Die Revolution als Marke

   Дата публикации: 23 апреля 2015, 11:19

 

mitingg

 

Vor mehr als einem Jahr wurde dem Konsumenten von Leitmedien die friedliche und tolle Revolution auf dem Maidan verkauft. Demokratische Wahlen und ein unabhängiger Präsident sollten die wüsten Zustände in der Ukraine beseitigen. Doch die Gegenöffentlichkeit spricht immer mehr das aus, was wirklich stattfindet: „Gesteuerte Farbrevolutionen“. In der Ukraine dürfte das wohl dann die „braune Revolution“ gewesen sein.

 

Spätestens nach dem arabischen Frühling, der für mehr Mord und Totschlag in den letzten paar Jahren gesorgt hat als die vielen Jahre vorher, dürfte es dem aufgeklärten Bürger klar sein, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Ein Tweet soll sogar vor rund fünf Jahren für das Erwachen in der arabischen Welt gesorgt haben. Nur doof, dass Twitter bis heute in Deutschland nicht den Stellenwert hat, den sich Medienmacher so erhoffen. Aber ausgerechnet in Staaten, die technisch doch noch weiter den Europäern hinterherlaufen, soll diese Masche funktioniert haben. Wers glaubt, wird selig. Das einzige was dort stattfand, war eine transatlantische Intrige, die von langer Hand geplant wurde, und so dem vom linksgrünen Mainstream verblendeten Konsumenten, die Revolution und Opposition verkaufen, die mal angeblich in den 68er Jahren in Deutschland stattgefunden haben soll.

 

Aber reingefallen sind viele auf das Lügengebilde der gängigen Presse. Kein Wunder, wenn die Hofberichterstatter mit Presseausweis es vier Jahre später in der Ukraine wieder versuchen. Immerhin wurde das Publikum ein wenig stutziger, warum man auf einmal so einseitig berichtet, und warum immer Russland der Aggressor sein soll. Solange der Staatsstreich irgendwie funktioniert ist es ja auch egal, wie man darüber berichtet. Leitmedien und zwangsfinanziertes Staatsfernsehen wird ja immer irgendwie bezahlt. Auch wenn hinter dem System – wie hinter der Maidan-Revolution – nur Lug und Trug dahinterstecken tut.

 

 

Berichterstattung aus dem Fünf-Sterne-Hotel

 

Revolutionen werden so langsam in aller Herren Länder beworben, wie Marken ihre Klamotten: Mit viel Augenwischerei und Trickserei. Ausgewiesene Neonazis sind auf einmal die Freiheitskämpfer in der Ukraine, da sie laut dem ZDF ja für Ruhe und Ordnung suchen. Und irgendwelche Spaziergänge in Deutschland, wo normale Bürger aus jeder Bildungsschicht ihre Sorgen nach außen tragen, sind die bösen Schlächter und Feinde dieser Gesellschaft. Alles was Kritik an der aktuellen Berichterstattung ausübt, wird als rechtsradikal rubriziert, damit auch die kleinste kritische Stimme schön brav im Keim erstickt.

 

Angeblich gab es noch nie so eine Medienverdrossenheit in Deutschland. Sicher ist aber, dass noch nie so unverhohlen gelogen wurde wie in den letzten vier Jahren. Früher konnte man sich immer noch damit abfinden, dass man nicht gleich und jetzt über alles die Wahrheit erfahren tut, und das mediale Kasperletheater war auch noch nicht so ausgeprägt wie heute. Vor allem aber haben die sogenannten Menschenrechtsorganisationen, die letztendlich doch alle irgendwo fremdfinanziert werden, nicht so eine Bedeutung gehabt. Heute erzählen diese uns einen vom Pferd, wenn sie in irgendeinem Fünf-Sterne-Hotel in irgendeiner Hauptstadt hocken, wo gerade eine weitere Farbrevolution ausgebrochen ist.

 

Die Tatsache, dass in der Ukraine am Tage der Präsidentschaftswahl das eigene Volk bombardiert wurde, wird gerne mal unterdrückt. Spricht man allerdings vom russischen Aggressor, so werden dann gerne mal Videos aus Syrien als „Beweis“ genommen. Hauptsache man übertrifft sich im Wettlügen um Meilen. Eine Gegenöffentlichkeit wird als Propaganda deklariert, bevor sie mit der Berichterstattung überhaupt angefangen hat. RT Deutsch kann ein Lied davon singen, wie sich die Leitmedien rabullistisch auf den kleinen Kreml-Sender gestürzt haben.

Und selbst der unverzichtbare deutsche Außenminister Steinmeier will dieser Propaganda ein Ende setzen – mit „unabhängigen Journalismus“. Ausgerechnet ein Sozialdemokrat spricht von Unabhängigkeit. Dabei ist gerade dieser Menschenschlag von Partei und Lobby so abhängig, wie der Drogenabhängige vom Rauschgift. Vielleicht sollten die Deutschen Diplomaten mal selbst den Donbass besuchen und den Waisenkindern erzählen, dass es nur „Propaganda“ ist, wenn behauptet wird, dass irgendwelche Ukra-Nazis ihre Eltern getötet haben.

 

Auffallend ist auch, dass immer die gleichen Gesichter von irgendwelchen roten oder grünen Parteien solche Revolutionsplätze besuchen, dort die Menschen nach Strich und Faden verarschen, und sich dann wieder zum nächsten Krisenherd hinbewegen und dort weiter ihre kranke und perverse Weltsicht verbreiten. Hungernde Waisenkinder sind ja nur dann interessant, wenn man ihren Kinderkopf für das Pressefoto streicheln darf. Der Beitrag nimmt Bezug auf einen Blogbeitrag, der vor einem Jahr bereits die Geschehnisse in der Ukraine kritisch beleuchtete und leider erkennen muss, dass sich die damalige Einschätzung bewahrheitet hat.[1]

 

Anscheinend müssen noch fünf solcher Umstürze stattfinden bis der letzte Konsument erkennen wird, dass er nach Strich und Faden belogen wird und für den „seriösen“ Lügenjournalismus noch Kohle hinblättern tut.

 

Autor: Christian Lehmann


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