KenFM: Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden

Дата публикации: 02 апреля 2015, 03:01

 

 

Würde Rosa Luxemburg, von der dieser Satz stammt, 2015 durch Berlins Straßen schlendern, würde Sie schnell feststellen können, dass ihre Botschaft bis heute nicht wirklich verstanden wurde.

Noch immer haben Menschen enorme Probleme mit der Interpretation der Realität, wenn diese Interpretation nicht der eigenen Wahrnehmung entspricht.

Dann wird der Überbringer der Botschaft zum Opfer. Dann endet auch bei Persone, die sich selber als „links“ bezeichnen, schnell die Toleranz. Sie werden gewalttätig.

Wir, die Redaktion von KenFM, wissen wovon wir sprechen, denn wir wurden in den letzten Monaten mehrfach auf der Straße attackiert. Aus dem Nichts.

Was hatten wir getan?
Unsere Art der Beichterstattung scheint nicht von allen gemocht zu werden — von denen, die sich sonst als Freunde der freien Presse verstehen.

Wir, KenFM, gehören keinem Lager an. Wir sind neutral. Unparteiisch. Wir kritisieren alle und wir stellen die klassischen politischen Farben in Frage. Das ist erlaubt und wird durch das Presserecht in einer Demokratie gedeckt.

Demokratie aushalten ist dann aber nicht Jedermanns Sache, und so wurden wir vor allen von Menschen, die sich selber als Anti-Deutsche bezeichnen, in den letzen Monaten immer wieder angegriffen.

Auch wenn wir gar nicht mit Kamera, also beruflich unterwegs waren. Sondern privat in einem Café ein Buch lesen wollten. Oder wenn wir Einkaufen waren mit Familie oder Freunden. Die Hemmschwelle sinkt. Überall.

Diese Übergriffe auf uns sind kein Einzelfall. Wir haben sie mehrfach publiziert. Bisher allerdings hat sich die Linke Presse von den Schlägern und Polithooligans in den eigenen Reihen weder distanziert, noch wurde das Thema Gewalt gegen andersdenkende Kollegen in den linken Gazetten behandelt oder verurteilt.

Die politisch sonst so auf Korrektheit achtenden Blätter scheinen die von ihnen mitinszenierte Progromstimmung zu verdrängen. Oder muss man noch weiter gehen und sagen, dass in den Redaktionen der TAZ, der jungen Welt und des Neuen Deutschland diese Übergriffe vielleicht sogar gebilligt werden? Zumindest von Teilen der Redaktion?

Sehen wir genau hin. Wer sind die, die politisch auf Gewalt setzten, und wie verhalten sich vor allem jene, die diese Gewalt sonst immer mit ihren Artikeln verurteilen, wenn in den eigenen Reigen die körperlichen Attacken gegen Pressevertreter mit einer anderen Meinung massiv zunehmen (und das ist nicht zu leugnen)?

Wer gegen Willkür anschreibt, indem er z.B. Krieg und deren Vorbereitung verurteilt, verliert seine Glaubwürdigkeit, wenn er zu Terror gegen Demonstranten oder Pressevertreter, die ihm nicht in den Kram passen, schweigt. Ignoranz ist ein wesentliches Tool, um erkämpfe Rechte in einem Land unter die Räder kommen zu lassen, und das Recht auf freie Meinungsäußerung ist das Immunsystem der Demokratie. Ohne dieses Recht ist Demokratie gar nicht umsetzbar.

Wir möchten uns von den bis heute zu diesem Trend zur Gewalt schweigenden Kollegen distanzieren. Die Courage, die sie selber von Dritten fordern, wenn es darum geht, die Demokratie zu verteidigen, haben sie heute selber nicht.

Dafür gibt es keine Entschuldigung.

 

Quelle: KenFM


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