Französische Parlamentsdelegation schockierte mit Krim-Besuch den Westen

   Дата публикации: 27 июля 2015, 14:28


Drei Tage lang begab sich eine französische Delegation unter der Führung von Thierry Mariani, mit neun anderen Parlamentskollegen auf die Krim um Solidarität mit den Krim-Bewohnern zu bezeugen, für die Anerkennung der Krim zur Russischen Föderation zu werben und die Sanktionen gegen Russland infrage zu stellen. Das kommt im Westen natürlich nicht gut an.

 

Von Andre Eric Keller

Quelle: Contra Magazin

 

Thierry Mariani ist Mitglied der Republikaner (Les Républicains/LR) – der ehemaligen UMP des vorherigen Präsidenten Nicolas Sarkozy – und ist in der französischen Nationalversammlung im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten tätig. Weiters ist Mariani Sonderbeauftragter der OSZE für Zentralasien und Mitglied des Europäischen Rates. Nebenbei ist der konservative Politiker Co-Vorsitzender des Forums Französisch-Russischer Dialog. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass Mariani nicht irgendwer ist, sondern vielmehr ist er ein Europäer mit Verantwortung, ein Mann für den Frieden, für einen Dialog und für die Zusammenarbeit mit Russland.

 

Dass Thierry Mariani und die anderen neun Abgeordneten, den französischen Außenminister Laurent Fabius damit schockieren, liegt in der Natur der Sache. Die offizielle Linie Frankreichs, – mit wenigen Ausnahmen – des übrigen Europas und der USA ist hinlänglich bekannt. Russland habe völkerrechtswidrig die Krim annektiert, das wird mit Sanktionen bestraft. Punkt. Wie lange die Sanktionen anhalten sollen und vor allem wie sinnvoll sie sind, steht auf einen anderen Blatt.

 

Mariani ist der Meinung, das Russland das Richtige zur richtigen Zeit getan hatte. Bevor die Situation aus dem Ufer lief und die ukrainischen Maidanhorden des Rechten Sektors über die Krim herfallen würden, konnte die russische Armee das Regionalparlament und strategisch wichtige Orte ohne Abgabe eines Schusses besetzen und das Referendum vorbereiten. Den Rückhalt durch die mehrheitlich russische Bevölkerung gab es. Fakt ist, dass die Krim schon jahrhundertelang russisch war. Abgesehen von Nikita Chruschtschows Geschenk, wo er die Krim 1954 anlässlich des 300-jährigen Jubiläums der russisch-ukrainischen Einheit der Ukraine zukommen ließ, war selbst nach der Auflösung der Sowjetunion ein Abkommen über russische Truppenstationierung auf der Krim und im größten Schwarzmeerhafen in Sewastopol, geschlossen worden.

 

Für die französche Delegation war es im Allgmeinen wichtig, nicht nur mit Funktionären sondern auch mit der Bevölkerung Kontakt aufzunehmen. Beim Besuch von Jalta und Sewastopol konnte sich Mariani vergewissern, dass die Menschen auf der Krim nicht nur glücklich und zufrieden sind, sondern sich bewusst für Russland entschieden haben. «Daraus kann man Russland keinen Vorwurf machen», so der Delegationsleiter. Des weiteren erläutert er, dass die Sanktionen gegen Russland «dumm seien und von Amerika provoziert wurden». Er hofft auch darauf, das andere westliche Delegationen nachfolgen würden, um so der Welt ein breites Bild vermitteln zu können.

 

Unterdessen fühlt sich das Regime in Kiew auf den Schlips getreten. Der Besuch der französischen Delegierten sei nicht mit der Ukraine abgesprochen und gar völkerrechtswidrig. Zudem verortet man einen Mangel an Respekt bezüglich der Souveränität und der territorialen Integrität der Ukraine. Nun, war der Putsch gegen einen vom Volk gewählten Präsidenten Janukowitsch nicht (auch) völkerrechtswidrig? Liebe Leser, beantworten sie sich diese Frage selbst.

 

 

 

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