Ukraine: Unbekannte Angreifer stürmen den Maidan und zerstören Maidan 3.0 — Aktivisten-Camp

   Дата публикации: 09 июня 2015, 14:54

Kiew: Maskierte stürmen neues Protest-Lager auf dem Maidan. Die Polizei hatten bei den Angreifer untätig zugesehen um danach Demonstranten zu verhaften

 

Quelle: drwn

 
Auf dem Kiewer Unabhängigkeitsplatz, dem international bekannten Maidan, wurde in der Nacht zum Montag, 8. Juni eine Protestaktion unter dem Namen «Dritter Maidan» von maskierten Unbekannten zerstört. Viele der Teilnehmer an der Aktion wurden verprügelt. In Agenturangaben war die Rede von 20 «durchtrainierten» Männern mit Strumpfmasken, die mitten in der Nacht auf dem Maidan erschienen seien. Die Polizei griff nach Zeugenaussagen erst ein, nachdem die Angreifer sechs Zelte niedergerissen und sich zurückgezogen hätten. Sie nahm mehrere Demonstranten fest, jedoch keinen der Maskierten.

 

Der Sprecher der Protestaktion, Rustam Taschbajew, wurde von Männern in Zivil abgeführt. Sein Verbleib ist nach Angaben der Nachrichtenagentur RIA Novosti unbekannt. Zeuge der Vorfälle war auch der Fotograf der internationalen Nachrichtenagentur AP, Andrej Basawitsch.

 

Unerlaubt auf dem Maidan protestiert

 

Die Polizei hatte am Vorabend gefordet, die Zelte abzubauen. In der Nacht griffen laut Medienberichten bis zu 20 Maskierte das Protestcamp an und rissen die Zelte mit Gewalt ab. Das Innenministerium begründete das Vorgehen damit, die Demonstranten hätten unerlaubt auf dem Maidan protestiert. Wie ein Korrespondent von RIA Novosti vor Ort berichtet, blieben am Montagmorgen rund ein Dutzend Aktivisten auf dem Maidan. Sie haben einen Hungerstreik angekündigt.

 

Nach Angaben von Taschbajew hatte die Aktion sich gegen die Preiserhöhungen für kommunale Dienstleistungen, Energie und andere öffentliche Services gerichtet. Seit Monaten regt sich in der Ukraine wachsender Widerstand gegen die vor allem von westlichen Organisationen wie dem Internationalen Währungsfonds (IWF) geforderten Subventionskürzungen und Streichungen im Staatsbudget.

 

 

Veramte Bevölkerung, teurer Krieg

 

Die Maßnahmen gehören zu einem sogenannten Reformpaket, das nach Darstellung westlicher Gläubiger und künftiger Geldgeber eine unabdingbare Voraussetzung für die Zurverfügungstellung weiterer Milliarden ist. Gegenwärtig ist die Rede von einem unmittelbar anstehenden 17-Mrd-Dollar-Kredit des IWF im Rahmen eines mehrjährigen 40-Mrd-Dollar-Programms. Zu den IWF-Bedingungen gehört unter anderem auch, dass der ukrainische Staat sich mit seinen Altschuldnern auf die Restrukturierung der Tilgung mit dem Ziel verringerter jährlicher Belastungen einigt.

 

In der weithin verarmten ukrainischen Bevölkerung stoßen die vom Westen verlangten «Reformen» nicht auf Zustimmung. Nach 15 Prozent Minuswachstum der ukrainischen Wirtschaft im vergangenen und erwarteten minus neun Prozent im laufenden Jahr werden den Menschen ohnehin enorme Opfer abverlangt. Die Bevölkerung zieht auch keinen Nutzen aus dem mit Unterstützung der westlichen Allianz in der Ostukraine geführten Bürgerkrieg gegen einen Teil der russischsprachigen Minderheit. Dieser Konflikt, bei dem es im Grunde um geostrategische Parteinahmen und europäische Ordnungsvorstellungen geht, kostet den ukrainischen Staat täglich viele Millionen.

 

Auffallend ist, welchen unterschiedlichen Widerhall der Vorfall in den bekanntermaßen russlandfreundlichen Medien und in jenen, deren Standpunkt dem Westen zuneigt, findet. Die englischsprachige Moscow Times, die sonst jede vom russischen Staat aufgelöste Ein-Mann-Demonstration eingehend kommentiert, meldete den Vorfall mit keinem Wort. Auch in den etablierten deutschen Online-Medien wird darüber nicht berichtet.

 

 

 

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Unbekannte Täter stürmten den Maidan-Platz in Kiew am späten Sonntagabend und zerstörten das Camp der „Maidan 3.0 Aktivisten“, die ihre Zelte am Samstag aufschlugen, um gegen die von Petro Poroschenko geführte Regierung zu demonstrieren.

 

Quelle: RT Deutsch

 

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