Verwicklung Kanadas und Frankreichs in den Ukraine-Konflikt: Auftrittsverbot für Pianistin Lisitsa

Дата публикации: 11 Апрель 2015, 23:10

 

10993479_599882813446240_2293288622928282342_n

Quelle: FB Seite von Valentina Lisitsa

 

 

 

Die ukrainische Pianistin Valentina Lisitsa ist eine weltweit gefeierte Künstlerin und zugleich eine scharfe Kritikerin der Zustände in ihrem Geburtsland Ukraine. Nun wurde «Rachmaninow Piano Concerto 2″ ein Konzert Lisitsas mit dem Toronto Symphony Orchestra (TSO) von Seiten des Veranstalters abgesagt. In einer Meldung vom Januar 2015wird Lisitsa noch angekündigt, im aktuellen Programm wurde sie durch einen anderen Künstler ersetzt.

 

Laut Informationen von cbc.ca begründete TSO Präsident und CEO Jeff Melanson diesen Schritt als eine Reaktion auf «die andauernden Vorwürfe mit zutiefst beleidigender Sprache seitens ukrainischer Medien» und fügte dabei hinzu, dass Lisitsa’s «provokative Kommentare» die letzten Auftritte überschattet haben.

 

Wirft man dann einen Blick auf ihren Account bei Twitter dann findet man dort vor allem Tweets vor in denen sie die einseitige Berichterstattung westlicher Leitmedien in Bezug auf den Konflikt in der Ukraine kritisiert. In einem ihrer Tweets fragt sie zum Beispiel konkret danach warum eine erst vor kurzem stattgefundene Demonstration vor der US-Botschaft in Kiew mit einigen tausend Teilnehmern und «Wir sind kein Viehzeug!» -Rufen in den westlichen Leitmedien im Grunde kaum bis gar keine Beachtung gefunden hat und postete dazu auch gleich noch einen passenden Videolink mit.

 

Lisitsa fordert auf Facebook auf, gegen die Absage vorzugehen. Das Management des Orchesters habe ihr verboten über die Gründe für die Absage zu sprechen. Doch Lisitsa schreibt auf Facebook, das Auftrittsverbot ist im Zusammenhang mit ihren Twitter-Nachrichten zu sehen. Dort hat sie mehrfach die ukrainische Führung für den «Bruderkrieg» in der Ukraine kritisiert. Valentina Lisitsa hat aber niemals Konzerthallen oder Personen aus dem musikalischen Umfeld für Ihre Meinungsäusserungen benutzt — sie hat das stets getrennt. Sie hat weder dem TSO noch dem Menschen, der da in der Verwaltung sitzt, ihre Karriere zu verdanken. Die Menschen wollen sie sehen und hören, weil, obwohl oder wie auch immer sie ihre Meinung äussert. Würde das Publikum die Meinungsäusserungen von VL stören, können sie ja wegbleiben.

 

 

Lisitsa hatte im Dezember 2014 einen Skandal aufgedeckt

 

Aufgrund der Links (Facebook-Eintrag, in dem u.a. auf folgenden Tweet verwiesen wird, der bei dem französischen Fashion-Magazin «ELLE» zu einem handfesten Skandal führte, den Huffington Post France hier zusammenfasste. «ELLE» gehört der Lagardère-Gruppe.) resümieren wir den Fall:

 

Die französische Zeitschrift Elle hat mit einer gefakten Neonazin ein Interview gemacht. Elle entschuldigt sich zwar hinterher dafür, da sich das Mädchen als ukrainische Anti-Separatistin ausgegeben habe, toll ist es trotzdem nicht. Vor allem hätte auch die «ELLE» Bilder und Posts von der Neonazin im Netz mit Hitlergruss und antisemitischem Inhalt entdecken können. Die Entschuldigung der «ELLE» erfolgt am 31. 12. 2014. Vorher (!) hat die Pianistin Valentina Lisitsa über den Fall getwittert. Nicht eindeutig ist, ob sie aufgedeckt hat, dass die Interviewte eine Neonazin war bzw. ob die Entschuldigung der «ELLE» aufgrund ihrs Tweets erfolgt. Eindeutig ist aber, dass Valentina Lisitsa den Fall — noch vor der Entschuldigung der «ELLE» — publik macht. Aufgrund der Kommentare in dem Twitter-Post ist es ziemlich wahrscheinlich, dass dieser Twitter-Post der Auslöser für den «ELLE»-Skandal mit nachgängiger Entschuldigung war. Im Folgenden lassen sich die Kommentatoren über den antisemitischen Dreck aus, den die von Elle interviewte im Netz hinterlassen hat. Sie richten sich an @Elle und fragen, ob sich Elle dafür bei ihren Lesern entschuldigen wird.

