Russland verstehen

   Дата публикации: 02 апреля 2015, 02:44

Wie ist es um die politische Kultur eines Landes bestellt, in dem ein Begriff wie «Russlandversteher» zur Stigmatisierung und Ausgrenzung dient? Muss man nicht erst etwas verstehen, bevor man es beurteilen kann?

 

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Gabriele Krone-Schmalz

 

 

Das sind Worte, die sich in Gabriele Krone-Schmalz neuem Buch «Russland verstehen» schon im Vorwort finden. Die langjährige Moskau-Korrespondentin der ARD findet, dass die Ukraine-Politik der russischen Regierung von den meisten westlichen Politikern und Journalisten als Zerrbild gezeichnet wird.

 

Auslöser des blutigen Konflikts in der Ukraine sei nicht eine Großmannssucht Putins, sondern der leichtfertige Versuch von EU und USA, Russland von einer Kette neuer Nato-Mitglieder einzuschnüren, ist Krone-Schmalz überzeugt. Dass Russland auf die Herausforderung des Westens, die Ukraine mit einem EU-Assoziierungsabkommen auf ihre Seite zu ziehen, harsch reagieren würde, sei absehbar gewesen und müsse in erster Linie dem Westen angelastet werden, nicht der Regierung in Moskau.

 

 

„Notwehr unter Zeitdruck“ billigt Krone-Schmalz dem russischen Präsidenten Putin zu, wie sie in ihrem Buch „Russland verstehen“ schreibt. Ihren Journalistenkollegen wirft sie bei der Berichterstattung über die Ukraine und Russland vor, zu oft handwerklich unsauber zu arbeiten und zudem nicht als Berichterstatter aufzutreten, sondern als einseitige Meinungsmacher.

 

Quelle: WDR

 

 


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