Ukraine, Donbass — und der Krieg geht weiter

   Дата публикации: 16 Июнь 2015, 22:32

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Der freiberufliche Journalist Graham Phillips ist zurück im Donbass und führt seine Arbeit als engagierter Kriegsberichterstatter fort. Aus dem Urlaub in seiner Heimat England zurückgekehrt, nutzt er nun eine Drohne für Luftaufnahmen und eine hochauflösende GoPro Hero Videokamera, um die Geschehnisse vor Ort noch besser für die Nachwelt festhalten zu können.

 

Autor: Jonas Rietdorf

Quelle: FB-Seite von Jonas Rierdorf

Während er in London war, hat er eine Wohltätigkeitsveranstaltung organisiert, um durch Versteigerungen von T-Shirts und vielen anderen Dingen Geld für den Donbass zu sammeln. Ein Teil des Geldes, nämlich 50.000 Rubel, floss in die Reparatur eines Krankenwagens, der neben mehreren Einschusslöchern, auch an der Windschutzscheibe, nicht mehr fahrtüchtig ist. Genutzt wurde und wird der Krankenwagen, um zum einen Soldaten der Milizen und zum anderen Zivilisten zu transportieren.

 

Zu sehen sind Feuergefechte zwischen Soldaten der DPR und der ukrainischen Armee rund um den Flughafen in Donetsk, der als solcher, trotz seines Zustandes und der prekären Lage, noch immer durch GPS gelistet ist. Ebenfalls wird der nun mehr katastrophale Zustand der Infrastruktur deutlich. Straßen sind verwüstet, Häuser von Geschossen stark beschädigt sowie einsturzgefährdet und Brücken kaum mehr befahrbar.

Über dem Flughafen selbst herrsche eine sogenannte „no-fly-zone“, weshalb Graham sich zuerst einen geeigneten Platz für Luftaufnahmen suchen müsse. Wie solche Aufnahmen aussehen, kann man hier sehen. Das Video stammt aus dem teils stark beschädigten Stadtgebiet von Gorlovka.

Im weiteren Verlauf der Reportage sind Panzergefechte und Artillerie-Geschosse zu sehen, die nur wenige Meter entfernt von Graham einschlagen, beängstigend.

In einem Kommentar verdeutlicht Graham nochmals, dass an den Kämpfen gegen die Kiewer Armee keinerlei reguläre russische Truppen beteiligt seien. Selbst der Generalstabschef der ukrainischen Streitkräfte „Viktor Muschenko“ hat dies in einer Pressekonferenz gesagt, womit er seiner eigenen Regierung in Kiew und dem Gros der westlichen Medien widerspricht. Selbstverständlich blieb es bei Behauptungen über reguläre russische Truppen auf dem Territorium der Ukraine auch bei solchen.

 

Seit letztem Jahr begleitet Graham Phillips mit seinem Kollegen Patrick Lancaster (US-Bürger und ebenfalls freiberuflicher Journalist) die Milizen der DPR und LPR bei ihren Kämpfen an der Front. DPR steht für «Donetsk People’s Republic» und LPR für «Lugansk People’s Republic». Zuvor hat er die Geschehnisse unmittelbar während und nach dem gewaltsamen Sturz von Janukowitsch auf dem Maidan, im Februar 2014, festgehalten. Auch das umstrittene Krim-Referendum hat er dokumentiert, indem er zahlreiche Wahllokale auf der Krim bereist hat. Anschließend machte er sich daran die sich immer weiter zuspitzenden Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Anti-Regierungstruppen, den Volkswehren DPR und LPR, zu dokumentieren.

 

 

Die durch Minsk 2 vereinbarte Waffenruhe ist bereits mehrfach gebrochen worden, was folgendes Video erneut verdeutlicht. Man muss allerdings explizit betonen, dass die Waffenruhe von beiden Seiten gebrochen wurde, da öffentliche Institutionen gerne die Taten der einen anprangern und die der anderen befürworten oder einfach totschweigen, als gäbe es sie nicht. Das nennt man im Fachjargon Doppelmoral und ist im Kontext eines Krieges gewissermaßen als Propaganda einzustufen. Jüngst wurde dies bei der täglich stattfindenden Pressekonferenz des US-Außenministeriums deutlich.

 

 

Die Aussagen der Sprecherin des US-Außenministeriums „Marie Elizabeth Harf“ stammen vom 03.06.2015. Zu diesem Zeitpunkt war der im Rahmen der „Special Monitoring Mission“ (SSM) veröffentlichte Bericht der OSZE zur aktuellen Lage in der Ukraine der Öffentlichkeit und somit auch dem Außenministerium zugänglich. Geleugnet wurde die Rolle der ukrainischen Armee beim Bruch der Waffenruhe dennoch. Anstatt auf die Frage der Reporterin eine klare Antwort zu geben, wich Harf der Frage aus und betonte nochmals, dass die ukrainische Armee das Recht habe sich gegen die russische Aggression zu verteidigen.

 

 

 


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