 

Nicht Valentina Lisitsa hat sich irgendwo im Ton vergriffen. Im Gegenteil, sie hat einen handfesten Skandal einer französischen Publikumszeitschrift — wenn nicht aufgedeckt, so wenigstens publik gemacht. Sie hat sich in bestem Sinne als antifaschistische Aktivistin gezeigt, also (wieder mal) die Arbeit emacht, die eigentlich unsere Journaille machen müsste/sollte. Und erhielt dafür in einer «demokratischen» Land ein de-facto-Auftrittsverbot.

 

 

Kanada ist eine der Pro-Ukrainischen Parteien

 

Interessant ist der Link zur Ukraine-Propaganda, wo uns 3 seriös wirkende Herren als Demonstranten gegen Valentina entgegen lächeln, deren Hauptjob offenbar ist, bei Konzertveranstaltern zu intervenieren, damit Lisitsa nicht auftreten darf. Hier wird  Valentina Lisitsa «logischerweise» als Neonazistin präsentiert. Wir fügen den Link zu Dokumentationszwecken ein: Eiromaidanpress.com. Wenn man sich Euromaidan Press anschaut, müssen solche Kampagnen von aussen und oben forciert werden und ein Theaterleiter geht dann auf diese Weise dem «öffentlichen Druck» aus dem Wege durch eine Kündigung bzw. ein Auftrittsverbot.

 

 

Im Januar gab Valentina Lisitsa den Deutschen Wirtschafts Nachrichten ein Interview zu den Zuständen in der Ukraine:

 

 

DWN: Wie würden Sie die Situation der Menschen in der Ukraine beschreiben? Was geht derzeit in deren Köpfen vor?

 

Valentina Lisitsa: Dazu müssen wir einen historischen Rückblick auf das Jahr 1991 vornehmen. Damals schauten die Menschen mit Hoffnung in die Zukunft. Sie erwarteten Wohlstand und Stabilität. Weiterhin hatten sie eine positive Meinung über den Westen. Damals fanden spontane «Maidan-ähnliche» Proteste für Demokratie und Freiheit statt. Für viele Ukrainer war der Westen der Inbegriff des Paradieses. Doch ab 1993 verliessen viele Ukrainer ihr Land, weil die Situation zunehmend instabiler wurde. Auslöser dieser Instabilität waren die Korruption und das Patronage-System. Die Menschen waren schlichtweg enttäuscht darüber, dass es keine wirklichen Veränderungen gegeben hatte. Denn es blieben dieselben Personen an der Macht. Lediglich ihre Parteizugehörigkeit hatte sich geändert.

 

Aber im Februar 2014 ging das Volk erneut auf die Strasse und es gab einen zweiten Versuch einer Demokratisierung. Doch die Situation eskalierte und aktuell sind die «alten» neuen Oligarchen an der Macht. Viele Ukrainer vertrauen weder dem Westen noch Russland. Sie vertrauen auch ihren eigenen Politikern nicht. Es gibt ein politisches Vakuum und die Leute wissen sehr gut, dass sich niemand um sie kümmern wird. Die Ukrainer beobachten, dass es Manipulationen auf beiden Seiten gibt: im pro-westlichen, aber auch im pro-russischen Lager.

 

DWN: Wie ist die Haltung der Ukraine zu Russland?

 

Valentina Lisitsa: Es gibt mehr als drei Millionen Ukrainer, die in Russland leben und arbeiten. Sie schicken Geld an ihre Familien in der Ukraine. Ich gebe Ihnen ein Beispiel. Im Kiewer Konservatorium gab es ein Mädchen. Ihre Lehrer sagten ihr, dass sie nie eine gute Musikerin wird, weil sie nicht die Gabe dazu habe. In der Tat war das Mädchen nicht sehr talentiert, aber sie war motiviert. Nachdem die Krim zu Russland kam, zog die auch dorthin.

