Rostislav Ischenko über Selbstmörder Saakaschwili

   Дата публикации: 05 Июнь 2015, 19:27

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Quelle: ria.ru, Übersetzung und Ersterscheinung: fit4russland

 

In der jetziger Situation ist Saakaschwili in Odessa nichts anderes als eine Zündschnur, welche zum Pulverfass führt, meint Rostislav Ischenko.

 

Ich staune immer wieder über den festen Glauben mancher Politiker, die in die unbesiegbaren Amerikaner und die ewige Existenz der Pax Americana glauben. Religiös kann man diesen Glauben nicht nennen. Jede Religion basiert auf einer eigenen Philosophie. Dabei rufen die religiösen Dogmen von Zeit zu Zeit theologische Diskussionen herbei, grenzen an Ketzerei und erleben Reformationen.

 

Der Glauben an Amerika ist absolut, wie die Mitglieder einer totalitären Sekte an ihren Guru glauben. Sie glauben an der Vernunft vorbei. Das Wort Objektivität ist fremd für sie. Auf die Empfehlung von Washington sind sie bereit, nicht nur Verbrechen zu begehen (ethnische Säuberung in der serbischen Krajina und dem Kosovo, Angriff auf Südossetien, der blutige Putsch in Kiew, die Verbrennung der Menschen in Odessa, die Militäroperation gegen die Zivilbevölkerung in der Ost-Ukraine), sondern auch gegen die eigenen Interessen vorzugehen. Denn sie sind der festen Überzeugung, dass die Bosse aus den USA es besser wissen was zu tun ist und deshalb werden sie ihren treuen Pudel unbedingt beschützen.

 

Das letzte Beispiel solchen blinden Glaubens ist die Tätigkeit des ehemaligen georgischen Präsidenten Saakaschwili in der Ukraine.

 

Berater und Gouverneur

 

Eigentlich sollte Michail Saakaschwili schon hellhörig geworden sein, als er im Februar 2015 aus den USA nach Kiew auf Dienstreise geschickt wurde. Letztendlich sollte Saakaschwili nach den schweren Arbeit in Georgien genug verdient haben, um sich im Ruhestand nicht noch um seinen Wohlstand kümmern zu müssen.

 

Mit seiner georgischen Erfahrung kann Saakaschwili der Ukraine nicht helfen, weil:

 

  • • Es ist eine andere Situation
    • Die Ukraine ist viel grösser als Georgien: Soros und das US-Staatsdepartement können die Ukraine nicht wie Georgien damals unterhalten (finanziell).
  • • Es ist eine andere Zeit
    • Die Supermächte haben die rote Linie der verborgenen Opposition überschritten und befinden sich in einer ganz offenen Oppositionsphase.
  • • Saakaschwili Erfahrung aus Georgien ist eigentlich sogar einem Feind nicht zu empfehlen.
    • Ein Viertel des georgischen Territoriums ging verloren, er selber musste fliehen, die Generalstaatsanwaltschaft fordert inzwischen seine Auslieferung.

 

Saakaschwili, welcher vom eigenen Narzissmus geblendet ist, stellte sich keine solchen Fragen wie: Warum schicken die transatlantischen «Wohltäter», ihn den Putsch-Präsidenten, einen zunehmend zerfallenden ukrainischen Staat zu «Beraten»? Er sollte es aber. Washington will sich damit von noch einer unnützlichen Marionette befreien.

 

Georgien, dessen Regierung die Loyalität zu den USA beibehalten hat, aber in der Verteidigung der nationalen Interessen pragmatischer als Saakaschwili vorgeht, ist gar nicht begeistert, dass Georgiens Verbündeter Washington sich weigert, den ex-Präsidenten an Georgien auszuliefern. Somit haben die USA die professionelle Reputation der Staatsanwaltschaft Georgiens in Frage gestellt.

