginnen.«, so Engdahl in einer deutschen Fassung des Beitrages,veröffentlicht am 26.7.14 auf der Website des Kopp-Verlages, zu dem ich nicht verlinke, da der Verlag selbst mehr als fragwürdig erscheint. [Ich habe den Link am 26.7.15 aus Fairness-Gründen doch hinzugefügt, weil auch auf meinen Beitrag verlinkt wurde. Ansonsten bleibe ich bei meiner sehr kritischen Sicht auf den Kopp-Verlag.]

Hans Springstein25.07.2015 | 22:28 
@Gunnar Jeschke 
Russland hat ein Interesse, die Beziehungen zur EU und zur USA wieder zu normalisieren und würde für dieses Ziel durchaus auch eine weiterbestehende Unklarheit über MH-17 hinnehmen.
Das erscheint bedenkenswert und plausibel.

Gunnar Jeschke25.07.2015 | 22:29 
@Gunnar Jeschke
Ich muss mich selbst kommentieren, um ein mögliches Missverständnis auszuschliessen:
«aber dass man einen Abschuss durch eine BUK eben nicht 100%ig ausschliesen kann»
sollte besser heissen:
» aber dass man mit der öffentlich zugänglichen Information einen Abschuss durch eine BUK eben nicht 100%ig ausschliessen kann»
Was übrigens auch nichts über die Expertise in Bezug auf einen möglichen Abschuss durch eine Python-Luft-Luft-Rakete aussagen soll. Mit den Mitteln eines Amateurs kann man diese Analyse bezüglich Splitterkegel und Gefechtskopfgrösse anhand der Fotos nicht leisten. Ein Expertenteam mit entsprechender Software und ausreichender Zeit für die Untersuchung kann das vermutlich schon. Es ist nur für einen Aussenstehenden schwer nachzuprüfen.

H.L.25.07.2015 | 23:19 
@Gunnar Jeschke
Die Russen haben drei englische Dokumentationen bei RT veröffentlicht, die von einem Abschuß von MH17 duch einen Kampfjet ausgehen: «MH-17 – The Untold Story» am 22. Oktober 2014, «Reflections on MH17″ am 26. Januar 2015 und «MH17: ‘No one deserves to die that way'» am 17. Juli 2015. Sie scheinen sich also ihrer Sache recht sicher zu sein …
Interessant fand ich folgenden Artikel: «MH17 couldn’t be shot from rebel areas, West pressuring investigators – Russian Air Agency»
“If the missile, as Western authorities claim, were sent from Snezhnoe area [controlled by the rebels], then according to all experts and specialists, it would have been detected by radar station in Rostov-on–Don [region in Russia which borders on Donetsk Region],” Deputy chief of Russia’s Federal Air Transport Agency Oleg Storchevoy said during a briefing on MH17 investigation Thursday.
He also added that if the missile that targeted the Malaysian plane was sent from Zaroshchensk town which was at that time controlled by Kiev troops, specialists say that “the radars would have recorded neither the launch, nor the movement of the missile towards the plane.”
http://www.rt.com/news/310057-malaysian-flight-mh17-investigators/
Demnach hätten die Russen keine BUK auf ihrem (militärischen) Radar gesehen!

Gunnar Jeschke26.07.2015 | 06:33 
@H.L.

Ich glaube, dass die Spitzenpolitiker sehr bald nach dem Abschuss wussten, wer verantwortlich war. Putin hat kurz darauf den Vorfall in einem Telefongespräch mit Obama angesprochen und die russische Seite hat sofort informiert, dass er den Vorfall in diesem Gespräch thematisiert hatte. Die US-Administration wollte diesen Gesprächsinhalt zuerst weder bestätigen noch dementieren. Als sich Obama zu ersten Mal äusserte, hat er sofort gemauert: Zu diesem Vorgang werde in der Zukunft viel irreführende Information in die Welt gesetzt werden (sinngemäss).
Bereits nach diesen Nachrichten hielt ich es für sehr wahrscheinlich, dass Putin beim Telefongespräch und Obama bei seiner Aeusserung wussten, dass es die KIewer Seite bzw. US-Geheimdienste waren. Nur ist solches Zwischen-den-Zeilen-Lesen eben kein Beweis.
Von den RT-Doumentationen kenne ich nur diejenige vom 22. Oktober 2014, die ich zuf$llig eine Woche später in einem Hotel in Luzern gesehen habe (zu Hause verfolge ich RT nicht).
Das ein modernes Radar in Rostow am Don eine von Snizhne aus gestartete BUK hätte sehen müssen, glaube ich auch. Russland konnte das also vermutlich überprüfen. Vor der Weltöffentlichkeit zu beweisen, dass sie nicht gesehen wurde und hätte auf jeden Fall gesehen werden müssen, ist eine andere Frage. Russland hat vermutlich die meisten westlichen Experten überzeugt, nicht aber die westliche Oeffentlichkeit.