 

Auf der Krim bekommt sie als Musikerin ein Gehalt, das viermal so hoch wie in Kiew ist. Meine Kollegen Konservatorium waren erstaunt über die Möglichkeiten auf der Krim. Trotz der Dämonisierung Russlands, gibt es einen wirtschaftlichen Faktor, den keiner bestreiten kann.

 

DWN: Was ist von Euromaidan geblieben?

 

Valentina Lisitsa: Die Maidan-Demonstranten wenden sich nicht mehr alleine gegen Putin, sondern auch gegen Präsident Poroschenko und die Regierung. Bevor Jazenjuk Premierminister der Ukraine wurde, verkaufte er seinen acht Jahre alten Range Rover für mehr als 122.000 Dollar an Pavlo Petrenko, der heute der Justizminister der Ukraine ist. Das einzige Problem war, dass sein Range Rover einen Wert von 15.000 bis 20.000 Dollar hatte. Das ist einer der Methoden, wie unsere Oligarchen Schmiergelder zahlen. Ich wiederhole, dass diese Transaktion vor den Amtszeiten beider Politiker stattfand.

 

DWN: Wer profitiert vom Krieg in der Ukraine?

 

Valentina Lisitsa: Alle Seiten auf allen Ebenen. Es profitieren zum Beispiel die Rüstungsfirmen, die die EU-Staaten -, welche von einer Putinschen Hysterie vereinnahmt sind-, zur Modernisierung ihrer bestehenden Waffen-Arsenale drängen. Aber auch kleine Regierungsbeamte in der Ukraine verdienen, indem sie Schmiergelder von Ukrainern entgegennehmen, die sich vom Wehrdienst freikaufen.

 

Es gibt viele Söldner auf beiden Seiten und die privaten Unternehmen, die hinter diesen Jungs stecken, machen enorme Gewinne. Sie haben Söldner aus verschiedenen Nationen auf beiden Seiten. Aber es ist interessant zu beobachten, dass niemand in der Ostukraine die Kohlebergwerke und Fabriken des Oligarchen Rinat Achmetow angreift. Achmetow versteht es, sich mit beiden Seiten zu arrangieren, damit er keinen wirtschaftlichen Nachteil erleidet. Er unterstützt beide Seiten.

 

DWN: Ein ehemaliger Kommandeur der Bataillon Asow wurde zum Polizeichef von Kiew ernannt? Wie ist es möglich, dass ein Rechtsradikaler eine so wichtige Position bekommt?

 

Valentina Lisitsa: Es gibt zwei Aspekte. Zunächst einmal ist die Bataillon Asow in der Tat eine rechtsradikale Organisation. Im Zuge des Bürgerkriegs haben sich Asow-Mitglieder an zahlreichen Grausamkeiten beteiligt. Es ist nicht übertrieben, wenn ich sage, dass die Asow-Mitglieder genauso brutal wie der IS sind. Sie zeichnen ihre Grausamkeiten auf. Das sind keine durchschnittlichen Ukrainer. Sie sind indoktriniert und stehen im Dienste der Oligarchen.

 

Der zweite Aspekt ist komplizierter. In der Ukraine gibt es die so genannte Akademie für Personalmanagement Dnipropetrowsk (MAUP). Diese ist eine private Hochschule, aus der sehr viele Bürokraten des ukrainischen Staats hervorgehen. Allerdings ist die Einrichtung bekannt für Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit, Homophobie und rechtsnationales Gedankengut. David Duke ist Absolvent der MAUP-Akademie und hatte dort auch eine Lehrstelle. Duke ist ein ehemaliger Abgeordneter des US-Repräsentantenhauses und war als hochrangiges Mitglied des Ku Klux Klan tätig. Er ist ein weltweit bekannter Antisemit. MAUP erhält zudem Spenden aus Saudi Arabien.

 

Wenn Sie den zweiten Aspekt berücksichtigen, darf es Sie nicht wundern, dass Ex-Asow-Kommandeur Vadim Troyan zum Polizei-Chef Kiews ernannt wurde.

 

DWN: Wie lassen sich die wirtschaftlichen Probleme in der Ukraine lösen?

