Ukrainische Regierung unternimmt krampfhafte Versuche zur Stabilisierung der Lage innerhalb der Truppen

Дата публикации: 07 Февраль 2015, 15:42

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Am 06.02.2015 wurde auf der offiziellen Seite der ukrainischen Regierung ein Erlass unter der Nr. 62/2015 veröffentlicht: „Über Nichtzulassung der Todesfälle unter dem Personal der Ministerien, Ämter und Dienste, die an der Anti-Terroristischen Operation in der Ost-Ukraine beteiligt sind“ Der vollständige Text ist weiter unten aufgeführt.
Ausgehend von der Textfassung wird deutlich, dass militär-politische Machthaber in der Ukraine sehr gut über die Dimension der Verluste in der Armee, lawinenartige Fahnenflucht, Anzahl der sich ergebenden und das Scheitern der Mobilisierungswellen informiert ist.
Die Lage ist dermaßen kritisch, dass ein Wegsehen von offensichtlichen und deprimierenden Fakten über die Lage der Streitkräfte langsam sinnlos wird. Der Einsatz von mobilen Krematorien zur „Utilisierung“ der Leichen, Hunderte Benachrichtigungsschreiben an die Familien, in denen steht, dass ihr Vater, Mann oder Sohn zu den Vermissten zählen, bringt keine effektiven Resultate. Die Anzahl der Verweigerer wächst proportional der Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Insbesondere nachdem bekannt wurde, dass ukrainische Streitkräfte sog. Sperrtruppen (barrier troops) einsetzen, um unentschlossene Wehrpflichtige zu erschießen.
Sogar die regierungstreuen ukrainischen Medien sind nicht mehr in der Lage, die Informationen aus der ATO-Zone zurückzuhalten, was sehr deutlich der Punkt Nr. 6 in dem Erlass zeigt.
Trotz der Tatsache, dass der Erlass lediglich eine Stunde öffentlich zugänglich war, hat er eine Welle der Empörung unter den ukrainischen Bürgern hervorgerufen:

 

62-2015

 

 

ERLASS DES PRÄSIDENTEN VON UKRAINE
vom 6 Februar 2015 Nr. 62/2015
„Über Nichtzulassung der Todesfälle unter dem Personal der Ministerien, Ämter und Dienste, die an der Anti-Terroristischen Operation in der Ost-Ukraine beteiligt sind“
Bezugnehmend auf die Einberufung zum Wehrdienst ukrainischer Bürger und die Durchführung der Mobilisierungsmaßnahmen, mit dem Ziel die Traumatisierung, unbegründete Verluste, Massenfahnenflucht und Demoralisierung zu vermeiden. Sowie, um die Anzahl der Unzufriedenen mit der Durchführung der Anti-Terroristischen Operation innerhalb des Personals des Verteidigungsministeriums, Ministeriums des Inneren, der Staatssicherheit, des Grenzschutzes zu reduzieren und auf Grundlage von Artikel 3 der Verfassung von Ukraine ergeht folgender Erlass:

1. Entsendung der Neumobilisierten in die Konfliktzone, ohne eine entsprechende psychologische Vorbereitung ist auszuschließen.

2. Absolute Priorität hat der Erhalt der Ausrüstung und Militärtechnik der Streitkräfte.
3. Durchführung der Vorsorgemaßnahmen, um den steigenden Anzahl der Selbstmorde innerhalb des Personals entgegenzuwirken.
4. Alle möglichen Gegenmaßnahmen treffen, um der Massenfahnenflucht entgegenzuwirken.
5. Der Zugang der Unteroffiziere zu den Informationen über die tatsächlichen Verluste ist auszuschließen.
6. Der Zugang des Personals zu den Massenmedien ist einzuschränken.
7. Ausführung der Befehle, die der Verfassung der Ukraine und entsprechenden Erlassen widersprechen ist auszuschließen. Zuwiderhandlungen sind unter 8-05692-7-42-82, 099-945-44-23, 093-651-61-42 zu melden.

8. Befehlshaber, die gegen die geltende Gesetzgebung verstoßen sind strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen.

Präsident der Ukraine Petr Poroschenko
6 Februar 2015


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