Ja, uns völlig außenstehenden Beobachtern bleibt nur, Mosaiksteine zusammenzutragen, auch aus der Flut an Informationen, die ein Bild ergeben könnten, das der Realität nahe kommt.
Und natürlich laufen solche Aktionen bzw. verdeckte Operationen ohne irgendwelche schriftlich festgehaltenen Abmachungen oder Festlegungen ab, damit auch für den Fall des Scheiterns keine Spuren nachzuvollziehen sind, auch im Fall eines Gerichtsverfahrens. In den USA wurde dazu 1954 die NSC 5412/2 Special Group des Nationalen Sicherheitsrates geschaffen, die in den Folgejahrzehnten immer mal den Namen wechselte. Diese Gruppe hoher Regierungsbeamter war verantwortlich dafür, die verdeckten Operationen der USA zu organisieren und zu führen, mit Wissen des US-Präsidenten und nicht ohne seinen Befehl, aber eben so, dass es keinen Hinweis auf die Beteiligung des Präsidenten gab und dieser sich ggf. immer als unwissend hinstellen konnte. Bei Wikipedia gibt es einen guten Überblick über diese Gruppe bzw. diese Komitee. Ich hatte in einem Beitrag für die junge Welt vom 8.6.04 zum Fall des 1967 von Israel angegriffenen US-Spionageschiffes «Liberty» u.a. darauf hingewiesen (hier ist der Text noch online). Das nur als Nebenbemerkung, die hoffentlich nicht zu viel Binsenweisheit enthält.
Danke für die Erinnerung an das Putin-Telefonat mit Obama am 17.7.14. Interessant und passend, was dann unter anderem beiSpiegel online am 19.7.14 dazu zu lesen war: «Präsident Putin schürt den politischen Konflikt, er gibt Kiew die Schuld am Absturz von Flug MH17. Doch der Reflex aus Washington bleibt aus: Barack Obama erhöht zwar den Druck, vermeidet aber allzu scharfe Vorwürfe.» Allein die Aussage, das Putin den Konflikt schüre … Naja. Spiegel online erwähnt übrigens in dem Beitrag ebenfalls den mutmasslichen Abschuss eines südkoreanischen Passagierflugzeuges durch ein sowjetisches Kampfflugzeug 1983 und die US-Reaktion darauf: «Ronald Reagan übrigens, daran erinnerte die «Washington Post» dieser Tage, ließ 1983 seinen starken Worten so gut wie keine Taten folgen. Seinen Sicherheitsberatern habe er damals erklärt, dass man bitteschön nicht überreagieren möge.«

Hans Springstein26.07.2015 | 13:49 
@Gunnar Jeschke
Hier, auf dieser Plattform, ist übrigens der Beitrag zum Angriff auf die USS Liberty 1967 ebenfalls noch online. [siehe auch hier] War mir zuerst entfallen. Laut dem Dokumentarfilmer und Buchautor Peter Hounam könnte das Ziel der Aktion «gewesen sein, durch das angeblich von Ägypten versenkte Schiff die USA auf seiten Israels in den Sechstage-Krieg von 1967 hineinzuziehen. Es habe einen Plan «Operation Cyanide» gegeben, heißt es in Film und Buch, mit dem Ziel, Ägypten zu überfallen und dessen Präsident Abdel Nasser zu stürzen. James Ennes, einer der «Liberty»-Überlebenden, weiß von einem Dokument vom April 1967, in dem dieser Plan erwähnt wird. Es stammt von einer Sitzung des «Committee 303″, eines Gremiums der US-Regierung, das verdeckte Aktionen der USA plante und im Namen des US-Präsidenten entschied. Das geschah, damit der Präsident bei einem Scheitern nicht belastet werden könne, erklärte Ex-CIA-Chef Richard Helms in dem BBC-Film. …«
Nein, die Muster sind wirklich nicht neu.Ich sah gerade, dass mir die Website des Kopp-Verlages viele Leser bescherte … Naja, die Gedanken und die Informationen sind frei.


Nachtrag vom 27.7.15: Hier noch ein online zugänglicher Beitrag von Wayne Madsen im russischen Online-Journal der Strategic Culture Foundation vom 24.7.14 über die möglichen Zusammenhänge zwischen der «Operation Northwoods» und der MH17-Katastrophe.

Hier der Beitrag zur «Operation Northwoods» im National Security Archive der USA, samt Originaldokumenten. Es hat fast 40 Jahre gebraucht, bis die Dokumente das Licht der Öffentlichkeit erblickten …

 

 


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