„Donbass-Syndrom“ treibt die „ATO“-Veteranen zum kriminellen Verhalten

   Дата публикации: 11 апреля 2015, 23:51

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Quelle: RusVesna (Der russische Frühling)

 

 

 

Alexander Krewenko wurde erst vor einigen Wochen aus Donbass demobilisiert. Er ging als Freiwilliger in den Krieg, blieb von Verwundungen verschont, aber jetzt leidet ein erwachsener Mann unter Schlafstörungen.

 

Nachts träumt er vom Debalzewo-Kessel, an deren Existenz Petr Poroschenko nicht glaubte.

 

„Ich träume, dass ich die Granate halte und den Stift ziehe. Ich wache schweißgebadet auf. Das ist schrecklich“, erzählt der ehemalige Militärangehörige der ukrainischen Armee.

 

 

Die Psychologen bestätigen: die ehemaligen Soldaten der ukrainischen Armee führen als Zivilisten den Kampf weiter

 

In den Nachrichten werden immer wieder Berichte gezeigt, wie sich das „Donbass-Syndrom“ zeigt: mal benutzt der ATO-Kämpfer in Nikolaew die Granate als ein Argument im Streit mit seiner Frau, mal beschießt der Ex-Soldat in Volyn einen leeren Bus, und die Polizei findet in seiner Wohnung ein volles Arsenal. Die letzten beunruhigenden Nachrichten kamen aus Gebiet Lwow – dort wurde ein Uniformierter festgehalten nachdem er im Streit ein Messer rausholte.

 

Nachkriegssyndrom ist den Veteranen von Afganistan und Irak bekannt. Damals griffen Hunderte, die sich nicht ins friedliche Leben integrieren konnten, zur Waffe und wurden ins Gefängnis gesteckt oder haben Selbstmord begangen.

 

Noch eine Variante – die kommt in der Ukraine häufig vor – die ehemaligen Soldaten werden zu Alkoholikern.

 

„Sie benutzen Alkohol als Antidepressivum“, erzählt die Volontärin-Psychologin Elena Wolkowa. „Sie bekommen offiziell keine Antidepressiva. Und das Erste, was passiert, ist, dass sie nicht einschlafen können. Hundert Gramm Wodka oder Cognac sind ein leicht zugängliches Schlafmittel. Aber nach drei Monaten solcher Medizin geschieht es, dass sie nicht mehr ohne leben können.

 

Der offizielle Kiew bevorzugt das Problem vollständig zu ignorieren, also bleiben die Volontäre bei der Entwicklung der Rehabilitationsprogramme ganz alleine.

 

So arbeiten in Zaporozhje die Volontäre-Psychologen schon seit einigen Monaten mit den Veteranen, aber die, denen wirklich geholfen werden konnte, kann man an einer Hand zählen: es fehlen Medikamente, Räume, Spezialisten.

 

Währenddessen, wie schon früher berichtet wurde, kehren fast 80% der Armeeangehörigen mit dem „Donbass-Syndrom“ zurück nach Hause. Am häufigsten beschweren sich die Betroffenen über den Verlust der Lebenslust und über die Albträume. Die Hälfte der Soldaten wird im Laufe der Dienstzeit zu einem Alkoholiker oder drogenabhängig. Ein Drittel der Militärangehörigen wird in einem schweren Zustand in die psychiatrischen Anstalten eingeliefert, der oft zu einem Suizid führt.

 

Es wurden vor einiger Zeit statistische Daten über die Suizide unter den ukrainischen Militärangehörigen veröffentlicht. Im Jahr 2014 haben 46 Soldaten einen Selbstmord begangen. Nach Meinung der ukrainischen Psychiatren sind die Angaben der offiziellen Stellen stark unterschätzt.

 

Nur in einer Abteilung des Militärhospitals Kiew befanden sich zum Zeitpunkt der Bekanntgabe der Statistik 432 Patienten in Behandlung, und ein Drittel von ihnen wurde nach einem Selbstmordversuch eingeliefert.

 

Über die starke Verbreitung des „Donbass-Syndroms“ hat sich auch der Führer des „Rechten Sektors“ (die Organisation ist in Russland mit dem Beschluss des Obersten Gerichts der RF verboten) und der Kandidat auf den Posten des Oberkommandierenden der ukrainischen Armee Dmitrij Jarosch beklagt.

 

Außerdem betonte er, dass es nach der Rückkehr von der Front für die Soldaten der ukranischen Streitkräfte sowie die Kämpfer der Nationalgarde praktisch unmöglich wäre Arbeit zu finden.

 

Quelle: RusVesna auf Deutsch

 

 


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