 

Saakaschwili ausliefern können die USA nicht. Nach dem Gerichtsverfahren wäre es erwiesen, dass dank der bedingungslosen Unterstützung aus Washington, ein korrupter Diktator, Kriegstreiber und Mörder (die Untersuchung bezüglich des Mordes an Zurab Schwanija ist wieder aufgenommen) das Land fast 10 Jahren regieren konnte.

 

Saakaschwili wurde also ein Berater der Ukraine, damit Washington anfallende Beziehungsverschlechterungen mit dem offiziellen Tiflis, reines Gewissens den Kiewer Behörden unterschieben kann und den empörten Georgiern erklären kann, nichts in dieser Sache tun zu können. Poroschenko sei ja ein «selbstständig» agierender Präsident und müsse den Forderungen Tiflis und den Bitten Washingtons nicht nachkommen.

 

Die nicht beschwerliche Arbeit als Poroschenkos Reform-Berater, gab Saakaschwili sogar noch die Hoffnung, die ganze Geschichte würde sich mit der Zeit von selbst regeln. In Georgien würde es zu einem Behördenwechsel kommen und er selbst würde, auch im Fall das er nicht mehr in die Heimat zurückkehren kann, in Ruhe seine Memoieren in Vermont schreiben können.

 

Die Bestimmung brachte ihn aber nach Odessa. Saakaschwili hat das nicht ernsthaft beunruhigt, er sah das eher als Geschenk des Schicksals und als Zeichen des hohen Vertrauens seiner göttlichen amerikanischen Gastgeber an. Es waren die amerikanischen Gastgeber und nicht etwa Poroschenko, welche darum inständig baten, er solle Odessa leiten. Pjotr Aleksejewitsch Poroschenko hätte nicht mal in seinen schlimmsten Alpträumen einen Michail Nikolosowitsch Saakaschwili dazu ernennt, Odessa zu leiten.

 

Das einzige was Saakaschwili in Odessa tun kann ist, die Region weiter zu destabilisieren, was in Kiew bereits ernsthaft befürchtet wird.

 

Aber im Gegensatz zur Person Igor Kolomojskij, welcher Odessa kontrolliert und bis jetzt für eine trügerische Stabilität und Ruhe im Interesse des Oligarchen selber sorgt (ein in Ruhe funktionierender Hafen in Odessa ist das Exportfenster für seine Unternehmen in Dnepropetrowsk), wird sich Saakaschwili der drohenden Aggression in Richtung Transnistrien nicht in den Weg stellen. Im Gegenteil, er wird sich den Kopf zerbrechen in der Bemühung, eine weitere Kriegsfront zu entzünden.

 

 

Warum die USA in Transnistrien Krieg wollen

 

Die Ukraine hat die amerikanischen Erwartungen nicht erfüllt. Das Kiewer Regime, ungeachtet aller Bemühungen, hat Russland nicht in einen Militärkonflikt hineinziehen können. Die Sanktionen haben Russland nicht niedergeschlagen. Die russische Gesellschaft wurde trotz der Erwartungen der amerikanischen Strategen weiter gefestigt, die Unterstützung für Präsident Putin erreicht Spitzenwerte, die anti-amerikanische Stimmung schnellt in die Höhe und die Opposition ist nirgends auf der Straße. Die weitere finanzielle Unterstützung Kiews bringt nur weitere Kosten, ohne irgendwelche positiven Perspektiven.

 

Für die USA wäre es einfach wegzugehen, sie müssten nur ihre Niederlage eingestehen. Das Kiewer Regime jedoch zu einem besseren zu ändern, ist unmöglich. Kriegsverbrecher an der Macht und Nazi-Kämpfer auf der Straße, lassen sich nicht einfach so entfernen: ihnen steht Gefängnis oder das Grab zur Auswahl. Russland demonstriert auch weiter seine Bereitschaft zu warten, dass die USA und die EU ihre Fehler öffentlich anerkennen, denn die Fehler mehren sich. Deswegen Russland beeilt sich nicht, Poroschenko und seine Kompagnons zu stürzen. Man (die USA) muss die Ukraine also aus der Bilanz streichen.

