Tsipras stellt sich gegen Russland-Sanktionen

   Дата публикации: 02 апреля 2015, 02:37

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Auf der Suche nach Geldgebern umgarnt Griechenlands Ministerpräsident jetzt Russland. Er will einen „Neuanfang in den Beziehungen“ – und beschwert sich über die Sanktionen des Westens.

 

 

„Sinnlose Sanktionspolitik“

 

Jetzt umgarnt Griechenland Russland in der Hoffnung auf wirtschaftliche Erleichterungen. Derzeit ist Griechenlands Energieminister Panagiotis Lafazanis zu Gesprächen in Russland, in denen es um Entgegenkommen in Sachen Energierechnung geht. Am 8. April will Ministerpräsident Alexis Tsipras nach Moskau reisen.
Derzeit hat Moskau als Reaktion auf die Sanktionen alle Einfuhren westlicher Lebensmittel blockiert. In dem Interview warb Tsipras dafür, dass Russland griechische Lebensmittel ins Land lässt.

 

„Sie wissen, dass in den vergangenen Jahren das Verhältnis unserer Länder verschlechtert wurde, weil frühere Regierungen meines Landes nicht alles getan haben, um diese sinnlose Sanktionspolitik zu verhindern“, wird Tsipras zitiert. Tsipras hält sich in dem Interview einen Widerspruch gegen Russland-Sanktionen der EU kurz nach seiner Wahl zugute.

 

Sein Besuch sei eine „Gelegenheit für einen wahren Neuanfang in den russisch-griechischen Beziehungen, die sehr tiefe geschichtliche Wurzeln haben“, sagte Tsipras laut Tass. Tatsächlich haben die beiden Länder kulturelle Gemeinsamkeiten, zum Beispiel in ihren orthodoxen Varianten des Christentums.

 

Die Nachrichtenagentur zitiert Tsipras mit den Worten: „Wir sollten sehen, wie unsere Nationen und Länder in vielen Bereichen zusammenarbeiten können, zum Beispiel in Wirtschaft, Energie, Handel und Landwirtschaft.“ Als Mitglied der Europäischen Union könne Griechenland eine Brücke zwischen dem Westen und Russland sein.#

 

Quelle: FAZ


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