 

Valentina Lisitsa: Es ist unklar, was mit den Finanz-Hilfen aus dem Westen passiert. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: China wollte Weizen aus der Ukraine kaufen und machte eine Vorauszahlung in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar. Aber die Chinesen erhielten nur 10 Prozent der vertraglich festgelegten Menge. Peking war natürlich wütend über diese Situation. Sie wollen vor Gericht ziehen und Kiew anklagen.

 

Darüber hinaus hat Peking eine zusätzliche Vorauszahlung in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar für Infrastrukturprojekte in der Ukraine geleistet. Nicht ein einziges Projekt wurde von der Kiewer Regierung umgesetzt. Niemand weiß, wo die Milliarden hingeflossen sind. Hinzu kommt, dass der Weizen, der nach China transportiert wurde, aus den Lebensmittelrationen der Armee stammt. Nun herrscht in zahlreichen Regionen der Ukraine eine Lebensmittelknappheit.

 

Ich gebe Ihnen ein weiteres Beispiel. Jazenjuk wollte eine Mauer zwischen der Ukraine und Russland bauen. Die EU hat Millionen Euro in die Ukraine zum Zwecke der Grenzsicherung überwiesen. Nach offiziellen Dokumenten sind 10 Millionen Dollar aus diesen Zahlungen buchstäblich über Nacht verschwunden. Auch hier weiss keiner, wohin das Geld hingeflossen ist.

 

DWN: Was denken die Ukrainer über die Ernennung von drei ausländischen Staatsbürgern als Minister?

 

Valentina Lisitsa: Das ist beleidigend. Es gibt 40 Millionen Ukrainer und es gibt eine Menge Leute, die diese Aufgaben übernommen hätten und auch die Fähigkeiten dazu haben. Finanzministerin Natalija Jaresko möchte nicht in etwa das europäische Modell eines Gesundheits-Systems in der Ukraine einsetzen, sondern das US-Gesundheitssystem adoptieren. Sie legte kürzlich Premierminister Jazenjuk einen Vorschlag vor, wonach die Privatisierung der gesamten Gesundheitsversorgung und des Ausbildungs-Systems vorgenommen werden soll. Jaresko will, dass das Recht auf Bildung und das Recht auf Gesundheitsversorgung aus der Verfassung gestrichen werden. Ich denke, dass es Pläne für einen grossen Ausverkauf unseres Landes gibt. Dies ist eine demütigende Situation.

 

 

Ende der Karriere oder Lizenzentzug als Sanktion für unliebsame, kritische Meinungsäusserung

 

Die Hasspropaganda gegen Russland und die Russen kennt keine Grenzen.

 

Lisitza ist bei weitem nicht die einzige Künstlerin, die diskriminiert wird. Auch gegen Anna Netrebko wurden immer wieder Hetzkampagnien organisiert. Der Fall Valentina Lisitsa ist ein weiteres Beispiel der Zweizüngigkeit der aktuellen Machthaber der Westlichen Allianz. Die Absagen von Verträgen &  Zusagen über  Auftritten häufen sich in der Kulturszene.

 

Der aus Sarajevo stammende Musiker Goran Bregovic war für das jährlich stattfindende «Life Festival Oswiecim» in der Nähe von Auschwitz eingeladen & wurde inzwischen ausgeladen. Grund: Ein Konzert auf der Krim geben — das reicht aus, um sich in Polen richtig unbeliebt zu machen.Die Veranstalter des «Life Festival Oswiecim» argumentieren, dass dieses Event  gegen den Krieg und jegliche Form von Aggression, Rassismus, Antisemitismus und die Verletzung der Menschenrechte steht. Bregovic hätte — nach deren Auffassung  — mit seinem Auftritt auf der Krim gegen diese Werte verstossen. Es würde uns dementsprechend interessieren, ob alle Bands, die  dieses Jahr dort auftreten werden, mit ihren Texten & Messages diesen Werten entsprechen, denn Russophobie ist Rassismus.

