Ukraine: So schlecht steht es um die Wirtschaft derzeit wirklich…

   Дата публикации: 28 Май 2015, 18:35

Die gestern veröffentlichten aktuellsten Daten der “National Bank of Ukraine” zeigen diverse wirtschaftliche Kennzahlen mit Stand April 2015. Eine Analyse: So schlecht steht es um die Wirtschaft derzeit wirklich…

Ukraine-Präsident-Poroschenko

Präsident Poroschenko bekommt die Misere nicht in den Griff. Foto: Claude Truong-Ngoc/Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

 

 

Industrieproduktion in der Ukraine

Verständlicherweise geht die Industrieproduktion durch die Krimkrise und vor allem durch den Bürgerkrieg im Donbass (wo die Schwerindustrie sitzt), stark zurück. Zu beachten ist der kontinuierliche Rückgang der Produktion, der auch schon vor dem Krimkrieg begann. Von Dezember 2014 auf Januar 2015 gab es nochmal einen kräftigen Einbruch im Index von 89,9 auf 78,7 Indexpunkte.

 

Ukraine-Industrieproduktion

Daten: National Bank of Ukraine

 

 

 

 

Spareinlagen

Die Spareinlagen der Bevölkerung schrumpfen dramatisch, zu sehen in dieser Übersicht. Gerade das letzte Quartal 2014 zeigt einen erschreckenden Einbruch.

 

Ukraine-Spareinlagen

Daten: National Bank of Ukraine

 

 

Inflation und Geldmenge

 

Ukraine-Geldmenge-und-Inflation

Daten: National Bank of Ukraine

 

 

Der unten dargestellte Inflationsindex zeigt eine massive Preissteigerung an. Korrespondierend dazu explodiert die im Land zirkulierende Geldmenge um 50% (Landeswährung Hryvnia) wie auch die Bilanz der “National Bank of Ukraine“. In den letzten 10 Jahren ist ihre Bilanz um sagenhafte 562% gewachsen.

 

Ukraine-Notenbank-Bilanz

Daten: National Bank of Ukraine

 

 

Staatshaushalt

 

Der Staatshaushalt der Ukraine weist Jahr für Jahr kräftige Defizite auf, die über Schulden finanziert werden müssen. Allein in 2014 belief sich das Defizit auf 72 Milliarden Hryvnias (3,1 Milliarden Euro). Nicht viel mag man meinen, aber für die Ukraine ein jährlich hart ins Land zu schleppender Brocken. Geld vom internationalen Anleihemarkt oder von der EU muss her. Und es fließt – alle paar Monate gibt´s derzeit von der EU neue Gelder.

 

Ukraine-Staatshaushalt

 

 

 

Zinsen

Die “National Bank of Ukraine” war wg. der hohen Inflation gezwungen die Zinsen immer weiter hochzuschrauben. Die letzten großen Schübe kamen in den letzten Monaten dazu. Kein gutes Zeichen. Auf so einem Niveau riecht es stark nach Staatsbankrott und/oder Währungsreform. Aber wir wollen natürlich nichts heraufbeschwören. Europa und die USA werden wohl nicht ihr Gesicht gegenüber Wladimir Putin verlieren wollen, dass man seinen “neuen Partner” hat fallen lassen.

 

Ukraine-Notenbank-Zinssätze

Daten: National Bank of Ukraine

 

 

Dies war nur ein Teilausschnitt aus dem aktuell veröffentlichten Datenmaterial. Aber allein schon beim Betrachten diesen Kennzahlen stellt sich die Frage: Wie will man unter diesen Voraussetzungen die Hilfskredite der Europäischen Union (wir berichteten heute früh über die jüngste Tranche) zurückzahlen? Wie sollen Verbraucher ohne Vermögen konsumieren? Wie sollen Unternehmen bei drastisch rückläufiger ProduktionSteuern zahlen? Bei diesen Daten kann man mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die harten Euros direkt für die laufenden Staatsausgaben draufgehen und sofort weg sind.

 

 

Quelle: Finanzmarktwelt.de

 

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