 

In dieser Hinsicht wäre Transnistrien ein Geschenk des Schicksals. Dort leben zwischen einer viertel und einer halben Million (je nach Einschätzung/Quelle) russischer Bürger. Es sind dort aber tausende russische Militärs stationiert. In dem Sinn würde ein Angriff auf Transnistrien ein Angriff auf Russland bedeuten.

 

Die Ukraine hat sich schon bereit erklärt, die Blockade Transnistriens zu organisieren und konzentrieren neben Odessa und Mariupol starke S-300 (Flugabwehrraketensysteme), welche zweifelsfrei damit drohen, russische Transportmaschinen abzuschießen, würde Moskau versuchen in Transnistrien eine Luftbrücke zu organisieren.

 

Unter diesen Bedingungen Saakaschwilis vor Ort in Odessa, an der Grenze zu Transnistrien, wird eine Zündschnur angemacht, welche zu einem Pulverfass führt. Wobei die Zündschnur sehr kurz ist. Die höhere Gewalt zwingt Washington noch zur Eile.

 

 

Über die Möglichkeiten des Militärischen Konfliktes

 

Der weitere Verlauf ist einfach. Bei einem Angriff auf Transnistrien wird Russland buchstäblich gezwungen sein, eine militärische Antwort zu liefern und seine Position der Nichteinmischung aufzuheben, besonders wenn durch einen Angriff auf russische Flugzeuge auch noch russische Militärangehörige unter den Opfern sein sollten. Wenn der militärische Konflikt dann anfängt, ist das Kiewer Regime eine Gefahr für Russland. Das Ziel wird dann sein, die Ukraine aus der Bilanz der USA zu streichen. Das wird dann ganz offiziell durch Russland gehandelt. Washington wird in die Lage kommen, den verlorenen Platz in der Ukraine zu verlassen, mit nicht verlorenem Gesicht.

 

Was mit Poroschenko, Jazenjuk, Turtschinow, den lokalen Nazis und vor allem mit Saakaschwili, welcher diesmal bei weitem keine so günstigen Fluchtbedingungen haben wird wie seinerzeit in Georgien, dann schlussendlich passiert, wird die USA nur wenig kümmern. Aus Washingtons Gesichtspunkt, ist das nur ein weiterer geopolitischer Kollateralschaden, genauso wie die bis an hin tausende Toten im Bürgerkrieg in der Ukraine, der hunderttausenden Toten in Syrien, der Millionen von Flüchtlingen. Oder auch der noch anstehenden Tote nund Flüchtlingen.

 

In dieser Hinsicht ist Saakaschwili, welcher sein Leben und seine Karriere für die Interessen der USA verlor, nicht spannender und sympathischer als das eines Donezker Aufständischen, welcher gegen das proamerikanische Kiewer Regime kämpfte. Es ist nichts persönliches, es geht nur ums Geschäft.

 

Dass nun auch niemand daran zweifelt, dass in Saakaschwilis Handlungen nicht auch ein paar Tropfen persönlicher Überzeugung dabei sind, biete ich ihnen an über dieses Paradox — um nachzudenken. Micheil Saakaschwili hat sich als georgischer Nationalist, als Patriot seiner Heimat, welche jedes Opfer zu geben bereit ist, positioniert.

 

Genau dieser Patriot bestückt sich selber mit ukrainischer Wyschiwanka (eine gestrickte Bluse bzw. ein gestricktes Hemd), übernimmt die ukrainische Staatsbürgerschaft (und verliert dabei laut georgischem Gesetz seine georgische Staatsbürgerschaft), übernimmt den Dienst einer kleinen Aushilfe (im Vergleich zum Posten welchen er in seiner Heimat hatte) in einem anderen Land und wird zu einem ukrainischen Nationalisten und «ukrainischen Patrioten».

 

 

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