 

Neulich, seit der Mitte Februar 2015 hat die EU gegen russischen Sänger Iosif Kobson ein Einreise-Verbot und eine Konto-Sperrung verhängt. Dem 77-jährigen wird vorgeworfen, die Stadt Donezk besucht zu haben und die «Rebellen» zu unterstützen. Im Oktober 2014 gab er im Opernhaus in Donezk ein Konzert für die Zivilbevölkerung, besuchte Kinderkrankenhäuser in den verschiedenen Städten Donezker Republik. Auch hat erHumanitäre Hilfe mitgebracht. Vorher wurde ihm die Einreise in die Ukraine und nach Lettland verweigert. Nachdem der ukrainische Fernsehsender «Inter» in seiner Neujahrssendung 2015 einen Auftritt Kobsons gezeigt hatte, griffen rund 20 maskierte Personen aus der nationalistischen Szene das Kiewer TV-Studio des Senders an und warfen Scheiben ein. Der ukrainische Minister für Informationspolitik Jurij Stez sprach sich für einen Lizenzentzug für den Sender aus.

 

 

Tötungen, Vorverurteilungen, Massenüberwachung, Repression, Folter, Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit: Das sind hochgelobten «westlichen Standards»

 

Wäre die Lisitsas Kritik an ihrer Heimat menschenverachtend und rassistisch, so könnte man dieses Auftrittsverbot gut nachvollziehen. Die Kritik richtet sich aber lediglich gegen die Regierung sowie den menschenverachtenden Bürgerkrieg in ihrer Heimat. Dass ein Orchester eines Landes dieser Künstlerin aufgrund der durchaus berechtigten Kritik ein Auftrittsverbot erteilt, erscheint zwar reichlich absurd, für unmöglich  kann man es inzwischen leider auch nicht mehr halten.

 

Es könnte natürlich auch Teil eines Vertrages sein, dass sich ein Künstler im Rahmen des Vertragsgegenstandes politisch nicht zu äussern hat. Dann könnte man den Vertrag wegen Vertragsbruches kündigen. Allerdings kann ein Vertrag solche Sachen nur in einem gewissen Rahmen regeln (z.B. im Rahmen der Veranstaltung). Damit grundsätzlich aufs private Leben bzw. auf das Leben jenseits der Veranstaltung einzugreifen, wäre sittenwidrig. Anstellungsverträge könnten wiederum umfassender eingreifen, aber sicher nicht auf Meinungsäusserungen jenseits der beruflichen Tätigkeit. Das würde in das Recht der freien Meinungsäusserung eingreifen. Einzige Ausnahme: Beamte.

 

Das kanadische Recht mag da in einzelnen Punkten leichte Unterschiede aufweisen, im Grundsatz wird und muss es gleich sein, das ist einfach westlicher Demokratiekonsens. Wenn es hier noch was zu verteidigen gibt, dann westliche Werte in der Theorie. In der Praxis sind wir bereits auf einem erbärmlichen Niveau gelandet. Ein Orchester hat es selbstverständlich nichts zu interessieren, was ein Solist ausserhalb des Orchesters meint. Genauso wenig wie dessen sexuelle Vorlieben, dessen Ethnie, Nationalität, Geschlecht, ob er/sie behindert ist oder nicht etc. Das sind verfassungsmässige Grundrechte. Oder in Kanada nicht?

 

 

Repressalien statt Demokratie

 

Wenn Meinungen mit Repressalien belegt werden (mit empfindlichen wirtschaftlichen Nachteilen), haben entscheidende Leute den Entschluss gefasst, auf die Ressource mitdenkender, kritischer Bürger und Bürgerinnen zu verzichten. Derart repressive Massnahmen nach dem Motto «Bestrafe eine(n), erziehe hundert» machen Sinn nur dann, wenn diese Entscheidungsträger den Prozess der demokratischen Willensbildung gedanklich bereits abgehakt haben und irgendwelche Dinge – im konkreten Fall: Die westliche Ukrainepolitik, so wie sie läuft – auf Biegen und Brechen durchziehen wollen. Egal, welche Meinung die Bürgerinnen und Bürger im Land dazu haben.

 

Quelle: Fit4russland

Quellenverweise:

DWN: Kanada erteilt kritischer Pianistin aus der Ukraine Auftritts-Verbot

Freitag.de: Auftrittsverbot nach freier Meinungsäusserung

DWN: Star-Pianistin Lisitsa: «Es gibt Pläne für einen grossen Ausverkauf der Ukraine»

 


Комментировать \ Comments
10993479_599882813446240_2293288622928282342_n


bottom_banner_3
Pomosh
bottom_banner_1