Cablegate 2.0: WikiLeaks veröffentlicht weit über 100.000 US-Depeschen

   Дата публикации: 27 мая 2015, 12:47

 

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Foto: Wikileaks

 

 

 

WikiLeaks veröffentlichte heute Morgen sämtliche Botschafter-Depeschen der US-Politik. Darunter befinden sich unter anderem 4990 Depeschen der US-Botschaft zu Indien. Zudem gab WikiLeaks-Chefredakteur ein Statement auf der Homepage ab.

 

 

 

Wieder mal eine kaum zu überblickende Masse an hochsensiblen Daten der US-Diplomatie sind auf den Servern von WikiLeaks gelandet. Diese Dokumente vervollständigen die Editionen „Carter-Cables“, „Kissinger-Cables“ sowie die „PlusD“-Reihe, welche den „Kabel-Salat“ aus über acht Millionen Botschafter-Kabeln. Der Begriff Kabel ist gleichbedeutend mit Depesche und leitet sich aus den transatlantischen Tiefsee-Kabeln ab, welche bereits am Anfang des letzten Jahrhunderts eine elektronische Kommunikationsverbindung zwischen Europa und Übersee ermöglichte.

 

 

 

Diese Dokumente sind Zeitzeugen der neueren Geschichte und geben den Schriftverkehr zwischen dem US-Außenministerium und den diplomatischen Vertretungen im jeweiligen Land wieder. Sie spiegeln die amerikanische Sichtweise auf die Geschehnisse in diesen Ländern wieder. Eine Übersicht hat Julian Assange auf WikiLeaks formuliert.

 

 

Damals wie heute: Der Spiegel ist ein Hetzblatt

 

Auf Deutschland bezogen wird hier das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ erwähnt, welches ein anti-sowjetisches Manifest erstellte und in Zeiten des Kalten Krieges gegen die Sowjetunion genauso unverhohlen hetzte wie sie es aktuell gegen die russische Föderation tut, wobei damals das Augenmerk mehr auf die ehemalige DDR, dem friedvolleren Teil des damals geteilten Deutschlands, gerichtet war. Man gelangt hier auf die Dokumente, die sich auf das Hamburger Lizenz-Blatt beziehen.Die Masse an Dokumenten haben das Potential die Geschichte zu ergänzen. Je nach Land und Interessenlage lassen sich hieraus weitere Beiträge generieren. Auf jeden Fall scheint die Arbeit der WikiLeaks-Köpfe unermüdlich zu sein und man darf auf neue brisante Enthüllungen gespannt sein. Weiter so, WikiLeaks.

 

Autor: Christian Lehmann

 

 

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