Die Werbekampagnen der Bundeswehr zielen darauf ab, das töten attraktiv zu machen

Дата публикации: 26 июня 2015, 11:53

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Anonym:

„Ich bin 17 und stolz meinen Wehrdienst dieses Jahr antreten zu dürfen.“

Antwort, Jonas Rietdorf:

 

Ich bin 18 und sage dir, dass du einen Fehler begehst. Du tust mir wirklich leid, wenn du nicht erkennst, dass die Bundeswehr Ihre Soldaten mit der beruflichen Perspektive und dem attraktiven Arbeitsplatz nur anlockt.

Es wird gezeigt wie cool doch alles beim Bund ist. So geil ist es dann aber doch nicht, wenn du auf Leute schießen musst, die du nicht kennst, wegen einer Politik, die du nicht verstehst. Bitte sei dir darüber im Klaren, dass die Werbekampagnen der Bundeswehr darauf abzielen das Töten (!) attraktiv zu machen. Das ist eine absolute Frechheit und sowohl ethisch als auch moralisch verwerflich. Klar muss nicht jeder beim Bund eine Waffe in die Hand nehmen. Aber egal was du dort machst, du unterstützt eine Organisation, die das Töten in dieser Welt fördert und unter dem Deckmantel der Demokratie und Menschenrechte aktiv am Morden teilnimmt.

 

Frag dich mal wie das damals vor und während des 2.Weltkriegs war. Die jungen Soldaten sind auch mit gutem Gewissen in den Krieg gezogen, um das eigene Land zu verteidigen. Allerdings wurden und werden in Kriegen immer nur Wirtschaftsinteressen vertreten. Es ging und geht nie um Demokratie oder Menschenrechte. Diese Versprechen werden nur genutzt, um ein Intervenieren in Land X zu rechtfertigen und sich so, neben dem Kreieren von Feinbildern, Zustimmung in der Bevölkerung und besonders bei den Soldaten zu schaffen.

 

Ich kenne einige Soldaten, die im Ausland waren. Einer sogar bei einer Spezialeinheit. Soll ich dir sagen, was aus deren Erwartungen an den Arbeitgeber Bundeswehr geworden ist? PTBS ist geworden, sprich posttraumatische Belastungsstörung. Letzten Endes wirst du psychisch zu Grunde gehen.

 

Klar braucht man nach der Schule irgendeine berufliche Perspektive. Bei mir ist das nicht anders. Nur gehe bitte überall hin nur nicht zur Bundeswehr, wenn du das große Ganze nicht verstehst.

 

 

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Wie du bestimmt weißt ist die Bundeswehr in der NATO. Der Parlamentsvorbehalt des Bundestag bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr soll abgeschafft werden. Was heißt das? Dieses Privileg gab dem Bundestag das Recht zu entscheiden, ob die Bundeswehr an Auslandseinsätzen teilnimmt oder nicht. Wenn das wegfällt, was es eigentlich seit dem Adria-Urteil des BVGs von 1994 zum großen Teil schon ist, steht die Bundeswehr indirekt unter Kontrolle der USA. Dies liegt daran, dass die USA die Oberhand in der NATO haben.

 

In der NATO gibt es zwei Ämter von großer Bedeutung. Zum einen den Generalsekretär. Er ist sozusagen das Gesicht der NATO. Der jetzig amtierende Generalsekretär ist Jens Stoltenberg, womit er Anders Fogh Rasmussen abgelöst hat.

 

Zum anderen gibt es das Amt des Supreme Allied Commander Europe (SACEUR). Seit Mai 2013 befindet sich in diesem Amt, wie bei jeder Amtsperiode, ein US-General. Der jetzige heißt Philip M. Breedlove, der die Entscheidungsgewalt über militärische Operationen hat.

 

Als General des US-Militärs untersteht dieser dem jeweilig amtierenden Präsidenten der USA. Zum jetzigen Zeitpunkt wäre dies Barack Obama. Dieser setzt sich unter anderem für ein härteres Vorgehen gegen die sogenannte russische Aggression in der Ostukraine ein. Diese Forderungen spiegeln in etwa den Kurs der US-Außenpolitik wieder. Konfrontation statt Kooperation. Vor zwei Tagen wurde beispielsweise beschlossen, dass die USA 250 Kampfpanzer und schwere Artillerie nach Osteuropa verlegen werden. Zu den betroffenen Ländern gehören Estland, Lettland, Litauen, Bulgarien, Rumänien und Polen. Das Militärgerät wird „an verschiedenen Standorten der Region für Ausbildung und Übungen genutzt werden“, so US-Außenminister Ashton Carter.

 

Ergo, können künftig die USA entscheiden, wo DU demnächst auf Menschen schießt, die du nicht kennst, wegen einer Politik, die du nicht verstehst. Inwieweit die Kriege der USA zwecks Völkerrecht, Menschenrechte und Demokratie durchgeführt wurden und werden, hat die Geschichte deutlich gezeigt.

 

Nehmen wir das Beispiel Irak. Im Irak wurde 2003 ein Krieg losgetreten. Dieser Krieg forderte 1 Millionen Tote. Dieser Krieg beruhte nachweislich auf einer Lüge der US-Regierung. Damals hatte Deutschland nicht aktiv am Krieg teilgenommen, sprich keine Bodentruppen entsendet, sondern nur eine Art logistische Rolle übernommen. Hiermit hat übrigens der Gerhard Schröder sein Wahlversprechen von 2002 gebrochen. Ohne Parlamentsvorbehalt wäre Deutschland damals mit am Kriegsschauplatz gewesen. Bei einem völkerrechtswidrigen, herbeigelogenen Krieg, in dem 1 Millionen unschuldige Menschen ihr Leben verloren haben.

 

Aus den Versprechen des Demokratieexports und der Verbesserung der Lebensverhältnisse vor Ort ist natürlich nichts geworden. Heute befindet sich der Irak und im Prinzip der ganze mittlere Osten in einem nie dagewesenen Chaos. Verändert hat sich bei genauerem Hinsehen doch etwas. Die Zahl der US-Konzerne auf dem irakischen Binnenmarkt hat sich um ein vielfaches, im Vergleich zu der Zeit vor 2003, erhöht.

 

Wenn du noch mehr Beispiele haben willst, inwiefern Kriege wegen Menschenrechten und der Demokratisierung von Land X durchgeführt werden, dann schaue dir die Geschichte der Brutkastenlüge von 1990 an oder wirf einen Blick auf den völkerrechtswidrig geführten Angriffskrieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien. Dies war der erste Krieg nach der Wiedervereinigung, an dem sich die Bundesrepublik Deutschland beteiligt hat.

 

 

 

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